Samstag, 30. August 2008

9. BLACK PRINCE



Fred Olsen Cruise Lines
07. - 09.07.2007
Greenock – Belfast – Liverpool



11.209 t
Fender Werft, Lübeck,
1966
439 Passagiere (UB)
2*+, 1.086 Punkte
(Stand 2007)


HeinBloeds Bildergeschichte einer Kreuzfahrt


Vorwort

Es wurde ein Geburtstagsgeschenk gesucht! Da man es ja nicht übertreiben will, kam der Preis von 99 GBP (= ca. 150 EUR) einem schon sehr entgegen. Die Vorstellung mit einem Schiff zu verreisen, das kein anderer im Forum kennt, war äußerst reizvoll. Vor allem fand ich die norwegisch-britische Kombination unheimlich interessant. Die Briten gelten nun einmal in Europa als die Kreuzfahrtnation und das wollte ich gerne selbst erleben. Vor allem wollte ich sehen, warum ein Schiff nur 2*+ hat und wie Schiffe sind, die noch älter
als die LILI MARLEEN sind. Immerhin ich bin Jahrgang 1966, genauso wie das Schiff. Sind das gute Voraussetzungen für eine Kreuzfahrt. Da ich neben früher gesegelt bin, fand ich natürlich die bordeigene Marina äußerst verlockend. Ich kann aber schon vorab mitteilen: es war nicht warm genug, um sie in Belfast in Betrieb zu nehmen…

Die Buchung erfolgte schon sehr früh: September 2006 bei Inter-Connect-Marketing als Agent der Fred Olsen Cruise Lines. Frau Dierken, die jetzt wohl bei TUI Cruises ist, hat die Betreuung übernommen und sich wirklich toll ins Zeug gelegt, um mir Informationen und die DVD zu beschaffen. Sollte sie die Zeilen doch noch lesen: Ihr Erfolg!!!

Dennoch war irgendwie die Ausgangslage nicht besonders toll:
  1. Eine Woche vor Abfahrt war der Anschlag mit dem Jeep am Flughafen Glasgow.
  2. Frau G. vom Reisebüro C. aus D. meinte schon, dass mir die Reise nicht gefallenwird, damit ich storniere und bei ihr eine Silversea-Reise buche.
  3. British Airways hat unsere Flüge nach Glasgow an Flybe verkauft, die einfach den Abschnitt Birmingham – Glasgow ersatzlos gestrichen haben.
4 Uhr morgens ging der Wecker. Der Inter-Check-In war schon erledigt und in Frankfurt stellten wir fest, dass British Airways kurzerhand den Schalter für die Abgabe des selbsteingecheckten Gepäckes kurzerhand geschlossen hat, weil man sich außer Lage sah, angesichts des Fluggastaufkommens zum Ferienbeginn in Hessen, die Menschenmassen abzufertigen, die man ja eigentlich aus den Buchungszahlen her kennt… Das war einfach ärgerlich, wenn man davon ausgeht, dass man als selbst-eincheckter Fluggast direkt an der Schlange vorbeikommt und nun doch eine Stunde warten muss. Vom Personal, dass aus dem Rahmen fiel, war eigentlich bloß das BA-Check-in-Personal und hinterher nochmals in Greenock ein Sicherheitsmann. Ansonsten habe es auf der Rest der Reise nichts zu beanstanden, was das Personal betraf und das gehört ja noch nicht einmal zur Crew auf dem Schiff…

An Bord lief sowohl bis als auch ab London alles toll. Es gab etwas zu essen, sogar ein warmes englisches Frühstück von London nach Glasgow. Die Crew an Bord ist „great“. Wir lernen aber schon auf dem Weg nach Glasgow: „Great“ ist nur „Great Britain“ – alles andere is „lovely“.

Also…

… unsere Cruise ist lovely,
… unsere Crew ist lovely,
… unser Essen ist lovely,
… unsere Unterhaltung ist lovely,
… unser Schiff ist lovely,
… unsere Landschaft ist lovely,

… kurz um:

Alles ist lovely.

Ich denke an die OPEL-Werbung und den Song von Bill Whithers LOVELY DAY… und ich fühle mich einfach gut!

Und wenn ich noch weiter abkürzen will???

Dann nehme ich mir dieses Foto



Dear Sir: if you ever have a chance to see this photo and to agree to be here on this review: please inform me accordingly. But your face is a MUST! Your expression in your face reflects the whole cruise: just happiness and satisfaction. Thank you for allowing me using your photo – if you see it and do not claim.

Schaut euch diesen Mann an!

Sein Gesichtsausdruck spiegelt als Ergebnis das aus, was die Cruise uns bedeutet hat.

Auch sein Kilt stand für die unbeklemmte Bekanntschaft mit neuen Kulturen.

Eigentlich könnte man wirklich an dieser Stelle aufhören, weiterzuschreiben: Ich zumindest: ich könnte stundenlang in sein Lächeln schauen. Es drückt einfach alles aus, wie ich diese Cruise erlebt habe.

Aber gehen wir wieder zurück und lassen euch doch noch im Detail an der Kreuzfahrt teilhaben.

Die Ankunft in Glasgow geht glatt. Alles normalisiert sich. Mit dem Bus wird man sogar wieder vor dem Terminal abgeholt.

Mit dem Bus 905 für 3,80 GBP geht es zum Bahnhof Glasgow Central Station. Dort schließen wir unser Gepäck ein und werden gleichzeitig Teilhaber der Gepäckaufbewahrung: 5,50 GBP pro Stück * Tag.

Wir sehen uns ein wenig Glasgow in 2 ½ Stunden an und genießen zum ersten Mal einen echten Afternoon Tea in einem Tea Room.

Unseren Bus-Shuttle zum Cruise-Terminal soll um 15.30 Uhr abfahren und wir so ziemlich die letzten, die eintreffen. Es fehlen aber noch weitere 9 Cruiser. Die Rückfrage ergibt, dass sie bereits in Greenock sind. Weil das Check-in um 16.00 Uhr „offiziell“ zumacht und die Fahrt aber min. 45 Minuten dauert, haben sie Panik bekommen und sind auf eigene Faust los. Was sie nicht wussten: um 16.00 Uhr wurde nur der Check-in für Anreisen auf eigene Faust geschlossen. Die Shuttle-Reisende wollte man bewusst trennen. Im Bus gibt es
deswegen Aufregung, weil andere die ebenfalls irritiert deswegen waren, bei Fred Olsen anriefen, und die wohl aus Panik die Antwort gegeben haben, dass der Bus schon um 14.30 Uhr abfahren würde… Als natürlich um 14.30 Uhr kein Bus da war, war die Panik verständlich. Wir teilten die gleichen Sorgen, aber Frau Seifert von Inter-Connect-Marketing hat das für uns geklärt und teilte uns mit, dass der Bus auf jeden Fall um 15.30 Uhr
abfahren würde und das Schiff keinesfalls ohne uns abfährt. Nun es könnten Kappenrentner gewesen sein – also gibt es sie auch in Großbritannien und nicht nur in Deutschland. Ist der ältere Herr, der eine back-to-back-Cruise gebucht hat und am Morgen der Ausschiffung die Rezeption damit nervt, dass die Ausflugstickets des 2. Teils seiner Kreuzfahrt noch nicht in der Kabine sind, während andere für ihre Schlussabrechnung anstehen, nicht doch ein Kappenrentner? Aber er spricht doch gar kein Deutsch – klingt nach englischem Akzent! Mein zweiter und letzter Fall von anderen Mit-Passagieren, die auffällig sich verhalten. Andere sind mir nicht aufgefallen: Ist doch gar so schlecht die Quote – oder???

Wir kommen gegen 16.15 Uhr an und was wir dann erleben is „lovely“. Ich wünschte jemand von COSTA wäre dabei gewesen…

Die ersten wollen ihr Gepäck aus dem Kofferraum des Busses holen und werden vom Fahrer daran gehindert. Sie werden direkt zum Check-in geschickt und darauf vertröstet, dass sie ihr Gepäck erst in Kabine wieder sehen…



Das war der allererste Anblick der BLACK PRINCE. Hinter einem Hapag-Lloyd Container eingepfercht…

So klein… ist sie wirklich nicht größer… Ist sie nicht doch zu klein, wenn man an die JEWEL OF THE SEAS zurückdenkt…

Was habe ich bloß getan???



Das geht „heiter“ weiter: wir werden in eine Halle geführt, in dem Papier gelagert wird. Alles wirkt wie in Hamburg bei der COSTA CLASSICAEinschiffung.

Und es geht links um die Ecke…



… und aha! Es geht also auch anders… auch wenn man improvisieren muss.



Sogar eine klare Wegführung kann man improvisieren, so dass jeder Gast weiss, wohin er muss.

Wegen Noro-Virus-Gefahr müssen alle Gäste zusätzlich einen Fragebogen über ihren Gesundheitszustand ausfüllen.

Der Sicherheitschef weist uns direkt zum Schiff. Dass wir am Kai herumlaufen, um das Schiff in ganzer Länge zu fotografieren, wird uns leider nicht gestattet.

Er war dann aber auch in der Tat der letzte, der unfreundlicher war – unfreundlich war eigentlich nicht – nur wenig Verständnis für Shipspotter und eben sehr bestimmt.

Dann kam endlich der 1. vollständige Anblick…



… Ist das etwa Kunst oder gar doch Rost und es wird noch schlimmer als erwartet und prophezeit…

Nun wir denken, dass es Kunst ist und ganz offen gesprochen: In der Größe haben wir haben wir keinen Rost mehr an Bord wahrgenommen. Aber wenn man den Rest sieht, war es auch ziemlich egal…



Das Schiff stellt sich uns selbst vor. So wissen wir schnell, mit wem wir es zu tun haben…

Nur das Alter der BLACK PRINCE wird irgendwie verschwiegen…



Auch wenn sie es nicht zugeben will: Jahrgang 1966. Ein guter Jahrgang – so wie ich!



An Bord werden wir mit Handschlag vom Gentleman Host begrüßt und willkommen geheißen. Man zeigt uns den Weg zu unserer Kabine, aber bei dem kleinen Schiff kann man nicht allzu viel verkehrt machen.

617 ist eine Innenkabine, die diesen ersten Eindruck hinterlässt.



Es ist alles sehr gut in Schuss! Auch beim Teppichboden wirkt kaum abgenutzt. Die Farben entsprechen vielleicht nicht mehr den Erkenntnissen der neuesten Farbpsychologie, aber es ist eine Kabine mit viel
viel Platz zum Verstauen. Die Schränke über dem Bett sind endlos befüllbar. Bügel im Kleiderschrank gibt es in Hülle und Fülle. Nur Telefon und Minibar fehlen. Dafür gibt es einen Serviceknopf!!!



Und wenn das Sofa für die Nacht fertig bezogen wurde, hatte man nicht den Eindruck, dass es ein Sofa war. Zum Sitzen war es ein wenig zu „abgelutscht“. Aber als aufgeklapptes Bett fand ich es sogar besser als das echte Bett und bei mir war der Klingelknopf für unsere „Perle“ Norie aus Thailand, die mich
wegen des Lanyards für einen Reisejournalisten hielt… und zunächst irrtiert war, als sie mich sah und sich vorstellte. Und zwei Kissen: Total Klasse!!!



Der Fernseher hatte zwar bloß sechs Programme, davon zwei echte TV-Programme, zwei Kino-Programme und zwei Bordprogramme mit denen man die Aus- und Einfahrten und alternativ die Lounge-Shows verfolgen kann.



Im Bad fällt uns bananenboot ein, der sicherlich gerne hier mal ein Angebot unterbreiten würde, um sich die Aufträge zur Badrenovierung zu sichern. Es ist halt alles alt, aber es funktioniert alles und absolut sauber. Und der Vorhang geht sogar bis zum Boden, so dass man auf ihm stehen kann, statt mit ihm zu „kämpfen“. Neu sind die Armaturen von GROHE und die Kloschüssel von Villeroy und Boch. Auch der WC-Sitz ist West-Hart-Plastik!



Leider nicht im Bild festgehalten: GROHE Armaturen aber kein GROHE Duschkopf. Ich werde mal bananenboot überreden mir für meine nächste Kreuzfahrt auf der BLACK PRINCE seine Musterkoffersammlung einmal auszuleihen… und sehr positiv: Das beste ist gerade gut genug: MOLTON BROWN Duschgel gibt es in Deutschland z. B. im Inter-Continental in Köln… Was für ein Luxus.



Und ein Zauber-Spiegelschrank, in dem man wirklich alles unterbekommt und der so gestaltet ist, dass die Türen nicht bei jedem kleinen Seegang sich bewegen. Auch Duschhauben befinden sich darin.

Mit der Kabine sind wir zufrieden. Schade, dass es keine Innenkabinen mit Fenster an Bord gibt…

Die Seenotrettungsübung wird kurzerhand um 15 Minuten verschoben, weil noch ein Bus mit 20 Passagieren aus Liverpool fehlt. So professionell die Nicht-Teilnehmer öffentlich auszurufen, hat es bislang noch keiner gemacht…

Bis zur Ausfahrt haben wir noch ein wenig Zeit uns auf dem Schiff umzusehen:



Ein gemütliches Plätzchen, um das Leben bei der Ausfahrt live zu verfolgen und bei der Gelegenheit Capt. Thomassen zu bitten im Douglas-Ward-Führer zu unterschreiben und auch ein paar Worte zu wechseln.




Die Figur, die als Schiffslogo verwendet wird und in allen Speisekarten usw. als Silhouette eingedruckt ist.



Schöne Deckflächen und ein schöner Poolbereich!



Auch auf kleinen Schiffen gibt es Klettermöglichkeiten.



Überall wurde auch frisch gestrichen…

Und die Eindrücke innen???



Eine gemütlich eingerichtete Bibliothek…



… mit den gemütlichsten drei Sesseln auf dem ganzen Schiff mit dem schönsten Ausblick, obwohl man eigentlich dort liest…

Ein Internet-Café findet man leider an Bord vergeblich…

Schiffs-GSM-Netz ist jedoch verfügbar.



… unheimlich schön und geschmackvoll und vor allem maritim eingerichtet. Dieses Schiff hat in 41 Jahren so viele Wappen anlässlich der Erstanläufe gesammelt, das geht gar nicht auf eine Wand. Die findet über das ganze Schiff verteilt.



Auf den meisten Schiffen findet man die Bilder der Schiffsführung – auf diesem Schiff auch die Bilder der gesamten Crew. Das macht für mich das ganze Schiff sehr sympatisch.



Ein kleines Bügelzimmer…



Das Riesen-Spielcasino…



Die Fotowand… mit schönen Sitzmöglichkeiten, ohne dass man da etwas trinken muss…



Für die ganz „Faulen“ ein historischer Fahrstuhl…



… und für die ganz „Aktiven“ ein kleines schön ausgestattetes Fitness-Studio…



Eine 1-Loch-Minigolf-Anlage…



Ein kleiner Innenpool und eine TT-Platte…



… mit einem liebevoll gestalteten Zugang!



Das vermutet man wohl nicht, was alles in diesem Schiff steckt…



… und schade, dass die Außen-Marina nicht in Belfast ausgefahren wurde… Das wäre der Ausgang…

Die Restaurants und die Lounges stelle ich später im Zusammenhang mit der Unterhaltung und dem Essen vor.



Das wäre übrigens mein persönliches Souvenir geworden, wenn es nach mir gegangen wäre… Leider wurde meine Nachfrage, ob ich es mitnehmen dürfte, der einzige Fall, bei dem die Crew „Nein“ sagte…

Gerüchteweise soll am Tag der Ausschiffung, der Sicherheitsoffizier daneben gestanden haben, bis dass ich das Schiff verlassen habe…



Das ist die Shopping-Mall – mit zwei Shops und da war auch schon die größte Enttäuschung meiner ganzen Kreuzfahrt:

Ein Polo-Shirt in schwarz in meiner Größe war leider ausverkauft. Wie versprochen hat man gerne den ganzen Bestand aus dem Lager geschafft, um nochmals in meiner Anwesenheit anzusehen. Hoffentlich ist eines da, wenn wir im April wieder mit ihr unterwegs sind.

Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit wird nicht mehr alles so chronologisch herunter geschrieben. Aber das hängt wohl damit zusammen, dass ich jetzt im Flugzeug sitze und gerade über Glasgow fliege und mich versuche zu erinnern. Die Erinnerungen kommen sehr schnell wieder, weil ich es endlich geschafft hatte, die erste Kreuzfahrt zu genießen, ohne an das Schreiben zu denken.

Deswegen wird als nächstes der Block Restaurant, Essen und Crew abgehandelt.

Auf dem Schiff gibt es zwei Hauptrestaurants und zusätzlich ein SB-Restaurant für morgens und mittags.

Man darf sich als Gast aussuchen, ob man lieber im Royal Gardener oder Fleur de Lys isst. Im Fragebogen wird extra darauf hingewiesen, dass beide Restaurant das identische Angebot haben und sich nur in der Größe, Lage und im Innendekor unterscheiden. Aufgrund der guten Erfahrungen auf der LILI MARLEEN haben wir einen 6-er Tisch bestellt.

Leider haben wir einen großen Fehler gemacht: Wir haben die 1. Tischzeit bestellt, aber 20.30 Uhr für die 2. Tischzeit wäre in Deutschland bereits 21.30 Uhr – das fanden wir reichlich spät. Dadurch konnten wir leider die schöne Ausfahrt bis zur offenen See ab Greenock nicht sehen.

Andererseits stellte sich das gar nicht mal als großer Fehler heraus, denn wir hatten dann unsere Tischnachbarn kennengelernt, die alle äußerst „lovely“ waren.

Margaret und Ella sind zwei ältere Damen aus Schottland, die das Leben genießen. Sie kennen wohl jedes Schiff der Fred Olsen-Flotte, aber sie kommen immer wieder gerne auf die BLACK PRINCE, was wir später sehr gut verstehen konnten. Sie haben die Einklassigkeit der Fred Olsen-Schiffe gelobt, dass eben alles einklassig ist. Aber eigentlich stimmt es nicht: Man muss wohl sagen: Erstklassigkeit für alle! Der Clou kommt jedoch, als wir uns verabschieden und die Anschriften austauschen. Margeret darf „MBE“ im Namen führen, d. h. sie ist „Member of the Orden of the British Empire“. Sie hätte den Anspruch gehabt von uns als Lady Magaret angesprochen zu werden, aber sie hat mit der Vorstellung, dass sie Margeret hieße, doch bewusst eine Nähe geschaffen, die uns den Umgang mit ihr erleichtert hat.

Agnes und John sind ebenfalls aus Schottland. Er ist gerade in den Ruhestand gegangen, obwohl man es ihm nicht ansehen würde. Ihr nächster Plan ist eine Weltreise auf der VAN GOGH. Ihr Staunen war nicht schlecht, als ich nachfragte, ob sie eigentlich auf der ATHENA gebucht waren und ihnen erklären konnte, wer hinter der ATHENA steckte. Auch sie bedauern sehr, dass das Schiff nicht mehr für Travelscope fährt.

Wie jedes gute Gespräch in Großbritannien, beginnt man mit dem Thema Wetter.

Als sie erfahren, dass wir zum ersten Mal in Schottland sind, fängt man uns sofort an zu erklären, welche Inseln wir gerade passieren. Als wir dann um Konversation zu betreiben, auf das Thema Haggies wechseln und sie erfahren, dass wir es noch nicht kennen, will Ella schon den Maître rufen, um nachzufragen, ob man uns das nicht zubereiten könne. Was uns positiv auffällt: Jeder bekommt erst mal Eiswasser. Nicht wie bei RCCL, dass man explizit danach fragen muss – nicht wie bei COSTA, dass man erstmal stundenlang verdurstet.

Wir stellen fest, dass wir einzigen Unbekannten am Tisch sind. Agnes und John bekommen sehr schnell den Wein, den sie sonst auch immer bestellen – das gleiche gilt für Margaret und Ella. Ansonsten fallen wir eben auf, weil wir alkoholfrei bestellen. Als wir zwei Pepsi Light bestellen, erhalten wir zum Erstaunen die kleinen Flugzeugdosen mit 150 ml, aber wir erhalten auch nur einen Beleg über 1.00 GBP (= ca. 1,50 EUR). Uns wird erklärt, dass die Weinlisten schon vor dem Restaurant ausliegen, damit man vor der Tischzeit bestellen kann. So steht der Wein bereits fertig präpariert am Tisch, wenn man zum Essen kommt. Auch sehr angenehm. Dass Reste für das nächste Abendessen deponiert werden, versteht sich von selbst.

Die Crew ist äußerst herzlich und setzt sich aus Philippinen zusammen. Beim Eingang wird keiner ohne Handdesinfektion hereingelassen. Oscar ist Senior Waiter und unser Kellner. Er stellt sich in einer ruhigen Minute kurz vor dem Ende des Essens nochmals vor. An uns wendet er sich mit den Worten, dass wir wohl zum ersten Mal Gast bei Fred Olsen seien. Man bedauere es sehr, dass wir keine längere Gelegenheit haben, uns zu verwöhnen und bittet ausdrücklich darum, dass wir bitte sofort sie ansprechen, wenn uns etwas nicht gefällt. Jonathan ist der Hilfskellner. Auch ein sehr netter Kerl.

Da wir neu sind, sprechen wir die anderen an, wie es mit den Trinkgeldern läuft. Wir werden aufgeklärt, dass man hier dem Hauptkellner alles übergibt, der dann dem Hilfskellner etwas abgibt. Uns hat das Team aber so überzeugt, dass wir beschließen, dass Oscar seinen Teil, den er teilen müsste für sich behalten darf und Jonathan etwas eigenes bekommt. Damit es nicht zu Missverständnissen kommt, vermerken wir es später auf dem Umschlag, die an der Rezeption ausliegen. Der Maître bekommt nichts. Die Rezeption bei der wir nachfragen, meint, dass er sein eigenes Gehalt hat, mit dem er auskommen muss…



Links ist Oscar und der 2. von rechts ist Jonathan.

Hinterher werden wir vom Maître gefragt, ob wir mit den Leistungen zufrieden seien. Im Stil von HeinBloed wird es natürlich verneint. Der Maître versteht es jedoch sehr gut, was wir meinen. Nach dem Spaß-Teil vorbei ist, sagen wir nochmals ernsthaft, dass wir auf dem Schiff vom einfachen Matrosen bis zum Kapitän niemandem begegnet sind, der unfreundlich war.



Hier wurde der volle Einsatz gefordert, als jemand Geburtstag hatte.



Das ist übrigens das SB-Restaurant ganz oben, das wir allerdings nicht genutzt haben.

Lt. Agnes gab es dort ein „lovely“ Lunch.



Das ist das andere Restaurant Royal Gardener, das wir nur mal bei einem Frühstück kennengelernt haben. Aber auch hier waren alle sehr sehr nett.



In allen Restaurants befindet sich immer ein Büffet-Teil. Abends werden dort beispielsweise die Suppen oder Salate von den Kellnern übernommen.

Und immer die Hinweise auf die Kleidervorschrift, die man allerdings auf dieser Kreuzfahrt lockerer genommen hat.



Und das ist unser Fleur de Lys-Restaurant.

Und so sah unser erstes Dinner aus:



Es gab lecker angerichtete Vorspeisen… hier schottischer Lachs – was sonst…



Ich hatte allerdings meinen Gesundheitstag und zog irgendwie eine Fruchschale vor.



Das ist das Non-Plus-Ultra gewesen: Eine schottische Graupensuppe!!! So eine leckere Brühe habe ich vorher
in meinem ganzen Leben noch nicht gegessen. Von unseren Tischnachbarn lernen wir: Schotten essen auch Suppen, wenn es draußen extrem heiß ist. Ich hätte in dieser Suppe baden können.



Der Salat diente als Abrundung…



Was sehr positiv auffiel: neben vier Hauptgerichten, gab es noch ZUSÄTZLICH eine vegetarische Alternative, wie hier ein Gemüsestrudel…



… und eine kalte Alternative, wie hier einen Schweinebratenaufschnitt mit etwas Kartoffelsalat, der sehr lecker war.

Ein Saucen-Kellner kommt dann noch von einem Tisch zum anderen, um alles zu vervollständigen.



Das selbst hergestellte Parfait war angenehm nichtamerikanisch-süß, so dass man es bequem essen konnte, ohne dass alles hinterher im Mund klebte. Es war einfach lecker. Hier Passionsfrucht, die auch danach schmeckte.



Unser 2. und letztes Dinner war gleichzeitig Gala-Dinner.

Statt Hummer Avocado…



… oder zumindest Kaviar auf Lachsmousse und ein paar Großgarnelen…

was aber trotzdem sehr lecker war…



Ich hatte wieder eine tolle Rinderconsommé…



Alternativ gab es eine leckere kalte Pfirsich-Suppe.



Wieder einen Salat zur Abrundung…



Gegrillter Lachs…



Zwei Rinderfilets mit Gänseleberpastete… Einfach nur hmmmmm….



Die Limonen-Meringue war sicherlich ein aktiver Beitrag zum Wiederbuchen… und nicht papp-süß noch limonigfruchtig-säuerlicherfrischend… einfach herrlich!



… und am Ausgang selbst hergestellte Pralinés… von denen ich jedoch keine mehr runterbekommen hätte…

Übrigens Kaffee und Tee wurde immer in den Lounges nach dem Essen serviert.

Ein anderes Highlight war das Frühstück. Neben einem tollen Büffet mit dem leckersten Brot, das man sehr gut ohne etwas darauf essen konnte, gab es eine Frühstückskarte, aus der selbstverständlich serviert wurde… Aber vieles stand auch auf dem Büffet.



Aufgeschnittenes Obst in allen Formen und Farben – nach jedem Geschmack…



Die Brötchen – einfach nur lecker… geschweige von den Plunderteilchen, Muffins, Donuts und sonstigen Leckereien…



Pochierte Eier… zwar ohne den Lachs auf einem Muffin mit Sauce Benedict wie bei NCL, aber mit Black Pudding – eine Art Blutwurst.

Mein Tischnachbar morgens hatte sich nur über meinen Teegeschmack gewundert: Grüner Tee ist dort doch sehr unbekannt. Es gab ihn an Bord und ich bekam ihn auch… Aber die Nachbarschaft hat das nicht verstanden…

Eine britische Errungenschaft muss auf jeden Fall auf allen anderen Schiffen, die wir künftig befahren eingeführt werden, damit wir wirklich glücklich werden:

Der Afternoon-Tea.

Nach dem Belfast-Ausflug gab es ja nichts mehr zu Mittag. Aber Afternoon-Tea ist ein voller Ersatz:



Kaffee und Tee gibt es den ganzen Tag kostenlos in der Lounge…

Dann kommen noch diese Leckereien zum Afternoon-Tea…



Sieben Afternoon-Teas auf der QUEEN VICTORIA sind mein sicherer Tod…

Just lovely…

Nach dem ersten Abend sind wir noch auf dem Deck spazieren gegangen. Es war schön sonnig. Trotzdem fielen wir mit unseren dicken Jacken auf. Die Briten hatten alle kurzärmlig an und waren wirklich im wahrsten Sinne des Wortes unverfroren… Ich denke an die MSC MUSICA zurück: Alle in den gemütlich-warm-geheizten Lounges und die Briten im Whirlpool… Brrr…

Auf dem Deck werden wir wieder mit dem Thema Wetter angesprochen. Adrian ist begeisteter Segler und kennt jede kleine Bucht hier. Auf dem großen Schiff ist er, weil seine Frau sich die Reise auf dem Kreuzfahrtschiff gewünscht hat. Als auch er hört, dass wir zum ersten Mal in dieser Ecke nimmt, zeigt er uns mit anderen Passagieren abwechselnd die einzelnen Inseln.

Später treffen wir Adrian und seine Frau wieder. Adrian erzählt seiner Frau von unserer Begegnung. Sie meint, dass es doch etwas ungewöhnlich sei, Deutsche auf dem Schiff zu treffen und fragt uns, warum wir extra die weite Anreise in Kauf genommen haben. Als ich antworte, wegen des Schiffes und kurz ein paar Kennzahlen runterrattere, meint sie auf einmal, ob ich der Deutsche wäre, der in einem anderem englischsprachigen Forum aktiv wäre und sich entsprechend auf die Orte vorbereitet hat… Ja - so klein ist die Welt…

Da wir ja bereits um 04.00 Uhr aufgestanden sind, ist der Rest des ersten Abends schnell erzählt. Wir gucken uns den Show-Taster an:




„I’m walking on sunshine“ – klingt doch schon sehr vielversprechend für den nächsten Tag.

Da wir von unserer NORWEGIAN DREAM-Fahrt auch noch etwas British-Comedian-geschädigt sind, verzichten wir auf den Rest und gehen ins Bett…

Am nächsten Abend sind wir beim Captain’s Empfang. Wegen der zeitgleichen Ausfahrt aus Belfast, nimmt jedoch nur ein Teil der Offiziere an dem Empfang teil. Da der Captain auch noch selbst zu spät zum eigenen Empfang gekommen ist, wird den Passagieren, die dadurch das Bild mit ihm nicht machen lassen konnten, angeboten beim Hinausgehen es nachzuholen.

Wir gehen einfach nach dem Dinner zu der Veranstaltung der 2. Tischzeit und sehen uns die Highlights nochmals an:



Gibt es auf anderen Schiffen einen Kapitän, der persönlich musikalisch seine Offiziere hinausbegleitet und die Gäste in helle Begeisterung versetzt???

Das war einfach geil:

„Oh when the Saints“ und „All of me“



Das Motto „Frühzeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze“ ist anscheinend keine Eigenschaft eines deutschen Kappenrentners. Anscheinend gilt es international und in allen Altersgruppen.

Also passen wir uns an, damit wir diese tolle Show nicht verpassen. Großartig: die Doppeletage mit der Showtreppe, die solche Tänze auch zulässt.



Das waren fast die Andrew-Sisters live… Überraschend: keine osteuropäische Künstler!

Nochmals zurück zu den Kappenrentnern. Rechnet mal nach: Saturday Night Fever war in den 70er… Die 30-jährigen von damals sind die Kappenrentner von heute…

… und als dann Ausschnitte aus Saturday Night Fever kam, ging der Bär los… Vielleicht ist das auch der Grund, warum sich Rentner auch auf AIDASchiffen wohlfühlen…



Überhaupt laden die Lounges zum Verweilen ein… Neptune Lounge und Lido Lounge sind durch die „Showtreppen“ mit einander verbunden…

Interessanterweise treffen wir hier auf eine weibliche „Gentlemen Host“, die als „Dance Instructor“ betitelt wird. Wir unterhalten uns ein wenig, aber ich bin doch zu schüchtern, um mit ihr den ersten Tanz auf dem Parkett zu eröffnen.



In der Aquitaine Lounge wird auch Piano-Musik angeboten, aber wir waren zu müde, um es zu erleben…

Da wir keinen Alkohol trinken, kommen uns die Preise für nichtalkoholische Cocktails sehr entgegen: bis 2 GBP (= 3 EUR). Aber Alkoholiker kommen auf ihre Kosten: ein alkoholischer Cocktail beginnt bei 3 GBP (= 4,50 EUR).

Bei Bier fallen uns die Riesengläser auf…



Mit Schottland gegen England sorgt man natürlich bei derKandidatenauswahl im Publikum für Stimmung…



… und erst recht bei mir:

Keine Zahnspangendose…

Schottland – Nordirland – England

Nun für uns eigentlich die Möglichkeit das Ziel (Schiff) mit dem Ziel (Landschaft) zu verbinden!

Schon die Ausfahrt aus Greenock ist ein Traum:



Mit

„Scotland the Brave“

und

„Danny Boy / Londonderry Air“

werden wir verabschiedet.

Gibt es eine schönere Möglichkeit, zu Tränen gerührt zu werden???



Man ist ja von Greenock nicht direkt auf offener See, sondern muss ja erstmal die Clyde hinausfahren…

Als jedoch das Schiff zunächst rückwärts rausfährt und wir die Vibrationen in der Kabine spüren, denken wir: oh weia! Das ist ja noch schlimmer als auf der LILI MARLEEN… Aber zum Glück nur beim Rückwärtsfahren! Und das hielt sich ja in Grenzen.



So sehen die Ausläufer der Scottish Highlands auf der Steuerbord-Seite waren schon ein Erlebnis für das Auge…



Ist das nicht einfach schön?

Ist Norwegen noch schöner???

Und Alaska???

Nun wurden leider alle Ausflüge abgesagt, mangels Teilnehmerzahl.

Margaret und Ella waren sehr enttäuscht, weil sie so gerne Giant’s Causeway gesehen hätten. Wir haben vorbestellt: 2 Plätze haben wir noch frei. Was machen wir mit Agnes und John? Sie erklären, dass sie daran kein großes Interesse haben, was den Weg einfach für uns macht, Margaret und Ella anzubieten, die Tour mit uns zu teilen.

110 GBP hätte es uns alleine gekostet… Aber sie hätten sich auch so gelohnt…



Wegen der Zeitverschiebung stehe ich früh auf. Man ist es kalt auf dem Deck. Aber Frieren lohnt sich, wenn man so reinkommt…



Die Geburtsstätte der TITANIC und OLYMPIC… aber das steht nachmittags auf dem Programm…



… und vor uns noch diese Kameraden… die uns zum Abbremsen zwingen, weil wir deren Manöver abwarten müssen…



Wie man sieht haben beide gedreht…



… wer immer sie auch sein mag??? Sorry – Fährfreunde: sie ist hässlich!!!



Nebenbei erlebe ich in der Frühe noch das Manöver mit, als der Pilot an Bord kommt… Sehr positiv fällt die Informationspolitik an Bord auf:



Alle fühlen sich sehr gut informiert… und wissen wie es abläuft. Zusätzlich erhält jeder an Bord einen Fahrplan des Shuttle-Busses in die Hand gedrückt…



Eine Vertreterin des Belfast Tourist Office steht am Ausgang mit Kartenmaterial bereit und berät direkt noch an Bord…

Um 09.00 Uhr war der Fahrer bestellt und war immer noch nicht da… Margaret meint, dass es zu deutsch wäre jetzt anzurufen. Wir wollen ja um 14.00 Uhr noch die andere TITANIC-Tour machen… Nun Margaret erklärt uns, dass die Iren es nicht so genau mit der Zeit nehmen… Nun ist ausgerechnet Tom, unser Fahrer, ein Gastarbeiter aus Schottland…

Der Weg führt entlang der Küstenstraße bis dass wir in Giant’s Causeway ankommen. 5 GBP (7,50 EUR für das Parken…)… und nochmals 2 GBP (3 EUR) extra für den Bus nach unten und wieder hoch…, wenn man nicht 20-30 Minuten selbst bergab- und auf laufen will.

Wenn man unten ist erwartet einen das:




Das wäre der Marsch gewesen…



Das kann man nicht mit Worten beschreiben – das muss man selbst gesehen haben…

Margaret und Ella haben keine Kamera mit. Da wir eine neue etwas professionellere Kamera jetzt haben und wie üblich mein Lanyard umhaben, mache ich ein paar Aufnahmen von Ihnen, um danach wieder selbst klettern zu gehen… Andere Besucher aus der Vereinigten Arabischen Emirate fragen bei Margaret und Ella nach, ob sie auch fotografieren dürften, ob ich von der Presse sei und weswegen sie von mir fotografiert wurden…

Nervig sind zwischenzeitlich die Busse der GRAND PRINCESS, die ebenfalls in Belfast liegt. Zum Glück ist ja Tom sehr schnell gefahren, so dass wir auch wieder schnell wegkönnen…

Und da Margaret und Ella wieder auf das Schiff wollen, um sich ein wenig auszuruhen, haben wir das Glück, dass wir dann endlich mal das Schiff von der Schokoladenseite fotografieren können:



Was auffällt sind so Details…



Schön, dass mal keine Schablone eingesetzt wurde…

Für 8 GBP nehmen wir an der TITANIC Tour-Teil. Pech haben wir nur mit dem Regen, so dass die Bilder von der GRAND PRINCESS nicht so toll werden…

Aber dafür lernen wir noch die kleine Schwester der TITANIC näher kennen…





Die NOMADIC, …



… die bis 2012 wieder restauriert werden soll…

Die TITANIC-Tour ist sehr informativ und kurzweilig… Da ich als Shipspotter nun leider keine Bilder der TITANIC machen konnte, hörten meine Ohren den Ausführungen zur TITANIC zu, während meine Augen sich näher mit der GRAND PRINCESS befassten…



Wir geben zu, dass wir die Vorbeifahrt zur Recherche unserer Kabine-Lage geführt hat und wir prompt sofort umbuchen mussten…

Es ging dann wieder an Bord zurück und danach nach Liverpool…

Auch da hat sich das frühe Aufstehen bezahlt gemacht:



Hier taucht die Skyline von Liverpool auf. Im Umfeld soll das neue Cruise Terminal entstehen. Wegen extremer Tide jedoch nur für Schiffe im Transit, die keinen Passagierwechsel haben.



Wir jedoch werden von einem Schlepper vorne und hinten in die Langton Schleuse hineingezogen, -schoben, -manövriert…



Muss ich mir so die Fahrt, wie durch den Kanal von Korinth auch vorstellen?

10 m links und 10 m rechts???



Im tide-geschützten Hafenteil kann sogar der LKW direkt längsseits an die alten Luken aus der Fährzeit docken… Ein unschätzbarer Vorteil, um die Abfertigung zu beschleunigen…

Die Ausschiffung ist schnell erzählt:

Die Restaurants schließen um 08.30 Uhr. Bis 09.00 Uhr darf man in der Kabine bleiben. Also kein mit Gepäck im Restaurant Frühstück, sondern menschlich zivilisiert in die Kabine zurück, das Bad aufsuchen, Zähneputzen, die letzten Teile einpacken und sich einen gemütlichen Platz in den Loungen suchen.

Neue Gepäckanhänger benötigt man nicht, wenn es vorher weiss… Man benutzt zur Ausschiffung die gleichen, wie bei der Einschiffung. Als wir „natürlich“ unsere weggeworfen haben und nach neuen Fragen, hören wir die zwei Worte, die wir meistens hören, wenn wir etwas fragen: „No Problem!“.

Deckweise wird man aufgerufen, von Bord zu gehen. Wir zögern es hinaus. Unser Bus soll ja erst um 10.00 Uhr fahren. So lassen wir den anderen den Vortritt. Viele fahren, wie wir zum Bahnhof Liverpool Lime Street. Andere werden nach Greenock gebracht.

Womit wir nicht gerechnet hatten: es fährt mehr als ein Bus zum Bahnhof, so kommen wir als fast letzte in den ersten Bus, der uns zum Bahnhof bringt.

Dort schließen wir wieder für 5.50 GBP unser Gepäck ein und lernen, dass man Abfälle auf Bahnhöfen wegen der Terrorgefahr einfach auf den Boden werfen darf. Als Deutscher kann ich mich damit anfreunden, dass ich nichts in den Abfalleimer werfen darf.

Wir fahren zum Albert Dock, dem neuen touristischen Zentrum von Liverpool.



Von hier sehen wir das

CUNARD Haus

und das

WHITE STAR Haus.

Später fahren wir mit unserer Tour noch daran vorbei.

Also echte Kreuzfahrthistorie.



Es geht mit einem Amphibienfahrzeug durch die Stadt.

Die Fremdenführerin ist erstklassig!!! Es macht viel Spaß ihr zuzuhören und etwas zu erlernen.

Sicherheitshalber wollen wir früher am Bahnhof sein, um mit der Bahn nach Manchester zu fahren. Die Tickets haben wir im Vorverkauf bestellt und müssen sie nur am Automaten abholen. Aus irgendeinem Grund fand ich es chic, für 1 GBP (ca. 1,50 EUR) mehr, eine Versicherung für die Zugfahrt abzuschließen.

Unsere Zugfahrt erwartet unplanmäßig wegen technischer Störungen in Manchester Picadilly. Der Flieger nach Frankfurt wird dennoch erreicht, weil beim Check-in einer nicht so genau auf die Uhr guckt. Dafür vielen Dank.

Es wäre aber nichts passiert: Die Versicherung hätte die Mehrkosten für eine Umbuchung übernommen.

Kommen wir wieder zurück auf die eigentliche Kreuzfahrt.



Dieser Mann hat mit seinem Lächeln unsere Gefühle ausdrücken können, die wir auf dieser Kreuzfahrt empfunden haben.

Dafür herzlichen Dank!!!

Und auch danke,

liebe Crew und liebe Mitreisende!!!

Wir sehen uns schon im April 2008 wieder – dann von Liverpool nach Greenock über Douglas, Isle of Man und Dublin.

Donnerstag, 28. August 2008

8. JEWEL OF THE SEAS



Royal Caribbean International
19. - 22.05.2007
Hamburg - Amsterdam - Hamburg



90.090 t
Meyer Werft, Deutschalnd
2004
2.110 Passagiere (UB)
4*, 1.535 Punkte
(Stand 2007)


Auszüge aus eigenen Beiträgen im cruise-chat.com.
Auf das Kopieren fremder Beiträge (= direkte Reaktionen) wurde verzichtet.
Daher bitte um Verständnis, wenn Teile als zusammenhangslos wirken.
Im "Dialog" finden sich alle ursprünglichen Beiträge hier:
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04.03.2007:

@Mathias K.

Hier ist dein persönlicher Kreuzfahrtdirektor HeinBloed, der sich persönlich um das Wohlergehen von deiner werten Frau Mama und deiner Person kümmert und die vier Stunden Layover in Amsterdam gestern genutzt hat, um in der Stadt zu recherchieren.

Zunächst einmal hängt es davon ab, ob an diesem Tag das Tief "Susi" oder das Hoch "HeinBloed" die Oberhand haben.


Ist das Tief "Susi" aktiv inkl. Schauer und Regen, wird sich mein persönlich geführtes Angebot darauf beschränken, dass ich nur die Javafähre rüber zur Java-Insel nehmen werde, um in Ruhe das Schiff endlich zu fotografieren, nach dem es mir in Fort Lauderdale einfach abgehauen ist...


Für Shipspotter (Hochsee) bleibt noch die SAGA RUBY, die man auch fotografieren könnte.


Das Indoor-"Damen"-Programm
(Kennet: nimm die Sperrnummer für die Kreditkarten mit, damit du noch am 19.05.2007 bei MasterCard und Visa anrufen kannst...):

Amsterdam Diamond Center
Gassan
Coster (25%)

Wenn die noch nicht genug haben, können sie das

Shoppingboat (25%)

nehmen, dass einen von einer Einkaufsattraktion zur nächsten bringt...

Falls sie immer noch ein wenig Kultur brauchen:

Madame Tussaud's (25%)


Ich denke, dass man getrost die Damen dort abgeben kann, und somit mit mehr Ruhe uns den Rest ansehen können.

Zum Beispiel für

Kulturelles

Reichsmuseum (100%)
Van Gogh Museum (100%)
Rembrandt-Haus (100%)

Geschichtes

Jüdisches Historisches Museum (100%)
Anne Frank Haus

Architektur

Architekturcruise

Maritimes

Schade, das Schifffahrtsmuseum wird bis 2009 renoviert und ist geschlossen...

Grauzone

Historisches Amsterdam und das Rotlicht-Distrikt


Sollte jedoch schönes Wetter sein, weil Hoch "HeinBloed" kommt, dann könnte ich mir auch einen Ausflug nach

Edam-VOLENDAM
- zunächst weil der Ort nach einem Schiff von Holland America Line benannt wurde...
- weil es Holland ist, wie man es sich vorstellt: Käse aus Edam, Windmühlen, Tulpen, Fischerei auf der Halbinsel Marken...

Alkmaar
- weil ich schon seit meiner Kindheit endlich mal das Motiv in "living coulours", an dem ich mit dem Puzzle verzweifelt bin...

vorstellen.


Nun zu den Erläuterungen zu den Prozentzahlen:

Wenn Interesse an diesen Attraktionen besteht, sollten wir uns überlegen eine

I amsterdam.Card

zu besorgen.

Die Prozentzahlen in Klammern geben die Ersparnisse ein.

Die Karte gilt für 24 Stunden und kostet 33 EUR.

In den 33 EUR sind allerdings

Freie Fahrt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln der GVB (Wert 6,50 EUR)
Freie Rundfahrt mit Holland International (TUI) oder Noord-Zuid (Wert 10 EUR)

bereits inkludiert.

Und entsprechend mehrere kostenlose oder rabattierte Attraktionen.

Diese Karte gibt es anscheinend auch als AMSTERDAM CRUISE CARD. Leider konnte ich keinen Preis ermitteln, da die Information im Winter nicht durch Kreuzfahrtpersonal besetzt ist. Ich gehe davon aus, dass sie gleichviel oder einen Tick mehr kostet, weil ein Shuttle vom Cruise-Terminal zur Innenstadt inkludiert ist.

Übrigens sehr schönes Terminal:



Und sehr nah zur Innenstadt:



Rechts hinten siehst du bereits den Hauptbahnhof (ca. 12 Minuten) Fußweg.

Links geht die Straßenbahn:

10 Bahnen pro Stunde zum Hauptbahnhof (Fahrzeit ca. 3 Minuten),
davon gehen 4 Bahnen weiter in die Innenstadt (Fahrzeit ca. 5 Minuten).

Deswegen mehr für einen Shuttle zu zahlen würde sich nicht lohnen.

Falls wir mindestens 10 sind, werden auch folgende GEFÜHRTE Gruppentouren angeboten:

Amsterdam per Rad
Nachtwachentour
Mysterien Tour
Rembrandt Mysterien
Erkundung des Jordaan-Viertels
Spukendes Amsterdam
Geschmäcker sind verschieden
Architektur des östlichen Hafengebietes.

Also nun müsst ihr euch äußern, woran ihr Interesse habt.

Ich bin schon öfters in Amsterdam gewesen und weiss, was ich will oder auch nicht.

Das sind jetzt Vorschläge und wenn wir es kanalisieren können, und zu vernünftigen Preis eigene Ausflüge organisieren wollen, dann müssen wir uns mal langsam darum kümmern. Denn wir haben bereits März und in 2 1/2 Monaten ist es soweit.

In diesem Sinne:

Fröhliches Nachdenken!

Gruß
HeinBloed


29.03.2007:

Guten Morgen,

@cruisemen007: Was macht eigentlich der Preisalarm-Dienst, so wie wir ihn von der COSTA CLASSICA kennen? Zwischenzeitlich war übrigens die Reise für 269,00 EUR verfügbar, aber nur ca. 3 Tage. Und kein Ton von dir!


Mitlerweile bin ich zur Erkenntnis gekommen. Der Kommunikationsstil von Herrn K. vom Reisebüro A. aus W. ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die Ergebnisse verblüffend!

Wenn man etwas will, dann kann durchaus der Eindruck entstehen, dass er nicht reagiert. Und wenn man irgendwann sich sagt: man gibt auf, wird man eigentlich sehr positiv überrascht.


Er weiss, dass ich interessehalber die RCCL-Preise ständig beobachte und daher jede Änderung mitbekomme. Wie gesagt, zwischenzeitlich war der Preis für die Reise auf 269,00 EUR und er wusste auch, dass ich bereits bei 349,00 EUR angefragt habe, ob eine Preisanpassung möglich ist.


Umso überraschter war ich, dass ich irgendwann entdeckt hatte, dass meine Buchung bei RCCL auf Garantie umgestellt wurde.


Nun bekam ich die Nachricht, dass es sogar zu 269,00 EUR und das ohne Storno/Umbuchungsgebühren über die Bühne gegangen ist. Zwar habe ich im Moment mehr als eine Buchung und muss möglicherweise auf die Gesellschaft von Susi und Mathias K. am Tisch verzichten, weil eben meine alte Buchung mit deren Buchung verbunden ist. Aber letztendlich kann es mir egal sein, da es doch ein Agenturinkasso gibt und Herr K. ggfls. auf den Rechnungen sitzenbleibt, wenn er jongliert.

Da ich aber davon ausgehe, dass er als Geschäftsmann klug genug ist, die Reise entweder durch seine Kontakte zu RCCL oder durch neue Anfragen wieder loszuwerden, MUSS man sich einfach vom Gedanken trennen, dass es so läuft, wie man es erwarten würde.


Ich denke, dass das Ergebnis zählt.

Und solange ich nicht bei der Crew für den Preis untergebracht werde und für Susi und Mathias K. Kartoffeln schälen muss, sollte mir mitlerweile der Weg zum Ziel egal sein...

Sollte ich allerdings in der Royal Suite untergebracht werden, werde ich mir gerne erlauben Susi und Mathias K. zu einem Tässchen Tee einzuladen...

Ich bin verwundert, dass und was alles doch im Hintergrund läuft. Man muss ihm wohl einfach vertrauen, was mir als ein Control-Freak wie ich es vom Beruf her gewohnt bin, etwas schwerfällt. Wenn man allerdings "loslassen" kann und ein bisschen Vertrauen hat und mit seinem Kommunikationsstil klarkommt, dann sollte man sich durch solche Ergebnisse überraschen lassen.

Gruß
HeinBloed


03.04.2007:

O.K. Ich muss nicht in einer Crew-Kabine schlafen und auch nicht Kartoffeln schälen oder als Gentleman-Host herhalten...

In diesem Fall habe ich doch sehr gut von Herrn K. vom Reisebüro A. aus W. profitiert. Er hat sein Versprechen gehalten, dass ich zum günstigeren Preis fahren kann, wenn die Preise sinken.

Und ich bin von Kat. N auf M auf Deck 8 umgesetzt worden.

In sofern freue ich mich sehr!!!

Gruß
HeinBloed


26.04.2007:

quote:
Originally posted by cruisemen007:
@hein bloed

So! Ganz schlechte Nachricht für dich - ich bin am 19.05.07 nach AMS auch dabei - dann lernt man die Foris endlich mal alle persönlich kennen. Habe 2.Seating - wo ist denn jetzt ein allg. Fori-Treffpunkt angepeilt?


Hallo cruisemen007,

wieso sollten das schlechte Nachrichten sein???

Ich rechne noch damit, dass noch max. 3.357 weitere Menschen mit an Bord sind. Wenn jeder von denen eine schlechte Nachricht wäre...

Du fragst den falschen... Ich habe keinen allgemeinen Fori-Treffpunkt (weder Ort noch Zeit) ausgerufen.

Deswegen die Frage an alle: wird so etwas überhaupt gewünscht???

Machen wir es mal so: ich kenne mich auf dem Schiff nicht aus - und daher weiss ich leider auch nicht, wo und wann man sich treffen sollte.

Ich lege mal fest:

Am 2. Tag (Sonntag, den 20.05.2007), 10.30 Uhr,
Deck 6, Schooner Bar.

Dann können alle ausschlafen und man hat bis zum "lekker Middagessen" etwas Zeit sich kennenzulernen. Wir kommen ja erst nachmittags an und ich denke, dass manche auch gerne die Passage von Ijmuiden nach Amsterdam lieber an Deck miterleben wollen.

Wer einen besseren Vorschlag hat, kann ihn hier posten.

Vorsorglich sage ich bloß für mich, dass ich jetzt das nicht ausdiskutieren will, weil ich mich wie gesagt nicht auskenne auf der JEWEL OF THE SEAS.

Wir können es ja so halten, dass wir uns dort zunächst verabreden, um uns wieder zu verabreden...

Gruß
HeinBloed


05.05.2007:

Ta ta ta ta...

Upgrade zum Deluxe Oceanview Stateroom E1...

Was kann der gemeine sparsame Kreuzfahrer, der die günstigste Kategorie gebucht hat, mehr verlangen???

Gruß
HeinBloed


20.05.2007:

@Mathias K.

Du bist eine Tröte!!!

Hier ist Brunsbüttel:



Kein Mathias K. und kein Plakat für uns alle...

Eigentlich hast du es nicht verdient, dass wir dich daran teilhaben lassen, was du alles verpasst hast:







Was du definitiv verpasst hast: Amsterdam im Regen.

Gruß
HeinBloed


21.05.2007:

Goede morgen van Amsterdam...

wir legen gleich ab...

und Mathias K. - folgendes hast du verpasst...

Unser Abend im Choppes Grille...



Über die Performance (!!!) waren wir so begeistert, dass wir vom 2. Gang gar kein Bild gemacht hatten...

Vorher:



Nachher:





Und falls ihr Monika erwischt: Kösömö heißt danke auf Ungarisch... Die Frau einen Tag auf die COSTA CLASSICA zum Schnell-Kurs... und das Schiff hätte 5*...

Unser allererstes Handtuchtier in unserer Kreuzfahrerkarriere...



Die Enttäsuchung war jedoch groß, dass die Mitnahme im Preis nicht inbegriffen ist... und dass es aus mehreren Handtüchern besteht, die man nie wieder zu Hause zusammenbekommt...

Für alle Freunde von Bastelbögen...

oder besser: Mathias K. ist schuld, weil er ja nicht war und das Objektiv, was er mir versprochen hat, nicht übergeben konnte...

... aber so ein großes hätte es auch nicht gegeben...











Für unsere Schornsteinfans...



... für alle anderen noch ein paar weitere Eindrücke, die rund um das Passenger Terminal Amsterdam entstanden sind:













Gruß
HeinBloed


Nachtrag für Mathias K.

Bei der Ausfahrt wurde noch das Schiff gesichtet:



ROCHDALE ONE - Heimathafen Limmassol...

Da ich ja beim letzten Mal falsch lag und ein Forschungsschiff erwischt hatte... Das scheint doch ein Kreuzfahrtschiff zu sein - oder???

Mein Douglas Ward ist beim Kapitän zur Unterschrift... Ich kann selbst nicht nachgucken!

Gruß
HeinBloed


@moeve:

Die 19% MWSt. stehen schon bei den Einzelbelegen drauf...

Gruss
HeinBloed


22.05.2007:

quote:
Hallo
wie? was? Mehrwertsteuer auf der Jewel?????
Ich hab nur Gratuity drauf. Klärt mich doch mal auf
Viele Grüße
Gerd


ja, ja... so viel gefilmt und nicht alles gelesen, was in der Kabine lag...

Also Hamburg = Deutschland = EU
Amsterdam = Niederlande = EU

Daher sind alle EINKÄUFE auf dem Schiff wie ein Binnenhandel zu betrachten und daher mehrwertsteuerpflichtig.

So kosteten beispielsweise die Fotos 19,95 USD + 19% MWSt., die als TAX auf den Belegen ausgewiesen wurden.

Da hat leider RCI etwas geschlafen.

Ein Grund vermutlich, warum wir zuvor auf der COSTA CLASSICA extra eine Extrarunde über Helgoland gemacht haben, ist der Umstand, dass Helgoland ZOLLAUSLAND ist. Daher gibt es auch noch hier die sog. Butterfahrten, bei dem du zollfrei einkaufen darst.

Allerdings gilt hier die Drittlandsregelung (1 Stange Zigaretten und 1 l Sprit!)

Bei uns wurden wir jedoch hingewiesen, dass die EU-Binnenmarktsregelung gilt: 4 Stangen Zigaretten, allerdings nicht aus dem Bordverkauf. Gleiches galt für Alkohol. Im GENERAL STORE (neben dem LOGO SOUVENIRS) auf Deck 5 waren Regale abgedeckt, weil eben Zigaretten und Alkohol nicht zollfrei verkauft wurde.

Alles klar???

Wenn du also nichts gekauft hast, ist das auch nicht drin.

Gruß
HeinBloed


quote:
Originally posted by shiplover2002:

was meine liebe Gunda so alles gekauft hat und da war nichts. Sonst hätte ich doch das mit der Mwst gewußt.

...

Du mit der Pudelmütz: Ihr habt doch nur gewonnen, weil Susi so ein phänomenales Wissen (schleim , schleim) hat.


Guten Abend,

auf deiner Abrechnung steht bereits der Betrag inkl. 19% MWSt.

Guck mal lieber auf die Belege, die liebe Gunda vermutlich bereits lieber auf der Toilette "entsorgt" hat... Auf den Belegen steht ein Feld TAX und da wurden 19% auf den VK-Preis aufgeschlagen!

Deine Gunda ist in der Tat herzallerliebst, und wir müssen uns nochmals entschuldigen, dass wir den Doggy-Bag vergessen haben...

Was sagt eigentlich deine Gunda dazu, wenn du Susi so anbaggerst???

Gibt es das nächste Mal folgende Kabinenaufteilung:

Gunda + Kalli + Kennet
Susi + Gerd???

Gruß
HeinBloed

P.S. PM erhalten... gib mir ein bisschen Zeit. Wir haben auch analoge Bilder gemacht, die wir noch entwickeln lassen müssen.


27.05.2007:

So nun habe ich es endlich geschafft, meine Eindrücke und Bilder zu sortieren...

Dabei ist das hier herausgekommen.

Es ist eine pdf-Datei mit 54 Seiten = 5 MB herausgekommen.

Forum-User, die meinen Schreibstil und die Länge meiner Beiträge nicht mögen, müssen ihn ausdrücklich nicht herunterladen und durchlesen.

Es wäre schön, wenn die anderen Teilnehmer ihre eigenen Eindrücke wiedergeben, statt nur an den vorgegebenen ausdiskutieren.

Gruß
HeinBloed


P. S. Der Bericht ist übrigens ferrycruiser gewidmet.


28.05.2007:

quote:
Originally posted by Heinz Poehler:

Was mich etwas stört, ist der direkte Vergleich mit dem Freestyle Konzept bei NCL. Beides kann man m. E. nicht miteinander vergleichen.


Moin, moin,

Du hast vollkommen - beides kann man nicht miteinander vergleichen...

Der Bericht wurde ja auch speziell für einen Freund geschrieben, der eine Alternative zu NCL sucht.

Deswegen wird verglichen.

Allerdings wurde hier nur das Mittagsangebot in der Brasserie 30 beschrieben.

Dieses ist RCI's Versuch ein Freestyle Konzept während der Mittagszeit einzuführen.

Und hierbei hat mich auch nur die Diskussionen mit dem Oberkellnern bzgl. der Tischzuweisung gestört, die ich einfach bei NCL als angenehmer empfinde: Dort bestimme ich als Gast, welche Tischgröße und ob Mitreisende erwünscht sind.

Wenn ich sage, dass ich mal ungestört zu zweit essen will und sie mir sagen: wir haben Sie vorgemerkt. Kommen Sie wieder, wenn der Pager sich vsl. in 30 Minuten meldet, dann entscheide immer noch ich, ob ich vielleicht lieber in 2 Minuten an einen italienisch-spanisch-sprechenden Tisch platziert werden möchte.

Es waren lediglich die Diskussionen mit den Oberkellnern, die ich als unnötig empfand, angesprochen.

Dass ich jetzt nicht spanisch, mexikanisch, japanisch, chinesisch oder was auch immer essen konnte, war nicht Gegenstand der Kritik.

Allerdings finde ich die Alternativen weitaus charmanter, als nur 2 Zuzahlrestaurants und das Windjammer bzw. kleineren Cafés. Aber das wie gesagt, wurde gar nicht bemängelt.

Gruß
HeinBloed


So lange habe ich das spanische Programm gar nicht geguckt, um das Ergebnis zu erfahren... Mann, hast du eine Geduld...

Und auch bei uns fehlte ein Gepäckanhänger... aber irgendwie hat der Koffer den Weg zu uns gefunden... sonst wären wir alle 4 Tage mit Smoking herum gelaufen.

Gruß
HeinBloed


Egal, wer und wie es unter welchem Namen erfunden hat:

Die Umsetzung hat mir in meinem Fall auf der JEWEL OF THE SEAS nicht gefallen.

Mehr wurde gar nicht zum Ausdruck gebracht.

Und wenn NCL eben es anders gestaltet: Ein Stil, der mir mehr entgegenkommt, kann ich nur sagen: Klasse Produktmanager!!!

Produktinnovationen, die nichts kosten, außer einer zusätzlichen Frage und die dem Kunden das Gefühl geben, dass er besser behandelt wird, sind wohl die besten Innovationen, die es auf dem Markt gibt. Und wenn sie es noch geschickt vermarkten, dass der Kunde gar nicht merkt, dass er mit dem Begriff "verarscht" wird, und es nichts neues ist, dann auch noch Hut ab vor den Marketing Managern!!!

Und wenn ich dafür auch noch bereit bin mehr zu zahlen, obwohl es nichts neues ist... noch besser für NCL.

Gruß
HeinBloed


30.08.2008:

Im alten Forum waren kleine Videos nicht möglich, aber hier im Blog.

Daher reichen wir zwei Videos nach.

Hier zunächst der Service im CHOPS GRILLE.

video

Seit dem gehört für uns ein Besuch in einem Zuzahlrestaurant mit dazu.

Daher kommt für uns auch eine Reise auf einem Schiff ohne Zuzahlrestaurant auf einem VISION-Class Schiff (außer ENCHANTMENT OF THE SEAS) nicht in Frage.

Leider ging es im Hauptrestaurant nicht genauso nett ab. Die Auffüllerei am Morgen, bis dass der Tisch voll belegt ist, bevor der Service beginnt, ist nicht unsers. Deswegen: schöne Hardware - aber die Software???

Hier sieht man an der Fahrt im gläsernen Aufzug, wie toll die Hardware ist...

video

In diesem Sinne:

Gruß
HeinBloed

7. COSTA CLASSICA



Costa Crociere
17. - 19.05.2007
Hamburg - Esbjerg - Hamburg



52.950 t
Fincantieri, Italien
1992
1.308 Passagiere (UB)
3*+, 1.368 Punkte
(Stand 2007)


Auszüge aus eigenen Beiträgen im cruise-chat.com.
Auf das Kopieren fremder Beiträge (= direkte Reaktionen) wurde verzichtet.
Daher bitte um Verständnis, wenn Teile als zusammenhangslos wirken.
Im "Dialog" finden sich alle ursprünglichen Beiträge hier:
http://cruise-chat.com/eve/forums/a/tpc/f/1861047722/m/1811080213?r=1811080213#1811080213


18.05.2007:

Moin aus Esbjerg,

hier meldet sich HeinBloed live von der COSTA CLASSICA...

Anbei ein paar erste Eindrücke:


Nie wieder COSTA




Es war eigentlich ein tolles Gefühl… nur um sie hautnah zu erleben, einen Tag eher anzureisen, insgesamt 209 EUR für ein Hotelzimmer inkl. Essen + 1 Urlaubstag investiert zu haben, zeigt doch eigentlich mit welchen hohen Erwartungen man eigentlich auf eine solche Reise geht… Die Pre-Cruise war also teurer als die Cruise selbst…

Ich kann alle verstehen, die geschrieben haben: „Nie wieder MSC“ – und aus der kurzen Reise mit MSC OPERA schließen, dass sie nie wieder MSC fahren würden.

Nach meinen Erlebnissen auf der MSC MUSICA kann ich es nicht nachvollziehen, aber ich war ja auch in Kiel nicht mit dabei.

Wenn man jedoch bedenkt, dass ich mir ernsthaft überlege, in Esbjerg bereits wieder von Bord zu gehen und mit der Bahn zurückzufahren, so tue ich dieses nur, weil es bei der CARNIVAL-Tochter COSTA dieses Urlaubsgarantieversprechen nicht gibt, dass man die Restsumme seiner Kreuzfahrt + Flugticket zum Ausgangsort bekommt.

Nie wieder COSTA –

… ist der Ausgleich im Forum, dass es bereits „Nie wieder MSC“ gibt, um die Neutralität zu wahren und zu signalisieren, das passiert woanders auch – und vielleicht anders… (es gibt nur einen stillen Mitleser, der hinterher wieder sagt: Nie wieder MSC und COSTA, sondern bloß X…).

Steigen wir aber mal bewusst in die Diskussion MSC vs. COSTA wieder ein und gehen zuerst auf die Gemeinsamkeiten:

Sie schleudern beide nicht den Salat anständig genug, so dass der Salat immer verwässert ist…

Sie haben wohl den gleichen Rindfleischlieferanten, den dieses Stück Rind kannte ich irgendwie schon von meiner letzten Kreuzfahrt mit MSC…



Die Hälfte habe ich davon gegessen, dabei liebe ich Entrecôte…

Man kann bei beiden sehr früh den Koffer loswerden…

Beide haben den SPA-Bereich an den gleich teuren Unternehmer verpachtet…

Beide sind italienischer Herkunft…

Und beide haben die Marotte schon abzuräumen, wenn andere am Tisch noch am Essen sind:



Wollen wir es dabei belassen.

Die Anreise klappte eigentlich ganz gut. Dafür, dass ich mich zunächst verirrt habe, weil die Zufahrt zum Hamburg Cruise Center mal wieder geändert wurde, dafür kann ja nun COSTA nichts.

Kurz nach 12.00 Uhr konnten wir bereits die Koffer loswerden. Die Tatsache, dass ich meine Gepäckanhänger nicht auf Anhieb finden konnte, gestaltete sich nicht zum echten Problem, weil Hostessen von COSTA mich sofort mit neuen Etiketten versorgten. Nur die Qualität schwankte, während mir eine Hostess sagte, dass der Check-in um 12.30 Uhr beginnt und ich keine Einschiffungsnummer bekam, erhielt oppis die Auskunft, dass es um 14.30 Uhr beginnt und auch direkt eine Einschiffungsnummer. Die Aussicht, sich schon um die wenigen Plastikgartenstühle zu schlagen, veranlasste uns lieber in Hamburg noch essen zu gehen, statt als erster an Bord zu kommen und sofort das Büffet zu stürmen… Eine weise Entscheidung.

Um 14.30 Uhr sind wir wieder da. Zwischenzeitlich wird Einschiffungsnummer 25 vergeben.

Eine Horde von Menschen drängelte sich links zum Ausgang.

Nirgendswo Check-in-Schalter, so wie wir es bisher von MSC und NCL kennen.

Stattdessen, ein Host, der mit dem Megaphon die Einschiffungsnummer durchruft.

Als es so weit ist, müssen wir uns den bösen und fragenden Blicken stellen: wieso haben die eine so niedrige Nummer??? Auch die Tatsache, dass wir zu viert eine Nummer haben, führt wohl beim Durchlass zu gewissen Irritationen.

Man gibt seine ausgefüllten Coupons ab (NEIN – es gibt kein Online-Check-In… - man füllt in der Tat FORMULARE aus… dafür hat man auch ein chickes Ticket-Buch!!!).

Wir werden weitergeschoben… und wir haben Glück, dass es nicht im Gegensatz zum Vortag wie aus Kübeln schüttet…



Am unangenehmsten finde ich es jedoch auf dieser Rampe zu stehen.

Wir werden vor der Rampe schon auf unsere Identität geprüft…

… und nach der Rampe…

und es gibt nur eine einzige Gepäckdurchleuchtung… wobei man sich nicht so sonderlich für die Inhalte der Jacken interessiert…

Es steht jeweils nur rechts und links ein Steward, der kurz auf die Kabinennummer guckt und rechts oder links zeigt und dann jeweils vor den Fahrstühlen, die dann einem zeigen, in welchem Gang die Kabine liegt…

Der Weg zu den Treppenhäusern und das Treppenhaus selbst, lässt in mir nicht das Gefühl aufkommen, dass ich auf einem Kreufahrtschiff sein soll. Alles ist kalt, steril… irgendwie komme ich mir vor, als ob ich einem Hamburger oder Frankfurter Bürohochhaus bin…



Unsere Kabine finden wir und es gibt wieder eine separate Lochcodekarte für die Kabinentür, die unverschlossen ist und wo unser ganzes Gepäck schon steht.

Auf dem Bett sind unsere Bordkarten, unser Gutschein für den On-Board-Credit, unsere Tischkarte und das Tages-/Ausflugsprogramm…



… und der Albtraum jeder Kreuzfahrt: 1 Decke für 2!

Zum Glück waren es zwei Matratzen… Aber das Problem mit der Decke wurde sehr schnell von unserer sehr netten Stewardess gelöst…

IST DAS ALLES???

Ein Gefühl, dass wir willkommen sind und auf eine (Mini-)Kreuzfahrt gehen, mag immer noch nicht aufkommen…

Wie schön war es bei MSC in GENUA (keine Ahnung wie es in KIEL war…):

Im Cruise-Terminal bekamen wir unsere Einschiffungsnummer – dann ging es zum Check-in. Man wurde fotografiert, bekam seine Bordkarten, die Programme, um die Wartezeit zu überbrücken, die Kreditkarte wurde OHNE ZUSÄTZLICHES FORMULAR eingelesen.

Im Warteraum informierte man sich schon über das Ausflugs-, Getränke- und Spaprogramm und man bekam etwas kostenlos zu trinken, auch wenn keiner den Saft mochte… aber man bekam etwas.

Der Bordfotograf macht Aufnahmen ohne die Matrosen mit Rettungsring…

Hier gab es nur die Horden.

Man kam in kleinen Gruppen an Bord, ohne im Ernstfall wirklich nass zu werden, falls es geregnet hätte…

Und im Schiff waren Hostessen da, die einen willkommen hießen und Stewards, die einem zum Fahrstuhl oder zur Kabine begleiten und einem ggfls. das Handgepäck abnahmen…

… und hier bei COSTA in Hamburg soll das alles gewesen sein?

Ohne wirklich angekommen zu sein, fangen wir an das Zimmer zu inspizieren.

Irgendwie haben wir den Eindruck, dass das Schiff zurecht verkauft werden soll und man jetzt schon keine Lust hat etwas zu machen.



Nur zwei Programme mit sauberem Bild, sonst nur so.



Tapeten, die sich von der Wand lösen wollen…



Die Tür“griffe“ besser Tür“ösen“, die sich schon lösen, deswegen besser Tür“lösen“…

oder nur mit Gewalt sich schieben lassen…



Eine Minibar, nach dem sie aufgeschlossen wurde, aus der Verankerung rauswill…



Ein WC-Sitz, der eher noch aus DDR-Zeiten stammt, als es noch Leuna, Buna und Plaste und Elaste aus Schkopau gab…



Richtig GROSSE Beschädigungen der Sanitär-Keramik…



Eine Klimaanlage, aus der es wie Hechtsuppe zieht, und die wir selbst mit Hilfe einer Wäschereitüte und Pflaster abkleben…

Das, was wir hören wollen, z. B. die Ansagen der Lautsprecher hören wir kaum, weil unser Lautsprecher defekt ist.

Und das was wir nicht hören wollen, unsere Nachbarn und alle Transitpassagiere im Flur umso mehr. Aber es ist nicht weiter schlimm, dass wir die Ansagen nicht hören.

Irgendjemand ist immer gerade im Flur unterwegs, der es einem Schwerhörigen erklärt, was gerade angesagt wurde. Deswegen fühlen wir uns nicht schlechter informiert!

Steckdosen sind Mangelware. Es gibt eine Doppelsteckdose unter dem Schreibtisch.

Unter Doppel sollte man einen US-Flachstecker und einen 2-Pol-Eurostecker verstehen. Aus dem US-Flachstecker-Steckdose kommt Strom und aus dem anderen nicht, wobei uns das egal ist, da wir Dreifachsteckdose und US-Adapter grundsätzlich auf allen Kreuzfahrten mitführen.

Es gibt aber auch positives aus der Kabine zu erwähnen:

Unsere Kabinenstewardess und ihr Supervisor… Als ich nicht bekommen habe, dass der Code für den Safe geändert wurde… hat sie sofort den Supervisor gerufen, der sofort gekommen ist. Und die Bedienung des Kabinenlichtes vom Bett aus! Wir sehen uns dann auf dem Schiff um und versuchen unsere Kreditkarte registrieren zu lassen.

Es ist nicht möglich: Wir sollen später wiederkommen.

Als wir wiederkommen: NUR MIT FORMULAR.

Als ich wissen will: Servicegebühren pro Nacht oder Tag:

Die 1. Mitarbeiterin meinte pro Tag = 3 x 6 EUR
Die 2. Mitarbeiterin meinte pro Nacht = 2 x 6 EUR

Streichungsmöglichkeit: nein.

Aufteilung: Das Geld bekommt die Reederei und sie teilt es nach ihrem Ermessen auf.

Ich bestehe auf einen Schlüssel:

Man wisse es nicht.

Wer ist der Chief-Purser…

Das wüsste sie auch nicht…

Die Herzlichkeit und Freundlichkeit unserer Rezeptionsdamen von der MSC MUSICA vermisse ich doch sehr.

Wir entdecken auch schöne Ecken im Schiff:

Die Lounges sind alle sehr schön eingerichtet. Wegen der kleinen Luken jedoch nicht so hell und leider ohne Ausblickmöglichkeiten auf Deck 9.

Das SB-Restaurant erinnert doch sehr an unsere Kantine.



Da wir zum ersten Mal mit COSTA fahren, gehen wir zur gemeinsamen Ein- und Ausführungsveranstaltung…

Sehr schön das Colosseo… z. B. die Wandmosaiken:



Weniger schön, solche Sitze…





Man rutscht immer weiter… so eine Schieflage…

Die Veranstaltung wurde von der sächsischen stellvertretenden Kreuzfahrtdirektorin geleitet, die aber selbst sagt, dass sie es nur macht, weil der Kreuzfahrtdirektor nicht eine Stunde lang einen Vortrag in Deutsch halten kann. Ich komme allerdings zur Erkenntnis, ob der italienische Einschlag nicht netter gewesen wäre, als ihre Nervosität und Kaffeefahrtmentalität bei ihrem Vortrag…

Vor allem man bekam direkt Instruktionen über Dos und Don’ts (aus dem englischen to do - Sachen, die man unbedingt machen und unterlassen sollte)…

Dos

Bitte bewerten Sie immer mit der Höchstnote.

Das Personal gibt ihr Bestes und die Deutschen wären immer viel zu bescheiden und noch zu verstehen, wie gut das Personal sei… und man würde als einfacher Kreuzfahrer gar nicht verstehen, was die Höchstnote für das Personal bedeuten würde und es wäre ja eine Übersetzung aus dem Englischen, die in Deutsch einfach zu bescheiden ausgefallen sei.

Don’ts

„Bitte nehmen Sie davon Abstand, das Schiff und die Einrichtung (Hardware) oder beispielsweise die Show zu bewerten. Das sei doch eine individuelle Geschmacksfrage, wenn Ihnen beispielsweise der Teppichboden nicht gefällt…“

Die Seenotrettungsübung läuft zum Glück nur in 3 von 5 Sprachen ab… Aber bisher kann niemand in der Professionalität dieser Seenotrettungsübungen, die wir bisher gemacht haben, NCL schlagen!

Das Auslaufen in Hamburg ist sehr schön, aber sehr kalt und windig… aber dafür kann COSTA nichts…

Kommen wir zum Abendessen, dass in einer lauten Sauna stattgefunden hat.

Am 11er-Tisch erwarten uns die anderen aus dem Forum. Der Maitre interessiert sich eigentlich nur für oppis, weil sie voravisiert wurde. Deswegen bekommt auch nur sie Wein am Tisch spendiert…

Es gibt wohl ZUSÄTZLICH NUR FÜR UNS (nicht an anderen Tischen) Parmesan und Käse.

Das der Maitre mich nicht mochte, war sofort klar: Ich habe ja auch sofort gefragt, ob die Klimaanlage nicht funktioniere und ihn gefragt, wie das Service-Konzept von COSTA im Restaurant läuft… Zumindest die Frage nach einem Weinkellner verhalf uns immerhin dazu, dass wir schon mal EINE Weinkarte für 11 Personen bekommen haben… So konnten wir uns etwas die Wartezeit überbrücken.

Eine Alternative gibt es übrigens nur in der Form des Kabinenservices gegen 2 EUR Aufschlag… aber wenn Douglas Ward, der übrigens sehr Recht hat, was die Bewertung betrifft, es schon nicht mochte…

Der Hilfskellner nimmt nur die Bestellung von oppis auf und verschwindet.

Irgendwann kommt er wieder und wir geben nach dem 1. Gang auch unsere Getränkebestellungen auf. Bevor er das 3. Paar aufnehmen konnte, wollte er bereits verschwinden, aber uns ist es gelungen ihn doch irgendwie festzuhalten.

Serviert wurde immer erst, nach dem bereits unterschrieben wurde, während an anderen Tischen am Schluss abgerechnet wurde.

Auch empfiehlt es sich seinen eigenen Korkenzieher mitzunehmen, weil man ggfls. sonst den ungeöffneten Wein nicht trinken kann…

Sehr schön: auch der Umgang mit dem Tablett war fremd für ihn.

Bevor hier das Besteck eingeräumt wurde…



standen hier noch die vollen Biergläser drin… so wurden sie von der Bar rübergetragen.

Abräumen war später auch nicht seine Stärke. Es ging Tellerweise. Die Hauptkellnerin hat ihn dann später zum Teufel gejagt…

Es sollte sein erster Einsatz gewesen sein, hat sie sich entschuldigt. Er kann nichts dafür. Er kann nur so gut sein, wie man ihn geschult hat. Sie scheint es aber nicht gewesen sein, weil sie alles mehr oder minder alleine geleistet hat.

Was mir sehr gut gefallen hätte…

Die Showeinlagen…



Hier wird so schön mit den Servietten gewunken…



Hier werden die Damen zum Tanzen aufgefordert…



Hier wird Polonaise getanzt…



Hier wird beispielsweise die 4 m lange Deckenleiste von den Kellnern heraus getragen,…



… die sich hier in der Decke gelöst hat. Zum Glück war es ein ovaler Tisch und der Tisch nur in seiner Diagonalen Längstseite getroffen: Kein Personenschaden..

Ich hätte wahnsinnig gerne mitgemacht…

zumal ich den Vorteil hatte, direkt unter dem Lautsprecher zu sitzen und alles VOLLE DRÖHNUNG abzugekommen…



und daher sehr gerne an der Polonaise teilgenommen hätte, um nicht taub zu werden…

aber die anderen konnten daran teilnehmen, weil sie bereits gegessen hatten und schon ihre Desserts schon hatten und Platz war, weil ein Teil der Gäste bereits in der Show für die 2. Tischzeit war, die bereits angefangen hatte, während wir noch auf 2/11 Essen warteten…

Jetzt noch in Kürze meine

Dos (vom englischen to do - Sachen, die man unbedingt machen sollte):



Spaghetti!!!



Raclette



Orangensorbet

Don’ts (aus dem englischen to do - was man keinesfalls machen sollte...)

Neben dem Rind…

auch dieser Tapetenkleister:



Hühnercremesuppe – auf anderen Schiffen eigentlich meine Lieblingssuppe

Die Schieflage lag am Löffel, der unter der Suppentasse lag, als serviert wurde. Es war nicht der Seegang!

Kommen wir zurück zu

Nie wieder COSTA…

Wir haben Glück:

am Tisch sitzen Trockenschwimmer und seine Frau aus dem Forum, die frisch von der COSTA EUROPA kommen.

Sie bestätigen uns: Auf der COSTA EUROPA war alles komplett anders.

Und deswegen denke ich lieber Forumskollegen, die auf der MSC OPERA waren.

Aus der kurzen Schnupperfahrt zu schließen, dass es die gesamte MSC Flotte- und das gesamte MSC Personal betrifft, wäre verkehrt.

Für mich steht daher nur fest:

Nie wieder COSTA CLASSICA,

wenn nicht hier dringendst an der Hardware etwas gemacht wird…

… und man sich Gedanken über das Servicekonzept macht…

Ich denke schon, dass die vielen positiven Erfahrungen von wurxel, karo, manze, luigi usw. so verkehrt nicht sein können, um nicht mal zu sagen:

Nicht zwar sofort – aber irgendwann: neues Schiff, neue Crew, neuer Service, neues Glück!!!

In diesem Sinne:

HeinBloed

live von der COSTA CLASSICA
kurz vor Esbjerg am 18.05.2007

Und wer mir nicht glaubt, weil alles so unglaublich klingt:

Ich bin HeinBloed – nicht Käpt’n Blaubär!!!

Und an Bord sind noch oppis, die-zwee, shiplover2002 und Trockenschwimmer…

aber jeder hat ja bekanntlich unterschiedliche Wahrnehmungen…

Das sind MEINE GANZ PERSÖNLICHEN Wahrnehmungen, Rückschlüsse und Konsequenzen.

Bevor jemand etwas storniert oder umbucht: lest euch nochmals gründlich die Berichte der anderen durch und wartet noch die Kommentare der anderen ab.

Ich will nicht, dass ihr storniert oder umbucht, sondern ich will, dass COSTA das liest und bei eurer Cruise alles anders und besser läuft!!!


Schöne Grüße von
HeinBloed
oppis
shiplover2002
die-zwee
Trockenschwimmer


19.05.2007:

Moin, moin,

zwischen Landungsbrücke und Cruise Center...

bereits mit Sichtkontakt mit der JEWEL OF THE SEAS (ca. 20 Minuten hinter uns), DRESDEN (an den Landungsbrücken), DELPHIN VOYAGER (an der Überseebrücke) und HANSEATIC (bei Blohm und Voss)...

Der 2. Teil unserer COSTA CLASSICA-Reise:


Nie wieder COSTA (2. Teil)



Der Tag begann zunächst einmal (allerdings ohne Zutun von COSTA) sehr vielversprechend:



Leider war es wettertechnisch der einzige Höhepunkt. Für einen längeren Verbleib in Esbjerg war es schlicht viel zu kalt und windig…

Die Freude über den Sonnenaufgang wurde jedoch direkt beim Frühstück wieder jäh zerstört.

Derjenige im Restaurant, der den Platz anweist, sollte zumindest schon wissen, welche Plätze frei sind und nicht immer im letzten Moment von den Kellnern wieder weggescheucht werden…

Dann kann man ja eigentlich auch selbst suchen…

… und wenn es Speisekarten gibt, aus denen ausdrücklich drin steht, dass neben einem Frühstücksbüffet auch Speisen angeboten werden, die am Tisch serviert werden, will ich eigentlich auch nicht ausdiskutieren, warum ich mich doch anstellen sollte, um sie am Büffet zu holen…



O. K. eine amerikanische Konzernmutter bedeutet nicht zwangsläufig, dass auch die Kompetenz für die Herstellung von Pfannkuchen mitgegeben wurde…



Im Gegensatz zu einem gekochten Ei, das man natürlicherweise nicht vorher würzen kann, bedeutet es nicht, dass man die Chance nutzt, das rohe Ei, nach dem es aufgeschlagen wurde, auch zu würzen…

Hier kommt wieder die Gemeinsamkeit mit MSC:

Beide sollten wirklich ihr Frühstücksangebot OPTIMIEREN!!!

Sowohl qualitativ and auch von der Vielfalt her.

Insbesondere, wenn man eine Kreuzfahrt macht, die sich fast zu 99% auf den deutschen Markt ausgerichtet ist.

Und die weitere Gemeinsamkeit: der gemeinsame schlechte Geschmack für Frühstückssäfte – bäh… wobei man hier noch den Eindruck hatte, dass hier alle Sirups gemischt wurden, um einen farblich interessanten Saft entstehen zu lassen…der dann abends beim Captain’s Cocktail als Fruitpunch serviert wurde, weil er wohl nicht vollständig serviert werden konnte…

Es gab aber auch Bereiche, in denen COSTA die Nase vorne hatte: Das Foccacia-Brot: köstlich!!!

Und solche, in denen die MSC mittlerweile die Nase vorne hatte: Die Hygiene!!! Es gibt auf diesem Schiff nicht einen einzigen Sanitizer!!! Schon gar nicht im SBRestaurantbereich oder beim Einsteigen, wo es meiner Meinung nach, absolut notwendig wäre.

Zum Landgang kam zunächst eine Verspätung von mehreren Stunden. Ankunft war erst um 11.00 Uhr. Wir haben davon als Nebensatz in der Einführungsveranstaltung erfahren, allerdings ohne Angabe von Gründen und nur als Hinweis, dass wir uns nicht wundern sollten, dass im Tagesprogramm andere Zeiten angegeben seien, als im Katalog…

An Land wurden wir gefragt, welche technischen Schwierigkeiten wir gehabt hätten, die zu dieser Verzögerung geführt hätten… hieran konnte es kaum liegen:





Man hat sich nicht mal mehr die Mühe gemacht, solche Schäden zu verstecken…

Das war öffentlich ausgestellt…

Da es an Ansagen mangelte, wann die „freien“ Passagiere von Bord dürfen, versammelte sich natürlich alles um 11.00 Uhr vor dem Ausgang…

Ein Teil hat das Schiff nicht verlassen, weil beispielsweise gar nicht bekannt war, dass man den Weg zur Stadt gar nicht zu Fuß zurücklegen muss, sondern ein kostenloser Shuttle zur Verfügung steht…

NEIN – Ich habe nicht Copy + Paste aus dem „Nie wieder MSC“-Bericht gemacht… Wieder etwas, was beide teilen: Warum diese Informationspolitik?

Man hatte nicht wirklich den Eindruck, dass man die Restaurantzeiten, den neuen Ankunfts- und Abfahrtszeiten angepasst hatte.

Wir waren aufgrund der Kälte um 13.30 Uhr bereits zurück: Das Hauptrestaurant bereits seit 13.00 Uhr geschlossen. Und im SB-Restaurant (ohne Sanitizer!!!) wurde bereits um 13.30 Uhr das Büffet abgebaut. Auf der einen Seite wurde zwar ein Nachmittagssnackbüffet aufgebaut… Dort wurde man um 13.28 Uhr verjagt, dass man die andere Seite benutzen möge… Dort wurde aber um 13.30 Uhr abgebaut, so dass man auch wieder verjagt wurde…

Nur unsere Tischstewardess Olena, die zu dieser Zeit am Pasta-Büffet Dienst tat, gab uns den Tipp schnell unseren Dessert-Teller aufzuhäufen, bevor es in den nächsten Minuten abgebaut wird…

Jede Bahnhofshalle ist zuglufttechnisch gemütlicher: Abgesehen von den schicken ICEs, die durchfahren, hat es die Deutsche Bahn schon geschafft, selbst in ihren zugigsten Bahnhofshallen Ecken zu errichten, wo man zugluftfrei eine Mahlzeit zu sich nehmen kann und wo man auch etwas zu trinken bekommen kann…

Wir haben es in 30 Minuten nicht geschafft, die Aufmerksamkeit der Getränkekellner auf uns ziehen, um etwas zu bestellen…

Lediglich diejenigen, die das Büffet abbauen wollten und diejenigen die das Büffet noch nicht eröffnen wollten, haben uns mit ihren bösen Blicken signalisiert, dass wir schon aufgefallen sind…

Der Nachmittag verläuft sonst recht ruhig. Große, für uns interessante Angebote, werden nicht angeboten.

Der Captain’s Cocktail ist schnell erzählt, weil ich nichts erzählen kann, weil die Akustik in der Lounge so schlecht ist, dass man nichts versteht, was gesagt wurde…

Mein Douglas Ward-Führer wurde unterschrieben und zweimal wurde ich bereits vom Captain gefragt, ob alles in Ordnung ist… aber soll ich es ausdiskutieren, wenn andere Gäste dabeistehen???

Nun fangen wir mit dem Fazit des Abendessens an:

Trotz Gala sind wir so ziemlich die einzigen im Smoking, was uns nicht stört…

… und die letzte Frage am Abend zu unserer Olena lautete: „Is this the COSTA CLASSICA???“

Kurz: ALLE, absolut ALLE Kritikpunkte vom 1. Tag wurden abgestellt:

Wir hatten unsere Olena + 2 Hilfskellner.

Der Service war wie in einem Sternelokal!

Ich habe es ein einziges Mal geschafft, mir selbst meine Dose Cola nachzuschenken!!!

Der Hilfskellner von gestern hat wohl einen Schnellkurs im Servieren und vor allem im Abservieren bekommen.

Zwischen dem 1. am Tisch und dem letzten am Tisch lagen maximal zwei Minuten.

Es war ein SEHR GUTER Service.

Warum nicht EXZELLENT (die höhere Steigerung des Fragebogens, den ich nicht mochte, weil dämliche Fragen und Antwortmöglichkeiten…)?

Nun es gab kostenlosen Wein für alle am Tisch und wenn dem Maitre aufgefallen wäre, dass ich gar keinen Wein getrunken habe, dann wäre es eine nette Geste gewesen, mir zumindest eine Cola nicht zu berechnen…

… und man sollte vielleicht auch dafür sorgen, dass man nicht den Eindruck hat, dass man die Kritik doch nutzt, um sich zu rächen:



Mein Salat wurde nämlich ohne Dressing serviert… aber knochentrocken… ohne ein Tropfen Wasser in der Schale… man könnte meinen, dass er „extra dry“ geschleudert wurde…

Aber insgesamt nochmals die Zusammenfassung von COSTA:

Wir können auch anders!!!

Das habt ihr uns toll bewiesen – Klasse – Bravo!!!

Aber warum nicht schon am 1. Tag???

Zum Essen selbst: Das war klasse!!! Nette Auswahl. Kein Hummer beim Gala. Aber trotzdem nicht schlecht:



Joghurtsuppe



Ente à l’Orange – leider nicht ganz so schön wie bei NORWEGIAN DREAM, wobei hier das Angebot im Zuzahlrestaurant erbracht wurde…



Krebsscheren…

Und etwas für die Freunde von der MSC MUSICA zum Mitlesen…



Pasta – leider nicht ganz so gut, wie am Vortag die Spaghetti



Risotto – die Menge ist genau richtig für einen Zwischengang…

Nur gemeinsam mit MSC – wie wäre es mit ein wenig mehr Liebe bei der Dekoration???

Ein Sellerieblättchen???

Was wiederum bei MSC besser ist:

Die BAKED-ALASKA-Parade. Die Bilder erspare ich mir… man hätte sowieso nichts erkennen können. Eine bunte floureszierende Stabtaschenlampe kann leider keine Wunderkerze ersetzen:



Und bevor wir den Küchenbereich verlassen…

Auch die Galley-Tour inkl. Büffet war klasse!!!



Was jedoch die Gemüseschnitzereien betrifft, hat auch hier MSC die Nase vorn!

Nun was den Gesamteindruck der Reise betrifft:

Nie wieder COSTA –

kann ich mir im Moment nicht vorstellen…

1. weil es viel zu viele Meinungen gibt, wie toll es ist…
2. weil wir selbst sehen, dass es anders geht und man so eine Reise eher unter Ausnahmen ablegen sollte.

Schade, dass ihr auf einer Schnuppertour es verpasst habt, zu punkten…

Da hat NCL die Nase vorne!!! Kein Wunder, dass vsl. 6 Mini-Cruises 2008 in Europa angeboten werden…

Nie wieder COSTA CLASSICA –

So toll wie euer Service an einem Abend im Restaurant war – so toll müsste der Service überall sein!!!

Dafür war die Qualität zu stark schwankend!!!

Schade, dass die Zeit während unseres Landganges nicht genutzt wurde, um 1. unsere Kabine zu renovieren… (Das lag mit Sicherheit nicht an unserer Kabinenstewardess Johayma, die eine Perle ist…) 2. um die Mitarbeiter an der Rezeption auszutauschen…

Das sind Ihre Visitenkarten!!! Die sollen dem Gast das Gefühl geben, ihre Probleme zu lösen und Antworten auf offene Fragen zu geben. Weder die bewiesene (In-)Kompetenz – noch die fehlende Freundlichkeit und die vermisste Herzlichkeit – würden mir ein gutes Gefühl geben, lange es auf dem Schiff auszuhalten.

Im Sinne des „Nie wieder MSC“-Berichtes kann ich mich nur in einem Punkt anschließen:

Chance vertan – was den Gesamteindruck betrifft.

Riesen-Chance ergriffen – was den Eindruck betrifft, die Anliegen der Kunden ernst zu nehmen und zu reagieren.

Chapeau nach Neu-Isenburg!!!

Aber vom Fazit sehe ich es anders und denke, dass ihr es auch für die MSC anders sehen solltet und es nochmals mit einer anderen Route, anderem Schiff und anderer Crew es wieder versuchen solltet.

Ich werde es für COSTA auf jeden Fall machen… Irgendwann, irgendwo… (Anmerkung Stand Januar 2009: Wir sind auf der COSTA VICTORIA im November 2009 gebucht: 7 Tage Östliches Mittelmeer - dann gucken wir uns das ganze nochmals an)

Gruß
HeinBleod


P.S. Mein letzter Gruß gilt allen Garfields (allerdings ausdrücklich NICHT UNSEREM Garfield)! Habt ihr mit euren Krallen die Spuren in den Fahrstühlen hinterlassen? Vandalen haben hier auf einer Kreuzfahrt nichts zu suchen!!! Vatertag hin oder her! Überzogener Alkoholkonsum hin oder her!!! Aber, dass man die Fahrstühle so demolieren muss, dass heute beim Ausschiffen nur noch 50% der Kapazitäten zur Verfügung stehen, finde ich persönlich (sorry für den Ausdruck): ZUM KOTZEN!!!

Bleibt das nächste Mal an Land!!!


Große Überraschungen??? Eindeutig ja!!!

Es geht auch anders!!!

Gruß
HeinBloed

... und schön euch kennengelernt zu haben:

die-zwee...

Trockenschwimmer, oppis und shiplover2002 kannte ich ja bereits vom Lande...


Hallo nochmals aus Hamburg.

Seit wenigen Stunden befinden wir uns auf der JEWEL OF THE SEAS...

Wir treffen so viele bekannte Gesichter von der COSTA CLASSICA, die umgestiegen sind...



... und so denken wie wir: Es geht doch auch anders:



Hier fühlte man sich willkommen und zum Urlaub abgeholt... Kein Gefühl wie auf einer England-Fähre.

... und last not least:

Das war unser Vandale:

.

So etwas muss wirklich NICHT sein.

Gruß
HeinBloed,
der jetzt wohl schnell die COSTA CLASSICA aus seinem Hirn streichen wird... und endlich auf Urlaub geht...


21.05.2007:

Wir verstehen jetzt alles!

Hier haben wir ehemaliges COSTA CLASSICA-Personal kennengelernt:

COSTA CLASSICA ist das "Strafgefangenen-Lager" von COSTA.

Nur wenn man schlecht war, bekommt man wieder ein Vertrag fuer die COSTA CLASSICA angeboten.

Die Manager, die umsatzabhaengig arbeiten, und sehr gut sind, weigern sich auf die COSTA CLASSICA zu gehen...

Gruss
HeinBloed


22.05.2007:

quote:
Originally posted by Rhein:

NIE WIEDER SCHNUPPERKREUZFAHRTEN


Sicherlich NEIN!!!

NCL machen wir jetzt im Oktober die 3. und ich hätte auch schon die 4. auf der NORWEGIAN JUWEL gebucht, wenn sie nicht umgerechnet über 300 EUR für zwei Nächte kosten würde.

Wir werden auch unsere nächsten Reisen alle NICHT absagen, und uns abschrecken lassen, neue Schiffe kennenzulernen.

Wenn du dich am Schluss einer Mini-Kreuzfahrt als einige der wenigen Punkte darüber ärgerst, dass du nicht direkt an Bord wieder buchen konntest, dann hat der Anbieter offensichtlich etwas richtig gemacht...

Und das ist bislang eigentlich fast 100%-ig nur NCL gelungen. Wenn wir unsere Testphase abgeschlossen haben, stehen sie ganz weit oben auf unserer Liste.

Gruß
HeinBloed


quote:
Originally posted by Tinki:
Von der Hardware her scheint es mir ein bisserl gemein zu sein, die alte Costa Classica mit der neuen MSC Musica zu vergleichen.


Mit Sicherheit wurde der Vergleich nicht zwischen der COSTA CLASSICA (Indienststellung Janaur 1992 - Bewertung lt. Ward 3+* = 1.368 Punkte) und der MSC MUSICA oder NORWEGIAN PEARL gezogen, sondern mit der

NORWEGIAN DREAM (Indienststellung Dezember 1992, gerade mal 11 Monate jünger als die COSTA CLASSICA - aber ähnliches Schicksal, dass die "letzte Stunde" schlägt - Bewertung lt. Ward 3+* = 1.381 Punkte)

LILI MARLEEN (Indienststellung August 1976!!! - heute RUBY - OCEAN COUNTESS - Bewertung lt. Ward 3* = 1.171 Punkte).

Die Lounges waren alle in einem sehr guten Zustand. Bloss dort schlafe ich nicht.

Ich lege schon Wert darauf, dass auf einem Schiff, dass damit beworben wird, dass 2001/2002 komplett renoviert wurde, meine Kabine nicht so aussieht, als ob sie seit 1991 nicht mehr renoviert wurde.

Deswegen: es hat definitiv kein Vergleich zwischen der MSC MUSICA und COSTA CLASSICA gegeben!

Die Kabinen auf der NORWEGIAN DREAM und LILI MARLEEN waren eindeutig in einem besseren Zustand, als auf der COSTA CLASSICA.

Gruß
HeinBloed


quote:
Originally posted by Wurxel:

@HeinBloed: das mit dem "Straflager" für die Crew verstehe ich nicht ganz. Einige meiner Bekannten sind schon auf der Classica gelandet - und die waren eigentlich alte Hasen und durchaus routiniert.

...

Was die Schulung des Personals betrifft, mich stört es nicht gravierend, wenn einer mal von der falschen Seite abserviert - wie gesagt, ich erwarte mir ja nicht den Service eines Haubenlokals.


Servus!

Zum 1. Punkt:

Wir haben uns wie gesagt mit einem Mitarbeiter unterhalten, die keine Lust mehr hatten, seine Verträge bei COSTA zu verlängern und uns versucht haben zu erläutern, warum wir es so erlebt haben.

Insbesondere bei den guten Führungskräften ist die COSTA CLASSICA unbeliebt. Und wenn nur die "schwächsten" Führungskräfte auf das Schiff kommen... wie kann dann die Mannschaft unter der Leitung über sich hinauswachsen.

Kleiner Exkurs: Deinen "Lieblings"kellner haben wir leider nicht gefunden!!! Sorry. Die haben mich schon für "bekloppt" erklärt, wenn ich (gelegentlich ohne Brille) mit der Nase an deren Namensschilder gekommen bin, um den Namen zu identifizieren...

2. Es ging nicht darum, ob wir von rechts oder von links bedient werden. Wenn ich mich jedoch hinsetze und mir wir als erstes meine Stoffserviette auf den Schoß gelegt, dann steigert sich meine Erwartung...

Wir wären froh gewesen, wenn wir hätten unsere Getränke bestellen können... Es waren die Basics, die selbst in jeder Wiener Würstlbude bekannt gewesen wären, um es überspitzt zu formulieren.

Wenn ein Kellner genau einen dreckigen Teller + 1 Messer abträgt und sonst nichts, dann hat es wohl nichts mit der Anzahl der Hauben zu tun... - oder???

Es waren wirklich Basics.

Unsere Hauptkellnerin hättest du bequem in ein Haubenrestaurant reinstecken können. Nur alleine hat sie es nicht geschafft, die fehlende Kapazität des unerfahrenen Hilfskellners zu kompensieren.

Ich hätte mich über die Showeinlagen richtig gefreut, und wenn ich auch schon etwas zu Essen gehabt hätte, wäre ich sogar bei der Polonaise mitgelaufen... Das war klasse und hat sicherlich denjenigen auch Spaß gemacht, die bereits fertig gegessen haben, und so einen tollen entspannten Übergang zur 2. Show hatten... Wir leider nicht... Wir saßen ja noch beim Essen, während bereits die 2. Show lief.

Im Übrigen empfinde ich knapp 100 EUR/Nacht in einer verwohnten Innenkabine mit "bürgerlichen Küche" und diesem Service zuviel...

Die Charakteristik dieser speziellen Kreuzfahrt, ist es doch das Produkt COSTA zu "erleben" und zu "erfahren" und den Kunden anzuregen, dass er möglichst bald eine längere Kreuzfahrt mit COSTA bucht - oder irre ich mich???

You never have a second chance to make a first impression...

Chance vertan!!!

Trockenschwimmer war ja mit dabei. Und er bestätigt deine Erfahrung, die ihr und viele andere mit anderen COSTA-Kreuzfahrten (inkl. COSTA CLASSICA) hattet:

Das Produkt kann nicht so schlecht sein, wie es sich hier in auf dieser Fahrt bei mir verkauft hat...

Irgendwann werden wir bestimmt zu dritt (Wurxel, Trockenschwimmer und meine Wenigkeit) uns mal auf einer Tour auf der COSTA EUROPA treffen.

Ich lasse mich nicht durch die 2 Tage davon abhalten, irgendwann mal das "erleben" zu wollen, was ihr immer erlebt. Aber sicherlich jetzt nicht mehr in einer so hohen Priorität.

Gruß
HeinBloed


Hallo Wurxel,

ich würde gerne eines feststellen:

CrownPrince, Garfield und auch andere haben vollkommen Recht!

Einen Thread mit NIE WIEDER zu beginnen, ist irgendwie ... wie auch immer. Die ... soll jeder für sich selbst übersetzen.

Eigentlich habe ich aber in meinem Thread ausdrücklich geschrieben, dass provokativ NIE WIEDER COSTA diesen Thread betitelt habe.

Und eigentlich habe ich auch schon mehrfach geschrieben, dass ich eben NICHT aus dieser Kreuzfahrt auf die allgemeinen Leistungen von COSTA oder anderen COSTA-Schiffen schließe und eigentlich habe ich damit signalisieren wollen, dass die anderen auch das nicht so verbissen für andere Reedereien sehen sollten. Das gilt sowohl für die MSC ABER auch für JEDE ANDERE REEDEREI.

Natürlich haben wir den "Schwarzen Peter" auf dieser Fahrt gezogen.

ABER...

1. Es war ja jemand am Tisch, der selbst das Produkt COSTA anders und vor allem besser kennengelernt hat und das glaube ich ihm, wie aber auch dir, Pjotr, pille62, manze, karo und JEDEM anderen COSTA-erfahrerem Cruiser!!! Er bestätigt ausdrücklich unsere Erfahrung.

2. Worüber ich persönlich erstaunt bin, ist jedoch das Feedback von anderen Cruisern, die NICHT bei unserer Fahrt dabei waren, und die auf anderen COSTA-Kreuzfahrten (sei es COSTA CLASSICA oder ein anderes COSTA-Schiff) vergleichbare Erfahrungen gemacht haben. Können diese Cruiser alle Unrecht haben?

3. Ungewöhnlich: Neben schiplover2002 und uns haben wir erstaunlich viele andere Cruiser auf der JEWEL OF THE SEAS getroffen, die so wie wir beide Kreuzfahrten gemacht haben. Zum Teil haben sie es noch schlechter erlebt als wir... Ich möchte da nicht auf Details eingehen, weil ich in erster Linie nur meine Erfahrungen hier einbringen.

4. Noch ungewöhnlicher: Wieso werden vergleichbare Erfahrungen nicht nur auf unserer Mini-Cruise gemacht, sondern auch auf der vom vorherigen Jahr???

Nun mit welchem Ziel schreibt man so etwas ins Netz?

Du schreibst selbst, dass CARNIVAL ja Geld verdienen will... und ich will als CARNIVAL-Aktionär mitverdienen. Also will ich gerne, dass sich etwas bessert!!!

Kein Cruiser hat es verdient, so etwas mitzumachen, was wir oder auch andere mitgemacht haben.

Jeder von uns, egal welche Cruise er bucht, egal welches Schiff er bucht, egal welche Kategorie er bucht, egal wieviel er bezahlt, hat das Recht darauf die gleichen positiven Erfahrungen zu machen, wie ihr sie gemacht habt.

Daher spielt es keine Rolle, ob es die EUROPA, die COSTA CLASSICA oder die SERENADE (1+* lt. Douglas Ward) ist.

Jeder von uns hat sein Geld hart verdient und hat Anspruch darauf, dass wir eine tolle Zeit verleben und ein tolles Produkt bekommen und nicht nur du, pille62, manze, karo, Pjotr usw. usw.

Und bevor die Reederei auf die Idee kommt das Niveau für alle nach unten zu schrauben (Du selbst bemängelst als Beispiel, dass Actimel nicht mehr serviert wird...), dann sollte man eben durch solche Postings erreichen, dass sich für ALLE das verbessert.

Ich bin froh, dass auch andere, die nicht am Tisch saßen, gepostet haben:

Es hätte sich etwas für alle ändern müssen und nicht nur für uns.

Dass diese Postings und eine konstruktive Kritik mit den KF-Anbietern notwendig ist, siehst du vielleicht am Bespiel der MSC MUSICA: Wenn es Cruiser gibt, die bestätigen, dass sich etwas getan hat, dann war jedes Foto und jedes Posting es wert, dass sich etwas für die tut, die noch nach mir fahren. Denn ich selbst habe nichts davon.

Ich glaube jedem, der schreibt, wie schlecht es war - genauso wie jedem, der schreibt, wie gut es war. Was ich für mich daraus mache, ist meine Entscheidung!!!

Gruß
HeinBloed


23.05.2007:

Ich bin verwundert, wie sich es entwickelt...

Vielleicht ist es aufgefallen, dass ich mich bei NIE WIEDER MSC sehr diskret zurückgehalten habe.

Ich habe eine sehr positive Erfahrung auf einer Kreuzfahrt auf der MSC MUSICA gemacht...

Kann daher das sein, was eigentlich nicht sein dürfte - macht es Sinn Uwe & Co. zu widersprechen???

Ist es auf der MSC OPERA ab Kiel anders???

Anscheinend ja!

Das akzeptiere ich - was soll ich dagegen ansprechen. Wahrscheinlich waren nicht die Leute an Bord, die ich von der MSC MUSICA her kenne, dann wäre es vielleicht nicht passiert.

Genauso sollte auch akzeptiert werden, dass auch bei COSTA etwas passiert ist, was nicht sein sollte...

Keiner von uns, der hier geschrieben hat erwartet, dass er

Kaviar auf Blinis,
getrüffelte Entenleberpastete,
Champagner-Cocktails beim Captain's Empfang,
Marmorbad,
goldene Wasserhähne,
seidene Bettwäsche,
Perserteppich
und einen Butler

auf dieser Kreuzfahrt bekommt.

Uns hätte es schon gefreut, wenn es ein paar Sachen gegeben hätte, die man KOSTENLOS erwarten darf:

Freundlichkeit
Aufmerksamkeit
Kompetenz
ordentlicher Zustand
Organisation

Das kostet, bisauf eine vernünftige Schulung, kein Geld.

Eine vernünftige Schulung setzt komptente Führungskräfte voraus.

Wie sollen denn die "einfachen" Mitarbeiter besser sein, als ihre Vorbilder, wenn die es nicht mal können?

Ansonsten haben wir bestimmt nicht den Service und den Zustand einer EUROPA auf der COSTA CLASSICA erwartet!

Nur haben sie Pech, dass ich mal meine Traumreise für 49,00 EUR/Nacht machen konnte...

Wer mehr will, muss mehr bieten oder die Gesetze des Marktes greifen (Hauptsaison usw.)!

Die Schmerzgrenze, was einem wieviel Wert ist, setzt jeder selbst.

Gruß
HeinBloed


25.05.2007:

Hmm...

ich hatte mich ja wegen des Service-Entgeltes ein wenig mit der Rezeption und mit der deutschsprachigen Assistentin auseinandergesetzt.


28.05.2007:

Die schönsten Seiten der COSTA CLASSICA


Ohne Einschränkung



Die schönsten Seiten der COSTA CLASSICA


Ohne Einschränkung

Außendecks ohne Parcours-Lauf…





Schöne Wandmosaiken…



Die leckersten Spaghetti…

… habe sogar am Freitag und Samstag mich von Spaghetti pur ernährt und versucht es nachzukochen…



… erfrischende Joghurt-Suppe…



Schöne Plätze für einen Aufenthalt, sogar mit Steckdosen für ein Notebook direkt an den Plätzen…



Ein tolles Galley-Mitternachtsbüffet, das wir allerdings nicht mehr probiert haben…

… also nur vom Gucken kennen…













Ein Ort der Stille und der Andacht… schön, wenn nicht jede Ecke einem kommerziellen Zweck geopfert wird und so ein Ort 24 Stunden rund um die Uhr zur Verfügung steht.



Die Lageberichte der anderen Schiffe fand ich klasse. Hätte ich stundenlang zugucken können…



Spitzenmäßig das Sorbet!

Ganz schön, wenn aber…



Die Showeinlagen im Restaurant…

wenn wir zu diesem Zeitpunkt schon unser Essen gehabt hätten, und nicht wie bei den anderen Gästen der Nachschlag zum Dessert war…







Unsere Lieblingslounge…

… wenn noch größere und niedrigere Bullaugen gewesen wären, bestimmt noch schöner…

… und noch viel lieber, wenn es uns gelungen wäre, innerhalb der ersten 30 Minuten unseres Aufenthaltes einen Kaffee zu bestellen.

Bei Kaffeespezialitäten hat übrigens COSTA die Nase vorn!



Wunderschöne Lounge, wenn sie auch tagsüber während der Ausfahrt in Hamburg bewirtschaftet worden wäre…



Tolle Musik, die wir mochten, gute Sängerin! Nettes Ambiente…

… wenn es nicht vom Kellner abhängig gewesen wäre, ob er uns Perrier gegen einen Boys & Girls-Card-Coupon servieren wollte oder auch nicht und mich zum Barleiter geschickt hätte, damit ich ihn selbst fragen sollte…



Diese Lounge haben wir erst beim Ausschiffen entdeckt…

auch wunderschön am Heck…

Warum wir nicht vorher schon drin waren: weil die stellvertretende Kreuzfahrtdirektorin bei der Einführungsveranstaltung uns vermittelt hat, dass sie mehr für die Italiener gemacht sei und wo es lauter zu geht und alles mehr Italienischer sei…

Deutsche sollten sich da besser fernhalten…

So betrachtet:

Wenn andere der Meinung sind, dass eine Kabine nur zum Schlafen und Duschen da sei, dann können sie ja auch easy.cruise buchen.

Ich lege schon Wert darauf, dass es auch einigermaßen der Zustand der Kabineneinrichtung stimmen sollte – und weil es eine Kreuzfahrt ist, auch für mich persönlich noch das Schiff, das Essen, das Personal, die Unterhaltung, die Organisation, die Kompetenz, der Serviceablauf und das Serviceniveau ist. Wie das Casino, die Weinkarte, die Cocktails, das Sportangebot, der Pool, die Sonnendecks, der Spa-Bereich, die Kinderbetreuung oder die Suiten sind, ist mir eigentlich ziemlich egal, weil ich das nicht nutze.

So waren wir eigentlich schon in einer miesen Stimmung als wir die Kabine untersucht haben und bei mir kam keine Kreuzfahrtstimmung mehr auf.

Wenn aber dazu noch weitere Elemente (schlechter Serviceablauf, inkompetentes und unfreundliches Rezeptions-Personal, unterschiedliche Qualität des Essens) kommen, die nicht unbedingt dazu beitragen, dass sich eine aufgebaute negative Stimmung ändert, dann passiert nun mal das, was passiert ist und man sich die Frage stellt:

Wozu nochmals mit COSTA fahren, wenn man für weniger Geld schon schönere Fahrten mit anderen gemacht hat?

Die gleiche Frage stelle ich mir bei jeder Kreuzfahrt: Ist dir diese Fahrt dieser Preis wert gewesen?

LILI MARLEEN – ja (100 EUR/Nacht – Außen)
NORWEGIAN PEARL – ja, ja und nochmals ja (100 EUR/Nacht – Innen – Upgrade Balkon)
MSC MUSICA – ja, ja und nochmals ja (50 EUR/Nacht – Innen)
NORWEGIAN DREAM – ja, ja und nochmals ja (100 EUR/Nacht – Innen – Upgrade Außen)
JEWEL OF THE SEAS – ja, sofern kein günstigeres Angebot bei NCL für gleiche Route und
Zeitraum besteht (90 EUR/Nacht – Innen – Upgrade Balkon)
COSTA CLASSICA – nein (100 EUR/Nacht – Innen)

Würde ich nochmals COSTA fahren – diejenigen, die nicht nur „Nie wieder COSTA“ gelesen haben, sondern auch bis zum Schluss gelesen haben, wissen es:

Eine andere Route, ein anderes Schiff und sicherlich nicht mehr zu diesem Preis: vielleicht, aber auch hier gilt: wenn ein günstigeres Angebot bei NCL für die gleiche Route und Zeitraum besteht, würde ich sofort NCL buchen…

… und die Marktkenner werden es schon richtig interpretiert haben…

Weil NCL ein tolles Produkt hat, das seinen Preis verlangt, ist das gar nicht so sicher, dass es immer ein günstigeres NCL-Produkt gibt, das man als Alternative zu COSTA oder RCI buchen kann…

… und da haben wir bislang nur noch

NORWEGIAN GEM (85 EUR/Nacht – Außen)

gebucht, weil 150 EUR/Nacht – Innen für die 2008-er Fahrten auf der NORWEGIAN JADE und NORWEGIAN JUWEL doch wieder zu hoch sind und es zu viele Kanalüberfahrten sind.

Aber wenn das Preisniveau noch sinkt, wer weiss…

Gebucht sind weiterhin beispielsweise

INDEPENDENCE OF THE SEAS (140 EUR/Nacht – Innen) – mit hohen Erwartungen!!!
QUEEN VICTORIA (200 EUR/Nacht – Außen) – mit extrem hohen Erwartungen!!!
FASCINATION (60 EUR/Nacht – Außen) – mit extrem niedrigen Erwartungen!!!
CENTURY (120 EUR/Nacht – Außen) – mit extrem hohen Erwartungen!!!
DELPHIN (130 EUR/Nacht – Innen) – mit durchschnittlichen Erwartungen!!!

Das heißt, wenn ich schon für 50 EUR/Nacht eine super Kreuzfahrt mit MSC gemacht habe…

warum sollte ich die COSTA-Leistung bzw. Nicht-Leistung für das doppelte akzeptieren – insbesondere dann, wenn man eben unflexibel gezielt diese Kreuzfahrt um jeden Preis bucht, um das Produkt COSTA kennen zu lernen und für sich weiterzuentwickeln?

Und sollte meine FASCINATION-Kreuzfahrt noch besser sein, als die COSTA, dann erst recht nicht mehr COSTA. Dann werde ich sicherlich meine Bank ärgern und sie auffordern auf der nächsten CARNIVAL-Hauptversammlung öffentlich die Frage zu stellen, ob man COSTA nicht vehökern sollte, um meine CARNIVAL-Dividende nicht weiter zu gefährden…

Gruß
HeinBloed



quote:
Wer sich ständig über das schlechte Personal im Speisesaal beschwert, hatte auf der MUSICA wohl Glück gehabt, mir gefiel es jedenfalls nicht, ständig was anderes zu essen zu bekommen als ich bestellt habe, weil der Kellner weder richtig deutsch noch englisch und wohl auch nicht richtig italienisch verstand und zudem einem beim Essen beobachtete, um einem beim letzten Bissen auch ja den Teller wegzunehmen. Wir haben uns am Tisch jedenfalls köstlich amüsiert über alle diese Fehler. Da das Schiff so eng konstruiert wurde, mußten uns sogar die Tischnachbarn das Essen reichen, weil der Ober nicht zu uns kam. Was wohl so mancher hierüber geurteilt hätte???? Alles andere erspare ich Euch lieber, schließlich hat es MSC trotzdem nicht geschafft, mir den Spaß zu nehmen!



Rhein, ich glaube dir uneingeschränkt, was da passiert ist.

Ich glaube auch Garfield und allen anderen, die vor mir, auf der MSC MUSICA waren, dass es nicht so toll ablief.

Ich glaube auch Uwe und allen anderen, die auf der MSC OPERA waren, dass es eine Katastrophe war.

Nur der Unterschied ist, dass ich mich bei der Diskussion bei der MSC OPERA komplett rausgehalten habe, weil ich nicht dabei war und keinen Anlass sehe, aus meiner tollen Reise zu schließen, dass alle Reisen mit MSC toll seinen und dass das alles auf der MSC OPERA unmöglich passiert sein kann!

Nach meiner Reise auf der COSTA CLASSICA würde sicherlich beim vergleichbaren Preis, vergleichbarer Route, vergleichbarem Schiff, vergleichbarer Zeitraum, mich für ein MSC-Schiff unterscheiden, wenn ich zwischen COSTA und MSC wählen müsste. ABER ausdrücklich NICHT die MSC MUSICA.

Das hat folgende Hintergründe:

MSC MUSICA (und auch NORWEGIAN PEARL) habe ich als die neuesten Flagschiffe kennengelernt.

COSTA CLASSICA (und auch NORWEGIAN DREAM) sind beides Schiffe, für die das Ausscheiden aus der Flotte geplant ist. COSTA CLASSICA steht zum Verkauf und NORWEGIAN DREAM soll zu STAR CRUISES gehen. Beide gleiches Baujahr. Beide vergleichbar von Douglas Ward bewertet.

Für das Flaggschiff suchst du dir aus dem Unternehmen die besten Leute für die neue Crew raus, die das Schiff einrichten und in die 1. Saison bringen. Oder will man mit einer unerfahrenen Crew ein neues Schiff in Betrieb nehmen. D. h. die im Rang hinten liegenden Schiffe bekommen die "unerfahrensten".

Das Schiff lebt von der Crew, die darauf arbeitet und wieviel sie persönlich gibt.

Das Essensniveau auf der MSC MUSICA wurde durch Menschen wieder ausgeglichen, die mir beispielsweise eine Brückenbesichtigung ermöglicht haben, die mir ein Treffen mit Douglas Ward ermöglicht haben, die mich in den Zuzahlrestaurants verwöhnt haben, und mir Souvenirs zugesteckt haben, die andere nicht bekommen haben und nichts mit dem Restaurant zu tun hatten.

Ich würde daher tendentiell eher die MSC ORCHESTRA buchen, weil ich weiss, dass ich dort viele wieder treffen würde, die auf der MSC MUSICA gut waren und dorthin geschickt wurden, um die MSC ORCHESTRA zum Laufen zu bringen.

Auf der COSTA CLASSICA haben es unsere Hauptkellnerin und Kabinenstewardess nicht alleine geschafft, die Unzulänglichkeiten auf den anderen "Baustellen" im Schiff zu kompensieren.

Ich darf dir versichern, dass trotz des vergleichbaren Alters und der Pläne, der Zustand unserer Kabine auf der NORWEGIAN DREAM weitaus besser war. Fairerweise muss man dazu sagen, dass sie ja innerhalb der Unternehmensgruppe verbleibt, d. h. alles was NCL nicht mehr instandsetzt muss STAR CRUISES instand setzen und das spielt in dem Fall keine Rolle.

Was mir auf der COSTA CLASSICA passiert ist, ist eine Momentaufnahme!

Jedem, der schreibt, dass er eine tolle Kreuzfahrt mit der COSTA CLASSICA hatte, wird geglaubt. Aber es sind auch nur Momentaufnahmen.

Du hast eine Momentaufnahme auf der COSTA VICTORIA: Schließt du daraus, dass alle Kreuzfahrten so toll sein werden, die du je mit COSTA machen wirst?

Du hast drei Kreuzfahrten mit CARNIVAL gemacht. Warum nicht eine 4. stattdessen COSTA und warum dort nicht eine 2. stattdessen MSC, wenn du schon positive Erfahrungen mit COSTA hast?

Ich gebe zu, dass mich der Titel "Nie wieder MSC" gestört hat. Aber wie gesagt: inhaltlich zu den Ereignissen auf der MSC OPERA kann ich nichts dazu sagen!

Als ich Raoul auf der JEWEL OF THE SEAS getroffen habe, meinte er sofort: "Ich wusste sofort, warum du diesen Thread-Titel gewählt hast...": Nie wieder COSTA - eigentlich um den Ausgleich zu schaffen, dass es nicht nur einer MSC mit MSC OPERA passieren kann.

Was ich nicht mag:

pauschale Urteile: Das Schiff ist gut - das Schiff ist schlecht.

Was ich mag:

detaillierte Begründungen - insbesondere bei negativen Meinungen.

Deswegen auch in erster Linie für mich die Begründungen, warum ich es nicht gut fand.

Das sind meine Referenzpunkte für das nächste Mal!

Ich finde es extrem wichtig, dass diese Punkte genannt werden!

Beispiel: Garfield und die MSC MUSICA.

Viele seiner Kritikpunkte wurden bis zu meiner Reise abgestellt - weil er sie genannt hat!

Und ich freue mich darüber, dass wiederum Punkte, die ich angemerkt habe, zwischenzeitlich verbessert wurden - auch wenn ich selbst nichts mehr davon habe.

So würde ich mich freuen, wenn einer die 4099 auf der COSTA CLASSICA bezieht und schreibt, dass sie toll renoviert wurde. Ich habe davon nichts mehr, aber es wurde etwas verbessert, was ich wichtig für ALLE finde!

Gucken wir uns mal die "Sprüche" an, wie "4 x AIDA - von mal zu mal schlechter". Abstrakt gefragt: Warum fährt jemand 4 x AIDA um das festzustellen und springt nicht schon beim 2. Mal ab, wenn eine Verschlechterung festgestellt wurde? Masochismus?

Ist die AIDA tatsächlich schlechter geworden, oder sind sie auf dem gleichen Niveau geblieben, aber andere, die man an ihnen gemessen hat, haben sich selektiv in wahrnehmbaren Punkten verbessert?

Diejenigen, die hier schlecht bewertet werden, haben einen Anlass besser zu werden, während wahrscheinlich diejenigen, die als gut (insbesondere pauschal gut) bewertet werden, keinen Grund sehen, sich weiter zu verbessern. Sie werden ja ständig gelobt - während man auf den anderen herumhackt und ihre Verbesserungen vielleicht gar nicht wahrnimmt.

So kann sich sehr schnell bei der nächsten Momentaufnahme ein komplett anderes Bild ergeben.


Wenn ich jetzt auf die COSTA SERENA buchen würde, würde ich vermutlich das beste Personal der COSTA-Flotte antreffen und ich würde die beste Kreuzfahrt erleben.

Warum schickt beispielsweise NCL seine Flagschiffe (letztes Jahr NORWEGIAN PEARL und dieses Jahr NORWEGIAN GEM) ins Rennen, damit sie getestet werden und von einer tollen Leistung überzeugt werden - und warum schickt ausgerechnet COSTA für so einen Feldversuch mit neuen potentiellen Kunden ausgerechnet so ein Schiff ins Rennen???

Eine schöne Lounge kann noch so schön, nur sie nützt nichts, wenn man nichs zu trinken bekommt.

Und wenn man am Verdursten ist, wird man eher die negative Erinnerung mitnehmen, dass man am Verdursten war, als die Erinnerung, dass man in einer schönen Lounge war.


In diesem Sinne:

Keep on Cruisin' - auch auf der MSC OPERA, sowie anderen MSC-Schiffen und auch auf der COSTA CLASSICA, sowie anderen COSTA-Schiffen... das war die ganze Message aus "Nie wieder COSTA"!

Gruß
HeinBloed


29.05.2007:

quote:
Originally posted by Rhein:
nun muß ich wohl doch noch mal schreiben - denn irgendwie haben wir wohl die selbe Auffassung.


Schön, dass du dich nochmals zu Wort gemeldet hast...

quote:
Aber wohl mit kleinen Unterschieden. Wenn ich was zu kritisieren habe, wäge ich eben erst mal ab, ob ich mich weiter argern soll, weil ich mich beschwere oder ob ich mich wieder den schönen Seiten der Kreuzfahrt zuwende. Auf mich machten eben die diversen Reporte den Eindruck, als wolle man einem den Spaß am kreuzfahren nehmen, vor allem denjenigen, die noch nie gefahren sind.


Ich glaube, wenn man frisch von einer (fast) perfekten Mini-Cruise kommt (bei mir NORWEGIAN DREAM), dann nimmt man eben den "Abstieg" anders wahr.

quote:
Und ob es nun wirklich Sinn macht, die schlechte Idee "Nie wieder MSC" zu kopieren, soll jeder selbst beurteilen.


Ich wollte bloß nicht das "Nie wieder MSC" alleine stehen lassen, weil ich es eben auch nicht mag. Wäre es jetzt AIDA gewesen, hätte der Thread "Nie wieder AIDA" geheißen...

quote:
Ich möchte erneut betonen - wie schon öfter - daß ich als Nichtteilnehmer an der Reise nur Eure Meinungen kenne und Euch auch keinesfalls widersprechen wollte nach dem Motto "Das kann ja gar nicht sein .... " Habe auch mehrfach betont, daß ich Eure Erfahrungen in der Tat erschreckend finde.


Ich beschreibe es bewusst sehr genau, damit jeder für sich selbst entscheiden kann:

Das ist mir wichtig und das ich für mich abhaken - oder eben nicht.

Wenn ich nur pauschal geschrieben hätte: Die COSTA CLASSICA ist sch... wäre keinem damit weitergeholfen, weil sich keiner etwas darunter etwas konkret vorstellen kann.

quote:
Nur käme ich nie und nimmer auf den Gedanken mein Essen zu fotografieren. Welches Bild kann einem schon den Geschmack des Essens wiedergeben.


Ist eigentlich mehr für die Freunde von MSC...

Sollen ruhig sehen, dass es auf anderen Schiffen auch hübscher geht...

Andereseits muss ich sagen, dass es bei NCL bislang immer kleine "Kunstwerke" waren, die ich nur ungern anschneide.

Wenn es übrigens genauso aussieht und schmeckt, wie in unserer Kantine, brauche ich nicht auf Kreuzfahrt zu gehen...

quote:
Und daß andere Fahrtteilnehmer die Fahrt anders erlebt haben, liest man ja im Beitrag über mir. Und das rückt das Bild ja wohl wieder etwas "gerade". Und so ist jeder Reisebericht eben eine Momentaufnahne einer einzelnen Person. Umso mehr Berichte, desto umfassender der Überblick.


Ich denke, dass es extrem wichtig ist!!!

Jeder nimmt es anders wahr und jeder stellt es hinterher anders dar, sei es bildlich, wörtlich, sprachlich wie auch immer.

Das ergibt dann wieder beim Leser einen Interpretationsspielraum.

Wenn ich beispielsweise 5 positive Meinungen über das Essen lese und 3 negative, dann denke ich mir zunächst: generell ist es gut... aber Achtung, da könnte noch etwas kommen.

Dann gucke ich mir i. d. R. die Signatur an:

Nur Linie XY-Erfahrung oder gar nur Schiff ABC-Erfahrung oder Erstfahrer oder verschiedene Linien und Schiffe im Portfolio.

Letztere neigen nämlich so wie ich dazu, RELATIV statt ABSOLUT zu vergleichen, weil sie etwas irgendwo schon anders erlebt haben.

quote:
Da ich selbst eben auch nicht perfekt bin, gestehe ich halt auch anderen zu, mal Fehler zu machen (meine hier das Personal) - aber alles hat eben seine Grenzen und irgendwann wird es dann auch mal zu viel. Ich habe da wohl eine dicke Haut?


Eine Frage der Quote:

JEWEL OF THE SEAS/NORWEGIAN DREAM: 2 "Nieten" zu Rest OUTSTANDING
COSTA CLASSICA: 2 Outstanding zu Rest "Nieten"

quote:
Ach ja und warum ich nicht wieder Carnival gewählt habe?

1. Weil Carnival im November und März nicht im Mittelmeer kreuzt
2. weil ich in einer Woche Urlaub keine 12 Tage wegfahren kann
3. weil ich auch mal andere Reedereien ausprobieren möchte - mein p e r s ö n l i c h e s Fazit: Costa war besser und MSC nicht ganz so gut wie Carnival, und werde alle Reedereien - bei Möglichkeit - wieder buchen!!!


Ich hatte mir schon überlegt die CARNIVAL SPLENDOR zu buchen... aber ich will zunächst einmal die FASCINATION abwarten.

quote:
Also auch Dir und natürlich allen anderen viel Spaß auf allen Kreuzfahrten und hoffentlich nie wieder solch negative Erfahrungen, egal auf welchem Dampfer!!!!!!


Ich denke, dass in der Regel JEDE Kreuzfahrt ein normalerweise erträgliches Maß, an negativen Punkten hat. Aber in der Konzentration auf der MSC OPERA und COSTA CLASSICA in diesen drei konkreten Abfahrten, dürfte es eher die Ausnahmen sein... außer PRIDE OF AMERICA und PRIDE OF ALOHA vielleicht noch - die könnten es vielleicht noch als Dauerabo toppen... Sonst wären MSC und COSTA nicht mehr auf dem Markt!!!

Darum gucke ich schon, ob ich nicht eine MSC OPERA-Kreuzfahrt finde, die ich noch zeitlich und finanziell einbauen kann...

Und falls wir nicht nochmals in die 4099 müssen, sicherlich in einem wärmeren Gewässer auch auf die COSTA CLASSICA - aber erst mit einem zeitlichen Abstand. Wenn man sicherlich auch alle Außendecks nutzen kann (war ja bei uns nicht so uneingeschränkt möglich), dann wirkt der Rest auch wieder anders.



Nachtrag zu einer Reise, die ich als (fast) perfekt empfunden habe:

Dort gab es eigentlich bloß drei Negativpunkte:

1. Man hat ein Minuten-Package für das Internet gekauft und sämtliche Zugänge sind aus technischen Gründen gesperrt. Restgeld fordere ich von NCL London zurück. Thema erledigt.

2. Der Nachteil des Freestyle Cruisings insbesondere auf der NORWEGIAN DREAM führt schon mal zu Wartezeiten vor dem Restaurant. Ich hätte mir schon gewünscht, dass ich für einen Gehbehinderten einen Stuhl zum Warten in der Schlange bekommen hätte, als ich explizit danach gefragt habe (Ich habe nicht gefragt, ob man in Begleitung eines Gehbehinderten sofort einen Tisch bekommt!). Den wollten man mir jedoch nicht geben, weil man immer gehofft hat, dass jede Minute ein Tisch frei wird. Mir war es noch egal. Aber ich habe gemerkt, dass es meinem gehbehinderter Begleiter immer schwerer fiel, sich aufrecht zu halten.

3. Ich bin der Ansicht, dass ein UK-Comedian auf einer Kreuzfahrt, die auch in Deutschland vermarktet wird, als Hauptprogramms des Abends ungeeignet ist, weil es

a. von den Englisch-Kenntnissen abhängig ist, ob es bei allen Gästen ankommt...

b. nicht notwendig ist, dass ein Teil der Witze auf Kosten von Deutschen und das Verhältnis zum Dritten Reich erfolgen muss...

c. keine Witze auf Kosten von Behinderten, die sich in die 1. Reihe gesetzt haben, um das Geschehen auf der Bühne besser verfolgen zu können, gemacht werden müssen.

Punkt 3 habe ich an Bord dem Cruise Director persönlich vorgetragen und ausdiskutiert. Auf der UK-Cruise mag es angebracht gewesen sein. Aber wenn zwei Tage später die Cruise internationalisiert wird, sollte nicht nur der Engländer auf seine Kosten bei der Unterhaltung kommen, sondern sie so gestaltet werden, dass sie den Geschmack aller Nationen trifft, ohne dass sich eine Nation über die andere Nation auf der Bühne dadurch amüsiert, dass die Nation immer als Nazis dargestellt wird... Das muss nun nicht sein!

Ansonsten war alles zwischen 80 und 200% bestens!!!

Und wenn man dann auf die COSTA CLASSICA eine Woche später umsteigt... Das war Tag und Nacht!!!

Gruß
HeinBloed


Mir konnte man leider nicht erklären, wie sich die 6 EUR konkret aufteilen. Einen versprochen Rückruf des Chief-Pursers habe ich nicht erhalten.

Die deutschsprachige Assistentin meint, dass die Aufteilung immer je nach Kreuzfahrt unterschiedlich ausfällt, und die Bewertungen der Bögen eine große Rolle spielen. Demnach sollte es ein Punktesystem geben, das sie mir wiederum nicht zu erklären vermochte und danach entscheidet sich, wieviel jeder von den 6 EUR bekommt.

Wenn es so wäre, wie sie vermutlich vermutet, dann wäre es doch eigentlich ein sehr hoher Anreiz einen sehr hohen Service zu bieten.

Ansonsten stimme ich CrownPrince bezüglich des pauschalen Trinkgeldes zu! Auch wir haben keine Schwierigkeiten bei NCL trotz der pauschalen Trinkgelder gehabt. Die Servicequalität war adäquat. Auch bei RCI war es kein Thema. Einzelnen haben wir noch etwas zusätzlich in bar gegeben (wobei sie Listen hatten, wer Auto-Tipping macht..., da die Vouchers nicht ausgegeben wurden, um sie in die Umschläge zu packen). Nur den Oberkellnern hätten wir gerne die 0,75 USD abziehen lassen. Aber das war uns angesichts der geringen Summe doch zu blöd. Diejenigen, die streichen ließen, wurden öffentlich "angeprangert". Es war an der Kabinen nummer an der Zimmertür die Umschläge mit der Kabinennummer hinterlegt worden.

Im Übrigen möchte ich betonen, dass sowohl unsere Hauptkellnerin Olena auf der COSTA CLASSICA für den 1. und 2. Tag, die beiden Hilfskellner für den 2. Tag und unsere Kabinenstewardess für beide Tage noch zusätzlich etwas bekommen haben, weil uns niemand erklären konnte, wieviel sie letztendlich von den 6 EUR erhalten. Wir wollten schon sicherstellen, dass sie als "add-on" etwas bekommen, was ihrem Service-Grad entspricht. Gerade bei Olena, die am 1. Abend für zwei gearbeitet hat, sollte es nicht zum Nachteil ausgelegt werden.

Gruß
HeinBloed


30.05.2007:

quote:
Aber dafür sind viele Fincantieri-Schiffe bekannt, oder sollte man besser sagen: Berüchtigt?


Danke - Garfield!!!

Soll ich jetzt QUEEN VICTORIA stornieren...?

Also werde ich mir mal sicherheitshalber eine Rolle doppelseitiges Klebeband, Klebespray, Elefantenkleber, Spax-Schraubenset und Akkubohrer mit an Bord nehmen... Sicher ist sicher...

Anmerkung vom 28.08.2008:

Nie im Leben hätte ich gedacht, dass meine scherzhafte Bemerkung für eine Reise auf der QUEEN VICTORIA mal hätte sich wahre Prognose herausstellen würde...

Gruß
HeinBloed


03.06.2007:

Moin, moin,

ich habe noch ein nettes Bild von der Einschiffung gefunden:



Wie schön war es dagegen bei RCI:



Eine schöne klare Wegführung ohne Hammelherde...

Gruß
HeinBloed


quote:
Originally posted by shiplover2002:
Costa hat an allen Ecken gespart, das wurde auch in Esbjerg deutlich: nicht Costa bezahlte den Shuttlebus sondern Esbjerg.


Guten Abend,

ausnahmsweise kann ICH FÜR MICH COSTA keinen Strick daraus drehen.

Du hast mich schon dahingehend kennengelernt, dass ich im Vorfeld alles sehr genau wissen muss. Deswegen auch die dir bekannte Arie mit einem Bonner Reiseveranstalter.

Daher habe ich mich auch im Vorfeld erkundigt, wie wo welches Schiff anlegt... Nun hat blöderweise Esbjerg leider kein klassisches Kreuzfahrtterminal, an dem eine Infrastruktur besteht.

Sicherlich war es schon ziemlich "blöd", dass man nicht so schön gezielte Informationen per Video und auf Papier bekommen hat, wie woanders üblich... auch wenn andere in diesem Zusammenhang (witzigerweise) die Pyramiden nach Amsterdam verlegt haben...

Man musste allerdings schon seine Nase in den eisigen Wind rausstrecken..., um das zu finden:



Unten stand nämlich ein Wohnwagen vom Tourist Office an dem diese wichtige Information hing.

Kostenlose Shuttle-Busse sind eigentlich auch nicht unüblich. Man muss sich halt vorher erkundigen, ob und wie sie fahren: z. B. Civitavecchia.

Leider hat man über Esbjerg so wenig in allen Kreuzfahrtforen gefunden...

Übrigens haben die Hafenbehörden trotz ISPS diesen Weg zwischen den Containern freigegeben, damit man sich ca. 20 Minuten Fussmarsch bei eisigem Wind spart...



Was wir noch in der Stadt erfahren haben:

An dem Tag war Bahnfahren in Dänemark im Rahmen einer Marketingaktion frei. Wir hätten also auch mal schnell nach Kopenhagen fahren können... Aber das hätte ich jetzt von COSTA nicht erwartet, dass sie das herausgefunden hätten.

Und vor einiger Zeit muss es wohl noch viel "lustiger" abgegangen sein: Bei Sturm und Wetter war wohl Feuerwehrkapelle, Bürgermeister usw. abkommandiert, um den Erstanlauf eines bestimmten Schiffes zu feiern, bevor der Kapitän sich entschloss, Esbjerg aufgrund des Seegangs nicht anzusteuern...

Die legen sich also mächtig ins Zeug...

Ich denke mal, dass sie vielleicht auch etwas von den Hafengebühren sehen, die wir ja über unsere Passagepreise mitbezahlt haben. Daher spielte es eine untergeordnete Rolle, ob nun COSTA den Bus oder die Stadt Esbjerg den Bus gestellt hat. Sie hatte ja auch ein Interesse daran, dass Leute in die Stadt kommen, um Umsatz zu machen. Die schiffseigenen Ausflüge führten ja nicht nach Esbjerg selbst... Das die von COSTA kein Interesse haben, laut zu erzählen, dass es einen kostenlosen Shuttle gibt, versteht sich ja von selbst: Sie wollen entweder Umsatz durch die Ausflüge oder an Bord machen. Jeder, der nicht auf den Schiffsausflügen oder an Bord ist, ist ein "verlorenes" Schaf.

In der Stadt war es zwar eiskalt, aber wir haben es doch geschafft, bis hierher zu kommen:



quote:
Costa : 4 Bettkabine mit 12 Bügeln, Jewel : Zweibett mit 20 Bügeln. Es sind Kleinigkeiten, aber gerade die machen den Service aus, den man dann zwangsweise unterstützen muß.


Nun - da hat jeder unterschiedliche Präferenzen.

Für unsere Anzüge und Smokings haben wir sowieso immer unseren Kreuzfahrerkoffer mit, in dem nur die formellen Klamotten auf Bügel hängen...

und mir sind dann andere Details wichtiger...

Aber eine gute Idee mal die Kleiderbügel durchzuzählen...

In diesem Sinne:

Schönen Abend!

HeinBloed


04.06.2007:

quote:
Originally posted by shiplover2002:

ich wollte mit meiner Aufstellung deutlich machen, dass ich es bei der von Dir so gescholtenen Gesellschaft anders gewohnt bin. Bei Deiner "Arie" sehe ich es allerdings so, dass die Schuld mehr bei Dir liegt.Ich habe Durchsagen und Berichte im Bord TV vermißt. Das Schrankangebot ist mir wichtig, auch bei Kurzreisen. Ich schleppe doch nicht x Koffer mit, nur weil das Schiff mir keine Möglichkeit bietet, meine Sachen ordnungsgemäß unterzubringen.Ausserdem ist man auf diesem Schiff schon mit einem dunklen Anzug overdressed. Das hat mit Erbsen- bzw Bügelzählen nichts zu tun. Das was bei Phoenix selbstverständlich ist, habe ich hier und auch z T auf der Jewel vermißt und nichts anderes habe ich hier zum Ausdruck gebracht.



Fassen wir es mal für alle zusammen:


JEDER von UNS misst mit dem ihm bekannten und selbst definierten Maßstab.

Du vergleichst das mit dir bekannten!
Ich mit mir bekannten!!!
Und jede/r andere mit das ihm/ihr bekannten!!!

Das nennt man indivdueller Maßstab.

Was dir wichtig ist, ist mir unwichtig - und umgekehrt.

Jeder von uns bereitet sich anders auf die Reisen vor - und dementsprechend wird er enttäuscht oder positiv überrascht.

Das gilt genauso für das Essen: ich mochte es auf der JEWEL OF THE SEAS nicht, weil ich mit NCL verglichen habe, während du es eben andere Parameter ansetzt. Was ist daran verkehrt??? Nichts!

Von Uwe (nicht oppis') wusste ich ja schon, was mir blühen könnte. Nur dass es so arg wird habe nicht nicht mit gerechnet.

Von der Touristen Information in Esbjerg wusste ich auch, was mir in Esbjerg blühte. Nur darauf war ich sehr gut vorbereitet. Nur am kalten Wind konnte ich nichts machen!

Die Frage ist auch, welche Informationen definiert man als Bring- oder als Holschuld?

Wenn ich für meinen Teil definitiv vorher weiss, dass ich die Vier-weißen-Männer-Skulptur im Original hautnah sehen will, dann unternehme ich alles, damit ich von Bord kann und möglichst bequem dahinkomme. Dann ist es mir persönlich egal, ob die Ansagen im Fernseher oder aus dem Lautsprecher kommen. Wenn ich schon bei der Einschiffung merke: da kommt nichts, dann stelle ich mich darauf ein. Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn es so aufbereitet worden wäre, wie auf der JEWEL OF THE SEAS der Fall war. Nur dazu konnte ich sie ja schlecht zwingen. In Absicherung meiner Interessen, habe ich jeden an der Rezeption und bei der deutschsprachigen Gästebetreuung "genervt"!

Da du mit anderen Maßstäben misst, als ich, steht es dir NICHT zu, zu beurteilen, wie die "Arie" bei PHOENIX abgelaufen ist. Du hast PHOENIX immer als gut erlebt - und ich eben nicht - dafür erlebe ich im Moment das blaue Wunder bei COSTA...


Nun - aufmerksame Leser haben (hoffentlich) herausgelesen, dass der Thread zwar "Nie wieder COSTA" übertitelt war, aber die Aussage war, dass man nicht von einer Momentaufnahme auf die gesamte Flotte bzw. das gesamte Unternehmen schließen sollte.

Als ich am Wochenende über eine Kreuzfahrt stieß, die mich vom Preis, vom Termin, von der Route und vom Schiff reizte, und ich feststellte, dass es eine COSTA-Reise ist, habe ich COSTA nochmals angeschrieben und meine (Hein)BLOEDen Fragen gestellt. In diesem Zusammenhang habe ich allerdings darauf darum gebeten, dass ich zunächst die Ereignisse auf der COSTA CLASSICA aufgearbeitet haben wollte, bevor ich fest buche.

Ich bekam innerhalb von 12 Stunden kompetente Antworten aus Rostock zurück.

Im Zusammenhang mit der Bearbeitung meines Schreibens bat man mich jedoch in Neu-Isenburg vorzusprechen und gab mir direkt die Telefonnummer der Sachbearbeiterin.

Ich hatte dort nochmals mein Ansinnen vorgetragen.

Man meinte, dass mein Schreiben in Bearbeitung sei und man sich gerne mit der Antwort in Genua abstimmen möchte, worüber ich mich sehr freue. Denn Textkonserven habe ich genug.

Gerne würde man sich aber mit der Bearbeitung beeilen, damit ich ggfls. neu buchen könnte, falls ich sofort wollte.

Man hat mein Ansinnen verstanden und sofort geprüft, ob überhaupt noch Kabinen in der gewünschten Buchungskategorie frei seien. Leider nein. Schade!

Darauf hin habe ich wieder "Entwarnung" gegeben und es ihnen selbst überlassen, wann sie mit der Bearbeitung fertig werden wollen.

Dieser Stil der Bearbeitung entspricht meinen Vorstellungen und ich finde es klasse, wenn sich jemand sachlich mit mir auseinandersetzt. Und diesen Stil habe ich nicht nur hier bei COSTA, sondern auch woanders schon erlebt. Nur eben nicht bei der einen besagten Firma.

Das gehört für mich zu einem vollständigen Bild von einem Kreuzfahrt-Unternehmen mit dazu!

Und selbst wenn ich nur erreicht hätte, dass die WC-Spül-Abdeckung erneuert wird, vielleicht ein Schreiner die Tür der Minibar wieder richtig befestigt, ein neuer Fernseher mit einem besseren Bild für die Kabine spendiert wird und einer etwas Loctite in die Ösenhalterung der Tüfoffnungsschlaufen reinmacht... dann habe ich schon verdammt viel erreicht, wovon ich selbst nicht mal profitiere.

Also sollen sie sich die Zeit nehmen, damit sie mir das Gefühl geben, dass ich nicht auf ein COSTA-Schiff mit dem Gedanken gehe: "Oh hoffentlich passiert es nicht wieder!" - sondern: "Schlimmer geht es ja nicht mehr! Es ja nur noch aufwärts gehen!!! Testen wir es aber selbst...".

Schade, dass die Fahrt in den unteren Kategorien schon ausgebucht ist...

dabei gab es noch so schöne billige Flüge und Transfers, die auch noch zum Flugplan passten...

COSTA SERENA - dann eben irgendwann später...

Gruß
HeinBloed


Moin CrownPrince,

es gibt sog. "Eskalations"-Stufen.

Wie man in dem anderen Beitrag gelesen hat:

Es hilft, wie bei NCL, zu seinem Ziel zu kommen.

Wenn jedoch eine Mitarbeiterin eines Kreuzfahrt-Unternehmen, den Unterschied zwischen

Tandem und Tendern nicht kennt;

mir nicht erklären, warum zwei Schiffe, die das gleiche Ziel anlaufen, keine gleichen Ausflüge anbietet;

mir eine Schiffsbesichtigung in Bremerhaven anbietet, wenn ich nach einem konkreten Datum in Hamburg nachfrage,

sowie mir erst mal erklärt,

dass ich eine DVD im Shop bestellen soll
(Die Reisebüro-DVD, die irrtümlich im Seereisenmagazin für 24 Stunden angeboten wurde, und die allerdings nur für Reisebüros vorgesehen war...), in der es nichts zu bestellen gab...

und dann man mir schreibt, dass man nicht die Beratungsqualität eines Reisebüros erbringen kann - aber einen Direktvertrieb im Internet unter Einsparung der Provisionen anbietet - wobei die Fragen "harmlos" waren und gestellt wurden, nach dem ich gebucht und angezahlt habe...

Ein "Reisebüro um die Ecke" hätte die Fragen auch weiterleiten müssen. Ein sehr gutes Reisebüro hätte vermutlich so getan und mir eine "kompetente" Antwort zusammengeschnitzt.

Gut - ist in Ordnung - kann ich mit leben!

Ich kaufe eine Dienstleistung, die ich nicht in unserem Labor testen lassen kann oder die ich nach der Nutzung wieder zurückgeben kann.

Also muss ich aus der Art, wie sie im Vorfeld meine Anfragen behandeln auf das "Produkt" schließen. In dem Fall einfach: nicht mein Fall!

Und wenn ich dann feststelle, dass die GL genauso denkt und handelt - um so besser für mich, dass es nicht zu der Reise kommt.

Man muss nicht um jeden Preis eben auf einer Wellenlänge schwimmen.

Und wenn andere im Vorfeld andere oder keine Fragen haben, und daher vom Kundenservice auch nicht enttäuscht sind - SCHÖN!!! Ich will aber im Extremfall die Toilettenpapiermarke und das Muster vorher wissen!!! Dann bin ich nicht enttäuscht, wenn es hinterher anders aussieht, weil ich mich darauf eingestellt habe.

Und wenn ich im Vorfeld einen hoffentlich guten und komptenten Kundenservice erlebe, dann kann ich wohl hoffen, dass es auf dem Schiff noch besser ist (COSTA CLASSICA mal ausgenommen...).


Ich habe mein Ersatzprogramm gefunden und 7 Kabinen auf der DELPHIN gebucht!

Bei HANSA KREUZFAHRTEN sind sie freundlich und sind auf alle Fragen eingegangen, die ich hatte - oder als Kompliment an die Marketingabteilung - sie haben ihren Internet-Auftritt bzw. Katalog so gut gestaltet, dass sich keine Rückfragen ergaben, was auch eine Kunst ist!


Und wieder zurück zu kommen auf COSTA:

So schlimm wie es an Bord gewesen sein mag.

Aber spätestens, wenn die 1. Antwort unbefriedigend war:

Z. B. CARNIVAL-Aktionärsprogramm ist im Call Center in Rostock unbekannt. ("Was haben wir mit CARNIVAL-Aktionären zu tun???)

Bis der 2. Antwort hat jemand in Neu-Isenburg angefragt und dann kam auch eine zutreffende komptente Antwort.


Da du ja gerade versuchst, darzustellen, dass es an mir liegen könnte - Du hast Recht: Es liegt an mir, weil ich nicht damit klarkomme!!!

Ich hoffe, dass das in deinen Augen "höflich" genug ist:

quote:
Sehr g...,

zunächst bedanke ich mich für Ihre ausführliche Information und wünsche Ihnen alles Gute für das Jahr 2007.

Gerne werde ich mich bei Ihnen bedienen, um bald meine Signatur zu verschönern.

Leider wurden ja die Termine der Mini-Cruises 2008 so gelegt, dass man nicht sowohl die ALBATROS als auch die AMADEA kennenlernen kann.

Deswegen noch drei Fragen:

1. Ist eigentlich bei der Einfahrt nach Hamburg (lt. Plan zeitgleich) eine Art Tandem-Fahrt geplant?

2. Hätte man eigentlich vor oder nach unserer Fahrt in Hamburg die Möglichkeit die AMADEA mal zu besichtigen und vor ihr einen Eindruck zu bekommen? Oder vielleicht ja auch während des Aufenthaltes in Helgoland.

3. Warum werden auf der AMADEA geführte Landausflüge auf Helgoland angeboten und auf der ALBATROS nicht?

Mit freundlichen Grüßen


quote:
vielen Dank für Ihre Nachricht - aber ich habe mich wohl missverständlich ausgedrückt.

1. Eine Tandem-Fahrt hat mit Tendern nichts zu tun.
QUEEN VICTORIA und QUEEN ELIZABETH 2 werden als Trandem-Transatlantik-Passage in einem Abstand von 400 m zueinander den Atlantik überqueren. Da beide Schiffe AMADEA und ALBATROS um 09.00 Uhr zurückerwartet werden, wollte ich wissen, ob sie irgendwie in der deutschen Bucht auf einander warten, um dann eben als Tandem gemeinsam nach Hamburg die Elbe raufzufahren.

2. D. h. ich schließe daraus für 2008, dass wir im Anschluss oder vor unserer Fahrt auf der ALBATROS auch die AMADEA besuchen können.

3. Danke für die Info. Ich war nur verwundert, dass im Internet nur für die AMADEA bislang Ausflüge angeboten wurden.


quote:
im Seereisenmagazin wird Ihre DVD erwähnt.

Wenn Sie mir den neuen Katalog zusenden, können Sie mir bitte auch die DVD zusenden.

Evtl. Kosten werden gerne übernommen.


und diese Mail ging dann an die 1. Eskalationsstufe, nach dem sie die Beantwortung meiner Mails übernommen hat:

quote:
in der Tat meine ich die PHOENIX-Schiffs-DVD.

Ich kann im linken Teil Phoenix-Reiseliteratur.de nichts.
Und auch rechts in der Artikelsuche von Phoenix-Reisecollection.com finde ich leider auch nichts.

Vielleicht bin ich ja auch überfordert... Sie dürfen mir glauben: hätte ich etwas auf der Homepage gefunden, hätte ich Sie bestimmt nicht belästigt.

Können Sie mir nicht einfach einen Link schicken, damit ich es bestellen kann?

Ich will es ja nicht von Ihnen erbetteln, sondern habe in meiner Mail ja meine Zahlungsbereitschaft signalisiert. Nur wenn Sie es irgendwie nicht so klar auf Ihrer Homepage darstellen, dürfen Sie sich über Rückfragen nicht wundern!


"Wie man in den Wald reinruft, so schallt es heraus!"

Ich glaube kaum, dass man meine Anfragen als unseriös oder unfreundlich bezeichnen kann.

Und wie du siehst: ich habe mir die Mühe gemacht ruhig und sachlich (vermutlich einer Auszubildenden im 1. Lehrjahr) nachzufragen, ohne dass ich mich habe aus der Ruhe bringen lassen.

Die Nachfrage nach vier (!!!) harmlosen Antworten führte zu folgender Reaktion:

quote:
Es tut mir leid, wenn Sie mit unserem Service im Vergleich zu anderen
Veranstaltern nicht zufrieden sind. Leider können wir hier in Bonn mit den
wenigen Mitarbeitern nicht den Service bieten, wie es das "Reisebüro um
die Ecke" kann.


Die anderen Antworten erspare ich dir mal - sie waren z. T. sehr peinlich und widersprüchlich zwischen den Eskalationsstufen.


Da finde ich schon MSC bemerkenswert, die mit Ihrer großen Organisation wirklich, sich die Mühe gemacht haben, auf viel "blödere" Fragen im Vorfeld zu antworten.

Oder auch COSTA, die dann eben merken: Wir kommen in Rostock nicht mehr weiter und müssen in Neu-Isenburg oder Genau nachfragen, um den Kunden "ruhig" zu stellen.

Gruß
HeinBloed


28.08.2008:

Nun in einem Abstand von 1 1/4 Jahren, möchte ich noch folgendes anmerken:

1. NIE WIEDER COSTA war als Titel auf die Antwort auf einen Thread NIE WIEDER MSC gedacht und diente in erster Linie als Provokation für eine sehr lebhafte Diskussion, ob man nicht von einer Mini-Cruise auf die Gesamtheit einer Flotte schließen sollte. Wir werden den "Nachtest" im November 2009 auf der COSTA VICTORIA machen. Bevor jemand wieder auf die Idee kommt: warum nicht auf dem neuesten Schiff der COSTA-Flotte: es war die günstigste Reise auf der Preis/Nacht-Basis. Sie dauert fünf Nächte und das Schiff ist wesentlich jünger als die COSTA CLASSICA. Nur: es sollte ja nicht vom Alter eines Schiffes abhängig gemacht werden, dass man eine schöne Kreuzfahrt hat.

2. Nach den Mini-Cruises auf der QUEEN ELIZABETH 2, JEWEL OF THE SEAS, GOLDEN PRINCESS und CENTURY sowie der Transatlantik auf der QUEEN VICTORIA, wissen wir erst das zu schätzen, was damals versucht wurde auf der COSTA CLASSICA uns zu bieten. Nachträglich beschränkt sich unsere Kritik auf die Ausführung, den Zustand des Schiffes und vor allem den Kundendienst in Neu-Isenburg.

Gruß
HeinBloed

Dienstag, 26. August 2008

6. NORWEGIAN DREAM



NORWEGIAN DREAM
03. - 05.05.2007
Dover - St. Peter-Port - Dover



50.760 t
Chantiers de l'Atlantique, Frankreich
1992
1.750 Passagiere (UB)
3*+, 1.381 Punkte
(Stand 2007)


Für diese Fahrt wurde damals kein ausführlicher Reisebericht geschrieben.

1. weil die Fahrt eigentlich einen sehr privaten Charakter hatte, aber nachträglich betrachtet, kann man doch ein paar Eindrücke von damals wiedergeben.

2. weil es nicht unser Schiff war. Die NORWEGIAN DREAM ist das Schiff von Mathias K.. und die Aura, die mit den Durchfahrten durch den Nord-Ostsee-Kanal entstanden sind, haben wir dort nicht wiedergefunden. Kurz: so 100% ig konnten mit dem Schiff nichts anfangen. Für uns war es weder Fisch noch Fleisch.

Trotzdem war es eine tolle NCL-Erfahrung, vor allem, weil NCL von dem Credit ihrer Crew auf der NORWEGIAN DREAM noch heute profitiert - und weil Anliegen an Bord eigentlich so behandelt wurden, wie wir es als Gast erwartet hatten.

An dieser Stelle sollen daher ein paar Bilder kommentiert wiedergegeben werden. Ein ausführlicher Reisebericht ist nach 15 Monaten nicht mehr so möglich, wie ich es von mir gewohnt bin. Vor allem werden bestimmt ein paar aktuellere Erfahrungen auf anderen Schiffen mit eingestreut werden.


Die An- und Abreise

Die Anreise erfolgte mit dem eigenen Auto.

Über den Hafenbetreiber in Dover haben wir einen Parkplatz bestellt. War allerdings nicht ganz billig. Im amerikanischen Forum haben wir jedoch festgestellt, dass über ein privates Internet-Portal die gleichen Plätze um 30% günstiger angeboten wurden. Auf Nachfrage wurde jedoch unser Preis angepasst und wir haben sofort eine Gutschrift auf die Kreditkarte erhalten.

Aus dem Odenwald ging es zunächst bis nach Mönchengladbach, um meine Grundschullehrerin Frau Pannen (Jahrgang 1924) und ihren Mann (Jahrgang 1922) abzuholen. Beide waren immer recht reiselustig. Seitdem jedoch Herr Pannen in seiner Mobilität immer weiter eingeschränkt ist, ging es auf keine Reise mehr. Wir haben daher denen angeboten, dass sie mit uns mitkommen. Sie sollten für sich mal entdecken, wie eine Kreuzfahrt ist und dass es eine Form ist, die es auch mobilitätseingeschränkten ermöglicht wieder auf Reisen zu gehen.

Um das Ergebnis vorweg zu nehmen:

Die NORWEGIAN DREAM war zwar nicht "unser" Schiff, aber wir zehren noch heute von dem Kredit der Crew von damals, wenn wir an NCL denken. Deswegen war unsere Enttäuschung auf der NORWEGIAN JEWEL auch besonders groß später, weil es zwar "unser" Schiff war, aber nicht "unsere" Crew, so wie wir sie auf der NORWEGIAN DREAM kennengelernt haben. Die Crew hat damals Herrn Pannen mehr oder minder auf Händen getragen! Ich war begeistert!!! Frau Pannen und Herr Pannen übrigens auch: deswegen sind sie auch mit uns auf der NORWEGIAN JADE in September ab Barcelona wieder mit dabei.

Übrigens: NCL Wiesbaden hat hier sich für die NORWEGIAN JADE-Buchung auch super verhalten und immer geguckt, wie man sie am besten unterbringt und obwohl wir die Flüge nicht mit NCL gebucht haben, haben wir zahlreiche Tipps erhalten, was wir bei der Buchung alles berücksichtigen müssen.

Ich weiss auf jeden Fall eines: wenn ich erst mal so alt werde, wie Herr Pannen und dann auf Reisen gehe: den ersten, den ich fragen werde, wird NCL sein.

Aber zurück zur Anreise:

Es ging dann nach Dover auf die Fähre mit Seafrance. Die Fährfreunde mögen mir verzeihen: aber Fähren sind nicht meins. Keine Ahnung mehr: neueste Generation - entweder CEZANNE oder BALZAC...

War aber ganz nett - und nachträglich ärgere ich mich, dass wir den Eurotunnel für die Anreise auf der NORWEGIAN JEWEL gewählt haben.

Angekommen bekomme ich meinen "Nervenzusammenbruch": Der erste Kreisverkehr ist direkt bei der Ausfahrt aus dem Fährhafen in den Eastern Docks und er ist nicht der letzte bis zum Cruise Terminal an den Western Docks...

Zwischendurch halten wir mal am Bahnhof Dover Priory Street.

Für den Fall, dass ich mal nicht mit der Bahn anreise:

wie sieht die Lage dort aus???



Taxis stehen um die Ecke.



Und wenn man die nachfolgenden drei Bilder sieht: die Stadt liegt nicht so weit weg vom Cruise Terminal aber zum Laufen doch ein wenig viel... (Übrigens fährt für 1 GBP an Tagen, an denen ein Schiff im Hafen liegt, ein Doppeldecker muss in die Innenstadt - bloß nicht zum Bahnhof oder Busbahnhof... - nur zum Sightseeing).







Wir werden am Cruise Terminal 2 abgefertigt.

Am Parkplatz wird sofort ein Minibus gerufen, der uns zum Cruise Terminal bringen soll.

Dort geben wir schon unser Gepäck auf, und können direkt zum Check-in, ohne uns anzustellen. Deswegen war ja auch die Erfahrung beim Einchecken mit der NORWEGIAN JEWEL besonders ärgerlich, weil wir eben das mit der NORWEGIAN DREAM in sehr guter Erinnerung hatten.



Und hier ein paar Preise für Taxifahrten, wenn man wieder zurückkommt. Da wir einen anderen Ausgang benutzt haben, als wir jetzt mit der NORWEGIAN JEWEL angekommen sind, kann ich leider die Preise aus 2007 nicht bestätigen.



Der Check-in lief übrigens ganz toll. Herr Pannen konnte sich setzen und die Dame am Check-in kam ihm mit der Kamera entgegen, damit er nicht extra für die Cruisecard-Aufnahme aufstehen muss. Da Frau Pannen sich nicht mehr mit dem Umgang einer Kreditkarte befassen wollte, hat sie eine Anzahlung mit den USD-Reiseschecks geleistet. Auf der NORWEGIAN JADE werden wir einfach meine 2. Kreditkarte nutzen und ihr den Betrag hinterher in EUR nennen, den sie uns zurücküberweisen soll. Wenn die Anzahlung aufgebraucht ist, wird es kompliziert an Bord. Deswegen: wer immer kann: Kreditkarte für die Kreuzfahrt anschaffen: erleichtert das Leben an Bord ungemein.

Cruise Terminal 1 war übrigens an diesem Tag durch die DELPHIN belegt. Zu diesem Zeitpunkt haben wir sie ja schon gebucht. Nicht zu glauben, dass wir uns wieder nach der NORWEGIAN PEARL und MSC MUSICA auf so ein kleines und deutschsprachiges Schiff wagen würden. Dass wir nicht enttäuscht wurden, kann man ja hier nachlesen.




Das Schiff

Ein "Mythos" (oder wie immer man es auch nennen will...) umgab die NORWEGIAN DREAM. Zahlreiche Berichterstattungen über die Passage durch den Nord-Ostsee-Kanal und die Gründung eines eigenständigen Fanclubs, ließen uns annehmen, dass es etwas besonderes sei, mit diesem Schiff zu fahren. Sicherlich haben wir keine Fahrt auf der QUEEN MARY 2 erwartet, aber da wir ja nicht durch den Nord-Ostsee-Kanal gefahren sind: das Schiff war für uns weder Fisch noch Fleisch, nach dem wir von der NORWEGIAN PEARL und MSC MUSICA zurück sind.

Deswegen: wir haben kaum Bilder vom Schiff - Nur folgende zwei habe ich gefunden.






Die Kabinen

Die Reise konnte man in Wiesbaden nicht buchen und wir wurden an NCL London verwiesen. Die erste reine britische gecharterte Gay-Kreuzfahrt wurde wohl kurzfristig abgesagt, so dass wir für 99 GBP (damals ca. 150 EUR) die Innenkabine buchen konnten. 5019 war eines der zahlreichen Upgrade-Überraschungen von NCL. Die Ausstattung der Kabine hat uns positiv überrascht.















Übrigens haben wir späer Capt. Paul Wright auf der QUEEN VICTORIA die Bilder von der NORWEGIAN DREAM gezeigt und gefragt, warum die Kabinen nicht so praktisch eingerichtet sein könnten, wie auf der NORWEGIAN DREAM, die ja nicht wie die QUEEN VICTORIA fabrikneu ausgeliefert wurde... Seit dem spricht er übrigens nicht mehr mit uns...


Da die Balkonkabinen auf der NORWEGIAN DREAM unbezahlbar sind (es gibt nur wenige auf dem Schiff...) und Herr Pannen einen schnellen Zugang zu einem offenen Deck braucht, haben wir die 7014 direkt neben einem Ausgang zum Promenadendeck gebucht.





Man konnte schön rausgucken und so die Kreidefelsen sein...

... und wenn man versucht reinzugucken, sieht man auch bloß die Kreidefelsen...



Eine "Peep-Show" gab es nur dann, wenn man hätte Scheinwerfer im Zimmer aufstellen können und sich jemand die Nase plattgedrückt hätte.

Als mir ausgerechnet diese Kabine für eine spätere Reise angeboten wurde, habe ich dankend abgelehnt... Der Gedanke, dass ich im Bett meiner Grundschullehrerin schlafen sollte, erschien mir doch zu fremdartig... Ich bat daher mir eine andere Kabine zuzuteilen.


Bei der Abreise konnten wir noch ein paar andere Kabinen uns angucken:

5139 - möchte ich nicht drin begraben sein - erinnert mich zu sehr an Fähren...




5140 sah schon besser aus...



... sogar mit einer echten Sitzecke im wahrsten Sinne des Wortes:




Die Restaurants und das Essen

Das Hauptrestaurant Four Seasons



War allerdings nicht unser Restaurant. Der Transitverkehr durch das Restaurant, wenn man vom Bug zum Heck wollte, war uns doch zuviel.

Das Hauptrestaurant Terraces



Das war wirklich schön.

Vor allem sehr nettes Personal, bis auf das letzte Frühstück. Jede Menge Tische leer, aber man wollte Herrn Pannen lieber noch ein Minuten stehen lassen, und keinen Stuhl holen, damit er sich mal einen Moment hinsetzen konnte. Das fand ich nicht so toll...



















Natürlich dürfen unsere Egg Benedict auf Lachs nicht fehlen...

Das französische Zuzahlrestaurant Le Bistro



Hier haben wir unsere "Liebe" zu den Zuzahlrestaurants entdeckt.













Das war übrigens die leckerste Ziegenkäsepastete der Welt...



... und hier der besondere Service, der hier Frau Pannen zum Strahlen brachte.
Nun versteht ihr vielleicht meine Enttäuschung auf der NORWEGIAN JEWEL.
Die Kleinigkeiten, die das Besondere ausmachten: einfach weg.



So auch die Canard à l'Orange, die damals noch am Tisch flambiert wurde...







Seit dem ersten Erlebnis, sind wir Dauergäste in den Zuzahlrestaurants auf NCL-Schiffen!!!

Das italienische Zuzahlrestaurant Sun Terrace



Das waren eigentlich bloß die oberen Decks des Terrace-Hauptrestaurants.

Das SB-Restaurant Sports Bar und Grill



... mit dem Charme unserer Kantine...
und die Pizzeria,



die sicherlich auch mit Il Cunina oder vergleichbarem auf der Juwel-Class nicht standhält...


Die Crew

Für mich war es extrem wichtig, dass alles reibungslos läuft:

1. Ich hatte ja meine Grundschullehrerin und ihren Mann dabei, denen wir NCL empfohlen haben

und

2. Durch die Mobilitätseinschränkung brauchten wir von vielen die Extra-Meile, die sie laufen mussten.



Nach 21 Kreuzfahrten kommen mir die Rettungsübungen aus den Ohren raus. Nur bei NCL wird ja geprüft, ob man da ist. Leider fand die Seenotrettungsübung auf der NORWEGIAN DREAM auf dem Promenadendeck im Stehen statt, was für Herrn Pannen natürlich nicht so toll war.

Positiv fiel er jedoch auf, der immer durch lustige Bemerkungen versucht hatte, die Leute bei Laune zu halten:

1. wie beschrieben: es fand im Stehen statt...

2. und es war nicht besonders warm...

In St. Peter Port wurde ja getendert. Da zeigte sich, wie toll die Crew von der NORWEGIAN DREAM war: sie hätten Herrn Pannen die Treppe runtergetragen. Es war einfach klasse! Daher hoffe ich doch, dass es auf der NORWEGIAN JADE genauso gut läuft, wenn wir dort in Cannes tendern.



Eigentlich gab es nur noch einen echten Ausreißer:

Der Future Cruise Consultant, der am liebsten in seinem Kabuff hinter der hohen Theke hockte und nicht gestört werden wollte. Seine Körpersprache verriet immer: "Haben Sie kein Reisebüro, das Sie mit Ihren Fragen belästigen können?"


Die Unterhaltung

Die Cruise wurde ja für den britischen Markt aufgelegt. Daher gab es in der 1. Nacht auch einen Britischen Comedian, den ich nicht so toll fand. Sein Humor ging auf Kosten von Minderheiten und Nationen. Ich mochte ihn und seinen Humor nicht. Zufällig traf ich ihn dann im Internet-Café gegen 01.00 Uhr und sprach ihn darauf an: Er hielt sich für so gut, dass er mich nicht ernst nahm. Leider war der Internet-Anschluss wie üblich so schlecht, dass ich bei Wikipedia unter "Arroganz" nicht nachgucken konnte, ob ein Bild von ihm einfach hinterlegt war.

Ich nahm das Gespräch jedoch zum Anlass dem Cruise Director ein paar nette Zeilen zu schreiben. Er war jung, aus Jamaica, erstes Engagement in Europa und kam mit einer Euphorie an Bord, die für das Publikum an Bord fehl am Platz war: Er hat nämlich versucht, durch eigenen Gesang und Tanzeinlagen das Publikum zu begeistern und mitzunehmen. Wir fanden es toll, die Amerikaner auf einer Karibikkreuzfahrt hätten ihn bestimmt auch toll gefunden, bloß die zurückhaltenden Briten konnten wohl nichts damit anfangen.

An seinen Namen kann ich mich nicht erinnern, dazu müsste ich in das Programm gucken, das zu Hause ist. Aber er hat sich Zeit für uns genommen, und uns abends auf einen Drink eingeladen, damit wir uns unterhalten konnten.

Wir haben ihm erklärt, dass wir eben Deutsche sind, und dass ich Witze auf Kosten von der deutschen Vergangenheit nicht besonders komisch finde. Genauso wenig auf Kosten von Behinderten oder anderen Minderheiten. Und sollte der British Comedian noch auf die Ostseekreuzfahrten mitkommen, wäre es mit Sicherheit ein Grund, warum möglicherweise Deutsche nicht wieder mit NCL fahren würden.

Er hatte uns erklärt, dass der British Comedian testweise an Bord sei und uns noch so nach dem europäischen Geschmack befragt. Wir hatten ja nun auf der MSC MUSICA erlebt, wie Anna geschafft hat, alle Nationen an Bord zu begeistern. Er war auf jeden froh, dass er Gelegenheit zu dem Gespräch hatte und wir auch. Er war ja der Beweis dafür: nicht alle Cruise Directors sind so wie Soozy von der NORWEGIAN JEWEL, die sich für die Anliegen ihrer Gäste nicht interessieren...

Auf jeden Fall hatte er uns geraten uns unbedingt die 2. Show anzugucken. Schade, dass Frau und Herrn Pannen, nach dem British Comedian ihn öffentlich als "Tote Mumie" bloß gestellt hatte, keine Lust mehr hatten, nochmals in eine NCL Show zu gehen. Sie haben auf jeden Fall etwas verpasst. Leider haben wir hiervor keine Bilder. Es war jedoch der Anlass, dass wir aufrüsten müssen: 3200 ISO ist seitdem unser neuer Standard, um auch Aufnahmen von den Shows machen zu können.


Der Landgang in St. Peter Port

St. Peter Port - Guernsey -

in vielen Internetbeiträgen immer ein Hafen, den man mit der Chance von 50:50 erreichen kann.

Wir haben an diesem Tag Glück und ich gucke in Ruhe der Crew zu, wie sie alles für das Tendern vorbereiten.





Über die Tourismusinformation habe ich eine deutschsprachige Fremdenführerin gebucht. Eddie kommt auch Hamburg und im Vorfeld haben wir schon geklärt, dass das beste Trinkgeld "Niederegger Marzipan" sei. Wir haben es mit. Wir haben einen Mietwagen bestellt, das schon vor dem Terminal wartet und Eddie bietet mir an, dass sie auch das Fahren übernimmt, weil ich seit Malta den Linksverkehr mit einer Rechtslenkung versuche zu meiden.

Unsere Tour führt uns durch eine wunderschöne Landschaft, die an die Rosamunde Pielcher-Filme im ZDF erinnern.









Wir haben es sehr genossen.

Frau und Herr Pannen sind vorzeitig zum Schiff gegangen und wir haben die Chance genutzt, eine bessere Position zum Fotografieren zu suchen.

Die haben auch gefunden. Nur war sie weiter weg, als wir dachten...

Wir haben es gerade noch geschafft, den letzten Tender zurück zu bekommen...



Auf jeden Fall, die Ausschiffung erfolgt so, wie wir es von den langen Fahrten gewohnt sind. Daher verstehen wir nach wie vor, die Organisation auf der NORWEGIAN JEWEL nicht.

Obwohl angesagt wird, dass wir bis 10.00 Uhr unsere Kabinen behalten können, werden wir rausgetrieben.

Die Koffer stehen unten, als wir rausgehen. Ich hole den Wagen, um Gepäck und die anderen einzuladen.

Zurück geht es mit der Fähre: Dieses Mal auf einer alten Sealink-Fähre, die heute für P&O fährt.

Insgesamt hat die Crew mich total begeistert und wenn ich heute bei NCL etwas negativ wahrnehme, dann denke ich immer gerne an die Crew auf der NORWEGIAN DREAM zurück, weil ich weiss: es geht auch anders!!!

Hoffen wir, dass die 2. gemeinsame Reise mit Frau und Herrn Pannen auf der NORWEGIAN JADE genauso schön wird, wie die damals auf der NORWEGIAN DREAM. Nun mit einem Schiff der Jewel-Klasse und mit einer Crew wie damals auf der NORWEGIAN DREAM kann es ja auf der NORWEGIAN JADE sich nur zu einer Traumreise entwickeln.

Sonntag, 24. August 2008

5. MSC MUSICA



MSC Crociere
07. - 18.01.2007
Genua - Neapel - Piräus - Rhodos - Alexandria - Tripolis - Civitavecchia - Genua



89.600 t
Fincantieri, Italien
2006
2.550 Passagiere (UB)
4*, 1.444 Punkte
(Stand 2007)


Auszüge aus eigenen Beiträgen im cruise-chat.com.
Auf das Kopieren fremder Beiträge (= direkte Reaktionen) wurde verzichtet.
Daher bitte um Verständnis, wenn Teile als zusammenhangslos wirken:

Link zum eigenständigen Blog


Im "Dialog" finden sich alle ursprünglichen Beiträge hier:
http://cruise-chat.com/eve/forums/a/tpc/f/7281047722/m/9861057232/

Samstag, 23. August 2008

4. NORWEGIAN PEARL



Norwegian Cruise Line
30.11. - 01.12.2006 (1. kommerzielle Reise)
Rotterdam - Southampton



wurde zu diesem Zeitpunkt von Douglas Ward noch nicht aufgenommen.

Bewertung aus 2007:

93.000 t
Meyer Werft, Deutschland
2006
2.376 Passagiere (UB)
NYR - noch nicht bewertet
(Stand 2007)


Auszüge aus eigenen Beiträgen im cruise-chat.com.
Auf das Kopieren fremder Beiträge (= direkte Reaktionen) wurde verzichtet.
Daher bitte um Verständnis, wenn Teile als zusammenhangslos wirken.
Im "Dialog" finden sich alle ursprünglichen Beiträge hier:
http://cruise-chat.com/eve/forums/a/tpc/f/1861047722/m/2961040732


29.11.2006:

Hij uit Rotterdam,

vielen Dank für die Wünsche und hier meine Grüße aus Rotterdam:













Rochester ist da mit an Bord... Schnief... früher als ich...

Morgen bin ich aber dran!

Und ich will auch ein Feuerwerk!!!

Gruß
HeinBloed


30.11.2006:

Hij an Bord der NORWEGIAN PEARL:

1. Ueberraschung: wir haben ein KLEINES Upgrade bekommen: statt unserer Innenkabine haben wir eine Balkonkabine auf Deck 9 bekommen.

2. Ueberraschung: Moebelausstellung im Zimmer - so schoen, wie die 1. Ueberraschung war. Ein Tischchen weniger und ein kleinerer Sessel wuerde dem Raum guttun.

3. Ueberraschung: 299 EUR fuer 10 Tage Miami und man wird dort von Bord gerollt. Dagegen gab es auf der LILI MARLEEN nur Petit Fours zu essen...

4. Ueberraschung: Mit Rochester telefoniert, dem es sehr gut gefallen hat - Bobcat und Crown Prince schon getroffen.

Mal sehen was fuer Ueberraschungen der Tag noch bringt.

Es gruesst herzlichst von Bord der NORWEGIAN PEARL

HeinBloed

(Sch... englische Tastatur...)

@Susi: Bild vom gruenen Sessel ist gemacht... Ich brauche nun einen Augenarzt, weil alles hier in Tuerkis ist...


Guten Abend von der NORWEGIAN PEARL.

Mir tun die Füße weh – da kann ich schon Freunde der LILI MARLEEN, die auf einer VOYAGER OF THE SEAS unterwegs und sagen, dass es denen besser gefallen hat. Unter diesem Aspekt gebe ich solchen Leuten vollkommen Recht.

Auch wenn sie auf der Suche nach skurrilen Typen sind: auch lassen sie sich finden! Es gibt ja eigentlich rund um die Uhr etwas zu essen und das kostenlos. Muss man sich dann mittags ein Doggy-Bag zurecht machen und es nachmittags ins Restaurant mitnehmen und wieder auspacken???

Ansonsten ist das Schiff bunt gemischt. Was mir total gut gefällt: Die Freundlichkeit der Crew. Eigentlich sind nur die Offiziere ein wenig doof, weil sie meinen immer mit einem Handy am Ohr durchs Schiff laufen zu müssen. Da lobe ich mir doch meinen finnischen Captain auf der WASA QUEEN, der mit der notwendigen Aufmerksamkeit, die ihm gebührt über das Deck gelaufen ist.

Ich gebe jetzt auch etwas zu, was ich hinterher eigentlich noch bedauern werde. Sie haben mich von NCL – eindeutig geschafft mich zu kaufen – Freunde der NORWAY, der UNITED STATES und INDEPENDENCE: Hard to say I’m sorry – aber mir gefällt das bisschen, was ich bislang gesehen habe, um Mathias K. Argumente nachzuvollziehen, warum es auf einer NORWEGIAN DREAM schön war, durch die Ostsee zu schippern, und warum sich der Preis gelohnt hat. Und ich kann auch ferrycruisers Argumente gut verstehen, der sagt, einmal Freestyle und man will gar nichts mehr anderes.

Als Tipp für alle zukünftigen NORWEGIAN PEARL-Fahrer schon mal vier Tipps so weit:

1. Nehmt euch ein Sitzkissen mit. Im Garden Palace sitzt man so niedrig, dass man sich wie bei 7 Zwergen vorkommt.
2. Nehmt einen oder mehrere Adapter für US-3-Pol (inkl. Erdung = 2 flache + 1 runder Pol) mit!!! Alles 110 V. Außer ihr wollt, wie unsere Nachbarn die Geräte im Flur nachladen, weil die Staubsauger mit 220 V Euronorm betrieben werden.
3. Anderes Toilettenpapier – auch die Bahn hat ja auf ein bärchenweiches Klopapier umgestellt – warum muss ich hier auf eines zurückgreifen VEB Papierwerke Schwedt Nachwendeära.
4. Lasst euch nicht von einer deutschen Hochleistungs-WMF-Kaffeemaschine täuschen. Sie funktioniert nur so gut, wie der Kaffee, den man befüllt.

So ein schönes Badezimmer. Manches Hotel könnte sich davon eine Scheibe abschneiden.

Nur der Teppichboden – der ist wohl nicht für lange Dauer geplant.

Ansonsten sehr schönes Schiff.

Und in der Tat, alles was man auf einer Jungfernfahrt befürchten kann, passiert auch schon. Das ist ja das einzige Schiff mit einer Bowling-Bahn. Sie wird ziemlich gut angenommen. Mit dem Erfolg, dass die Bar auch sehr beliebt ist. Die Nachschublogistik stimmt nicht, so dass auch diejenigen, die bedienen müssen, sich um den Nachschub kümmern müssen. Um den europäischen Markt zu entsprechen wurden auch neue europäische Marken ins Angebot genommen, die auf den Philippinen nicht unbedingt dort im Standardsegment eines durchschnittlichen Supermarktes vermarktet werden. Daher war es schon witzig zu sehen, dass man das Etikett einer Flasche Degustif mehrfach studieren musste. Wir haben uns dort mit Bobcat auf einen Drink getroffen – und wenn ältere Damen hier aus dem Forum schon immer mal interessante „halb-erotische“ Aufnahmen einer begehrenswerten Frau machen wollen: Soviel Samt und Plüsch, dass man denkt, man sei in einem Bordell (so wie man sich das dem Fernsehen vorstellt!!!).

Ich werde mich mal für das Abendessen mit Crown Prince fertigmachen.

In diesem Sinne:

Bis morgen früh aus „United Kingdom Twelve Points – Royaume Uni Douze Points“

HeinBloed


01.12.2006:

Sorry – nun muss ich anfangen zu lügen!

Lügen haben kurze Beine und die braucht man auch, um es auch körperlich in dem Stardust Theater auszuhalten. Geht man mal davon aus, dass der Durchschnittsamerikaner seit der Entdeckung durch Christoph Columbus etwas kräftiger geworden ist, frage ich mich ernsthaft, warum das Hauptpublikum in die Reihen gezwängt wird.

Und damit zum Tipp 4: Entweder das Kissen mitnehmen, das man schon im SB-Restaurant mithatte, um sich höher zu setzen, nur dieses Mal wegen der Enge als Knieschutz zu den Vorderreihen. Alternativ für diejenigen, die Multi-Purpose-Tools nicht mögen: In guten Sportgeschäften gibt es Knieschoner für Volleyballer.

Im Falle einer schnellen Evakuierung kann ich auch noch empfehlen, zwei Elefantenfüße (kennt man aus dem Büro) oder ein Fußbänkchen mitzubringen. Es ist alles so beengt, dass der direkte Weg zum nächsten Notausgang vielleicht über die Sitzreihen vor einem liegt. Das Problem: Hat man vorher zu viel gelogen, dass man in die Sitzreihe passt, geht es vielleicht nicht mehr darüber, so dass ein Fußbänkchen (besser zwei: für die obere und untere Reihe!) oder ein Elefantenfuß weiterhelfen.

Wenn man dann noch das Pech hat, dass man zu „alt“ und zu „konservativ“ (dann doch lieber „Lili Marleen“ auf der LILI MARLEEN) ist, um eine Mischung aus „Stomp“, „The Blue Men Group“, Fahrradartisten und die heutige Show von Madonna steht, dann ist man wirklich verloren. Anderen hat die Show sehr gut gefallen – das hat man am Applaus gemerkt. Mir eben nicht so, wobei die ein paar halbnackte Jungs schon ihre Reize hatten, aber nicht der tätowierte auf dem Bonanza-Rad, dessen weiße Feinripp-Unterhose von Schiesser aus der Edeljeans rausguckte.

Es wäre allerdings stark gelogen, wenn ich behaupten würde, dass der gesamte Abend ein Reinfall war. Crown Prince hatte das „Indigo“ als Restaurant vorgeschlagen. Durch seine frühzeitige Restaurantreservierung blieb es uns erspart, dass wir die modernen Pager-Geräte ausprobieren mussten. Ein schöner Fenstertisch war die Belohnung für seine Mühen. Es fing mit einem Meeresfrüchtecocktail an, der zum Glück nicht aus kalten Fischstäbchen bestand, aber in der Präsentation mehr an einen Eisbecher erinnerte, bei dem die Schlagsahne fehlte. Alles in allem recht neutral, nachdem ausgerechnet der Klecks oben drauf Ketchup sein musste. Schade!

Der nächste Gang bestand aus Kürbis, Ingwer und Surami-Streifen und das ganze als Suppe. Das entsprach voll meinem Geschmack.

Der Hummerschwanz war auch richtig lecker. Als Chinese kann ich allerdings mit Risotto mit allem möglichen darin wenig anfangen.

Drei kleine Fauxpas sind dann doch im Rahmen der Jungfernreise zu verbuchen:

1. Die Kellner kannten sich selbst noch nicht so aus, deswegen hatten sie selbst eine Orientierungshilfe mit.
2. Das würde auch erklären, dass Sie vielleicht nicht so häufig in ihrer eigenen Sektion anzutreffen waren, wie es erforderlich gewesen wäre, um die notwendige Aufmerksamkeit meinem Glas zu schenken, das zwischenzeitlich leer war.
3. Ein Dessert war nicht verfügbar, mein Frozen Yogurt – möglicherweise haben sie es nicht wiedergefunden in dem großen Schiff.

Was mir sehr gut gefällt:

Die Getränkepreise als Antialkoliker: Eiswasser und –tee umsonst, wobei der Eistee mir zu stark war. Cranberry-Juice 1,50 USD und 0,33 l Cola 1,75 USD + 15%.
Die Fotos (2 er-Set) mit 14,95 USD am Rande des Akzeptablen.

Und die Wäschepreise betrifft – auf jeden Fall die Dreckwäsche mitnehmen und gewaschen nach Hause nehmen!!!

Last not least: auf der LILI MARLEEN war es ruhiger von der Vibration und vom Schaukeln her als derzeit auf der NORWEGIAN PEARL. Es freut mich sehr, dass selbst nagelneue Schiffe vor solchen Problemchen nicht gefeilt sind und daher man auch hierauf keine Laufruhe einer Totenhalle erwarten darf.

Was allerdings im Moment nervt: Irgendetwas ist auf einem Balkon ungesichert und scheppert die ganze Zeit irgendwo gegen.

Mal sehen, was der Morgen bringt.


Es ist mitlerweile 3.30 Uhr morgens Greenwich Mean Time…

Irgendwie treibt mich der Hunger, Durst und der verlorene Kampf um die Decke raus.

Gegen den Hunger und Durst sitze ich nun hier im Blue Lagoon und stelle fest, dass außer mir um diese Zeit noch weitere vier Tische. Aber ich bekomme auch gegen Bezahlung keinen Cranberry-Juice mehr. Zum Frühstück in ein paar Stunden könnte ich ihn kostenlos haben. Die Einrede, dass ich ihn schon den ganzen Abend gegen Bezahlung haben konnte, zählt nicht.

Während ich auf mein Essen warte und schon gespannt bin, wie Chinesisch das chinesische Essen ist, muss ich berichten: Auch nach mehr nach acht Jahren: Die Decke für zwei ist ja riesig, aber wenn zwei gleichzeitig Herr über die Decke sein wollen, zählt das Argument, dass man unter einer Decke schön kuscheln kann, auch nichts mehr. Auf jeden Fall ist das ganze ein ganzer nächtlicher Kampf… Jetzt deswegen den nächtlichen Cabinservice testen, um eine 2. Decke zu bekommen?

Was jedoch sehr süß ist: Die Verpackung der Duschhaube und des Schuhputzschwamms. Erstere hat den Aufdruck, dass keine Anleitung zum Karaoke vorhanden sei (Lärmschutz für die Nachbarschaft) und zweiteres hat den Aufdruck, dass sie für Sneakers und Flip-Flops nicht geeignet sind (wohl um sich vor Katzen-in-der-Mikrowelle-Prozesse zu bewahren).

Die Wan-Tan-Suppe kann ich als Chinese schon mal nicht empfehlen. Schmeckt wie Tortellenis, die trocken aus der Tüte zubereitet wurden.

Die öffentlichen Bereiche sollen WLAN haben. Und das andere für 75 US-Cent/Minute ist so langsam, dass man genauso gut eine Brieftaube verschicken könnte. Auch Beschwerden bringen nichts. Man bekommt hierfür kein Geld zurück und auch der Hinweis, auf einen fehlenden Hinweis, wird darin entgegnet, dass auch einige Gäste immer noch sehr langsame Internetverbindungen mehr schätzen, als gar keine… Und Ausdrucke kosten je 50 US-Cent/Seite extra.

Ich hoffe, dass das Essen im Lotus besser als im Blue Lagoon ist. Aber die Portionen erinnern mehr an einen Snack als eine vollständige Mahlzeit. Es sei denn, dass sie bisher die großen tiefen Teller noch nicht gefunden haben. Und für diejenigen, die sich gebratene Nudeln bestellen wollen: Lasst es sein! Und so nett, wie sie sind. Ihre Aufmerksamkeit gehört eindeutig das Eindecken für das Frühstück… Schade!

Was ich im Moment auch ein wenig schade finde: es gibt kein Tagesprogramm mehr für den 2. Tag, so dass man weiss, welche Restaurants wann für das Frühstück geöffnet haben und wie die Ausschiffung läuft.

Ich werde jetzt mal einen nächtlichen Streunerrundgang machen.

Und der führt zur Rezeption zunächst:

Es sind 1.800 Passagiere an Bord und im Moment 1.200 Besatzungsmitglieder. Tolles Ratio – wie auf einem Luxusschiff.

Und irgendwie sind die hier doof…. Auch mein Internet-Account wurde geschlossen, aber man kann es nicht reaktivieren und helfen will und kann man mir auch nicht. Und auch sonst wenig freundlich und hilfsbereit.

Letzter Tipp noch: Handies deaktivieren. Satelliten-GSM-System an Bord, dass Satelliten-Signal zu GSM roamt und die Sache stark verteuert.

Bis später!

Gruß
HeinBloed


Good Morning!

Nun befinden wir uns auf dem Transfer zum Flughafen Heathrow.

Schade, dass heute Morgen die Ausschiffung für meine Begriffe chaotisch verlief. Nach dem ich drei Mal an der Rezeption angefragt, ob es Informationen über die Ausschiffung gibt, und sie drei Mal für die Kabine zugesagt und nicht wieder gekommen sind, war es schon eine böse Überraschung, als auf einmal die Ansage kam, dass alle NCL-gebuchten Transfergäste jetzt von Bord gehen sollten…

Aber wir haben es geschafft und waren auch nicht die letzten…

Zunächst einmal zurück nach Rotterdam. Ein Feuerwerk gab es leider nicht, da wir ja leider zur hellen Tageszeit um 16.00 Uhr ausgelaufen sind.

Dennoch ein Ersatz:



Zunächst ging es ein ganzes Stück rückwärts in den Waalhaven rein, bevor wir vorwärts Richtung offene See drehen konnten.

In unserer Kabine sind folgende Bilder entstanden:















Dann ein paar Eindrücke aus der Villenecke:







Man siehe: zwar gucken die Knie bei der Kürze der Badewanne sicherlich wie bei LORIOT’s Müller-Lüdenscheidt und Dr. Klöbner aus der Wanne raus, aber man kann fernsehen und rauswinken!





Das war vom Schnitt her unsere Lieblingskabine – eine mit eingeschränkter Sicht. Aber so toll geschnitten – hat uns sogar besser gefallen, als unsere eigene Balkonkabine!!!



… und das eine normale Außenkabine und als besonderen Service die Innenkabine (vergleichbare):





… und ein ganz besonderer Service für unsere Susi:



HeinBloed live beim Päusken in der Spinnaker-Bar. Sehr schöne Aussichten!!!
Und dafür hätte ich gern ein Bild von dir, wenn du dich hier reinsetzt:



Ein paar Ansichten vom Schiff:





Cagney’s





Eindrücke aus der High-Society-Zone.





Eindrücke aus dem Gardens Café und Pool-Deck-Büffet





Eindrücke aus der Lobby



und die Bowling Bahn



Le Bistro (Zuzahl-Restaurant)



Das Stardust-Theater mit den viel zu engen Sitzen.



Der Summer Garden – nach St. Petersburger Motiven nachempfunden, mit sehr nettem und aufmerksamen Personal und ein schönes Bedienfrühstück. Unbedingt die Fruchtplatte mit Hüttenkäse und das Egg Salmon Benedict probieren. Richtig lecker. Vor allem das tolle Kümmel-Roggenbrot. Hmmm…. Wir fanden den Service vom Maître bis zum Hilfskellner so nett, dass wir hierüber hinaus auch extra getippt haben. Wenn wir jetzt für 299 EUR noch die 10 Tage nach Miami ausgeben würden, würden wir vermutlich noch 20 kg dazulegen. Die Maîtresse hat uns sogar noch einen ganzen Satz Speisekarten zusammengestellt.





Last not least: Das Queen Elizabeth II-Terminal in Southampton bei der Ankunft.



Der Transfer läuft ganz gut. Überraschend: Obwohl UK kein Schengen-Land ist, fand keine Kontrolle statt. Vielleicht haben sie ja genügend Vertrauen in die niederländischen Kollegen gehabt, die uns ja in Rotterdam kontrolliert haben. Neben uns ist eine nette NCL-Mitarbeiterin mit der wir uns austauschen. Aber der Geschäftsführer aus Wiesbaden mag nicht mit mir sprechen. Nun kann ich auch verstehen, warum die kritischen Anmerkungen über NCL Wiesbaden immer wieder zu lesen ist. Schade, dass man nicht Gelegenheit ergreift sich mal Forensmitgliedern auszutauschen. Schließlich nicht unwichtige Multiplikatoren.

Unser Fazit: Die Anlaufschwierigkeiten haben wir als solche bewertet und würden sogar am 02.12.2006 wieder an Bord gehen, wenn es unsere Urlaubstage zulassen würden. Bis auf Rezeption haben wir nur sehr nettes Personal erlebt. Für die Planungen nach 2008 sollten die mit uns rechnen. Und falls die NORWEGIAN GEM auch wieder so etwas anbietet, drohen wir wieder damit dabei zu sein.

Gruß
HeinBloed


02.12.2006:

Moin,

kleiner Nachschlag für alle diejenigen, die noch nicht wissen, was sie am Wochenende kochen sollen und daher den Einkaufszettel am Schreiben sind.

Zunächst der Non-Food-Bereich für alle diejenigen, die noch nicht wissen, wie sie sich am Wochenende beschäftigen könnten, und Anregungen brauchen:









Und dann für alle diejenigen, die bereits die NORWEGIAN PEARL gebucht haben und noch nicht wissen, ob sie die dreckige Wäsche an Bord nehmen oder lieber die saubere:




Und diejenigen, die sich überlegen, ihre Kosmetikerin vor einer Fahrt auf der NORWEGIAN PEARL quälen, um unbedingt u. U. einen Termin vor der Abfahrt zu bekommen:



Für die Menüauswahl falls Besuch am Wochenende kommt, schlage ich aus dem gemeinsamen Besuch mit Crown Prince im INDIGO-Restaurant folgendes vor:



Und wem das nicht reicht noch ein paar Menüvorschläge aus dem Summer Palace





Vorschlag 2:





Vorschlag 3:






In diesem Sinne:

Schönes Wochenende und Guten Appetit!

Gruß
HeinBloed

3. STAR PISCES



Cruise Ferries
23. - 24.09.2006
Hongkong - Hongkong ("Cruise to nowhere")



40.012 t
Wartsila, Finnland
1990 (KALYPSO)
1.394 Passagiere (UB)
3*, 1.247 Punkte
(Stand 2006)


Auszüge aus eigenen Beiträgen im cruise-chat.com.
Auf das Kopieren fremder Beiträge (= direkte Reaktionen) wurde verzichtet.
Daher bitte um Verständnis, wenn Teile als zusammenhangslos wirken.
Im "Dialog" finden sich alle ursprünglichen Beiträge hier:
http://cruise-chat.com/eve/forums/a/tpc/f/1861047722/m/1081038452?r=1081038452#1081038452


24.09.2006:

Ni hao aus Hongkong,

mein Schiff ist schon da... Wollt ihr mal sehen???



Es wirkt eigentlich so, als ob ein Frauchen Gassi geht..., wobei ich mir immer noch nicht sicher bin, wer wer ist...



Komm her zu Herrchen:



Brav - dreh dich mal, damit ich dich in voller Pracht sehen kann...



Bis später vom Schiff!

Gruß
HeinBloed


Hallo zusammen,

im Moment bin ich ziemlich frustriert...

so ein tolles Schiff und so missbraucht...

Das Schiff ist in den oeffentlich zugaenglichen Bereichen in einem ganz tollen Zugang. Nur die WC-Sitze erinnern an Plaste und Elasta aus Schkopau...

Niemand nutzt die Faszilitaeten des Schiffes. Ich war der einzige Gast in der Pianobar, weil alles nur am Zocken ist. Die besten Plaetze werden durch Getraenkepackages "blockiert" (eben mit Getraenkenpackages statt Handtuechern) - Dadurch wird es fuer Interessierte sehr unattraktiv, dort zu verweilen, obwohl ein paar Paerchen vorbeikamen und sich gerne vorne hingesetzt haetten. Nur entweder ist das absichtlich vom Management, damit alle zocken gehen.

Wenn STAR PISCES ein "typisches" STAR CRUISE-Produkt sein sollte, dann Gute Nacht. Denn das Personal hat sich schon sehr dem Publikum angepasst.

Essen sollte es bis 20.30 Uhr geben. Um 20.00 Uhr hiess die Ansage: wir schliessen die Restaurants wegen Unwetter. Und darauf konnte ich nicht mal in Ruhe zum Buffet gehen, um nachzuholen, weil staendig schon das Besteck abgeraeumt wurde - auch waehrend des Essens auch schon Salz/Pfeffer weggenommen wurde.

Die ZZ-Restaurants liefen alle weiter...

Na ja - mal sehen, was der Abend bringt.

In der Karaoke-Bar ist es nicht auszuhalten. Einer, der wirklich extrem schief singt, hat schon saemtliche Interessenten verjagt...

In sofern - wirklich schade um das schoene Schiff - es haette ein anderes Publikum und eine Verwendung verdient.

Gruss
HeinBloed


Das glaubt mir sowieso keiner...

Mit Kappenlentnelinnen zum Robbie Williams Konzert oder die chinesische Fassung der Bertolli-Werbung.

Drei knackige Jungs mit tollen Stimmen und tollen Akustikgitarren schmachten tolle Lieder daher... Im Publikum mehr als 50% Kappenlentnelinnen, die schmachten, heulen, schluchzen, am liebsten ihre Medina-Angora-Hoeschen und Stuetzkorsetts auf die Buehne werfen wollen, und ein Schachfetzen nach dem anderen verlangt...

Zustaende fast wie beim Robbie Williams Konzert!

Leider durfte ich nur von der Band Fotos machen. Wegen des Charakters der Casino-Kreuzfahrt legt man grossen Wert auf die Privatsphaere und Diskretion der Gaeste. Fotos von sich und direkten Mitreisenden ja - aber keine Fotos von fremden Gaesten. Daher kann ich leider hiervon keine Bilder zeigen. Wenn ich jedoch die drei Jungs ins Netz gestellt habe, duerfte es nachvollziehbar sein...

Gruss
HeinBloed


25.09.2006:

Guten Morgen,

STAR PISCES bzw. WASA QUEEN werden ausschliesslich in Hongkong und Macao vermarktet, weil dort Gluecksspiel verboten ist. Eine Buchung ueber NCL in Wiesbaden ist fuer diese beiden Schiffe nicht moeglich.

Aufgrund der Charakteristik sind es ueberwiegend Casiono-Schiffe.

WASA QUEEN bietet ja sowohl eine Tageskreuzfahrt als auch eine Nachtkreuzfahrt.

STAR PISCES bietet nur Nachtfahrten an und die Kabinen koennen als Hotelzimmer bis 12.00 Uhr genutzt werden. Bei einer Abfahrt um 19.00 Uhr beginnen alle Bordaktivitaeten bereits ab Check-in-Beginn um 16.00 Uhr inkl. Fotos am Gangway usw.. Der Casino-Betrieb wird erst ca. 90 Minuten nach Abfahrt aufgenommen, also Zeit genug als "normale" Kreuzfahrt herzuhalten.

Im naechsten Monat gibt es dann auch zwei Tages-Kreuzfahrten fuer Verliebte und Liebespaerchen nach Xiamen.

Die restlichen Schiffe von STAR CRUISES sind klassische Kreuzfahrtschiffe.

Gruss
HeinBloed


Bin also zurück von STAR PISCES und hatte heute Morgen nochmals Gelegenheit mit von Kapitän Luukka auf der WASA QUEEN zu verabscheiden, weil sie zeitgleich einlief.


Das Schiff:

äußerlich und im Inneren im tollen Zustand und es macht einen tollen Eindruck.

Wie bereits geschrieben: einzig und alleine die WC-Sitze entsprechen nicht mehr dem neuesten Standard.

Und der Lobbybereich wirkt vielleicht ein wenig-asiatisch-kitschig:




Die Einschiffung:

Hier war ich doch noch etwas überrascht worden. Es lief ab, wie auf einer klassischen Kreuzfahrt, im Terminal standen Musiker und es wurden die üblichen Fotos (ca. 4,50 EUR) gemacht.

Man wird allerdings nicht in die Kabine geleitet.

Der Einschiffung beginnt schon ab 16.00 Uhr, wobei ich erst gegen 18.15 Uhr eingeschifft habe, weil ich Kapitän Luukka noch ein paar Biler geben wollte, die ich von ihm gemacht habe. Nach dem ich das Programm gelesen habe, habe ich mich schon geärgert, dass ich nicht früher an Bord gegangeben.


Das Personal und die Gäste:

Hier bin ich mir nicht sicher, ob die Gäste das Ei oder das Huhn sind. Auf jeden Fall fande ich gegenüber gestern auf der WASA QUEEN alle verhältnismäßig unfreundlich und gleichgültig. Das gilt insbesondere für die Bereiche, die kostenlos genutzt werden durften.


Die Kabine:

Ich hatte ein kleines Upgrade bekommen. Eine größere Außenkabine mit eingeschränkter Sicht und Promenade davor. Es war doch wieder europäischer Fährstil.







Es war eine Vakuum-Toilette, die man auch in allen Nachbarkabinen darüber, darunter und nebenan hören konnte, wenn sie bedient wurde. Zunächst dachte ich allerdings, dass wir ankern würden...

Im Bordprogramm läuft auch sehr nett, die Positionsübertragung, so dass ich endlich mal wusste, wohin wir nach "Nowhere" fahren...

Geschlafen habe ich allerdings nicht besonders gut:



Die Bezüge enthalten irgendwie etwas Polymäßiges und irgendwie fühlte sich das ganze komisch auf der Haut an. Auch fehlten Knöpfe um die Decke zu sichern, mit dem Erfolg, dass ich irgendwann in der Nacht meine Decke nachbeziehen musste. Besonders ärgerlich: Auf die Matratze wurde ein Schonbezug ohne Fixierung gelegt und darüber auch nur ein Bezug gelegt. Als das irgendwelche Wellen geschlagen hat, warst du im Rücken ziemlich gerädert.


Das kullinarische Angebot:

Kostenlos konnte in drei Restaurants zu Abend gegessen werden:

Das Hauptrestaurant ist das Mariners, wofür man allerdings dann eine Tischkarte erhält und man ggfls. auch dazu platziert wird. Es waren koreanische Spezialitätenwochen, bloss hatte ich ausgerechnet mittags schon koreanisch.

Was toll ist, falls man an so einem Tisch zugeteilt wird: Dieser Ausblick im Bug des Schiffes:



Auch gab es einen Balkon, dessen Zugang ich allerdings nicht finden konnte:



Das Mitternachtsbüffet sah wie folgt aus - es sah richtig lecker aus. Nur war ich immer noch satt und hatte keinen Hunger mehr. Auf jeden Fall sobald die Ansage kam, leerten sich die Casinos schlagartig:



Auch der optische Eindruck beim Frühstück war toll... nur habe ich das meiste stehenlassen, weil es in meinem Hotel doch besser war. Es ist absolut nichts für den europäischen Gaumen!

Ich habe abends im thailändischen Restaurant gegessen - das war lecker, wenn bloss nicht das unfreundliche Personal gewesen wäre:



Auf die Angebot der Zuzahlungsrestaurants wurde dann so aufmerksam gemacht:



oder eben japanisch - die Zuzahlung war auch sehr human.



und am besten eigentlich war eigentlich das BLUE LAGOON, das 24 Stunden geöffnet ist. Hier gab es eine Schauküche. Das hat mir am Besten gefallen und mich hätte es schon stutzig machen müssen, dass auch zur (kostenlosen) Frühstückszeit Leute gab, die sich dort lieber das Essen gekauft haben. Mir fiel sogar auf, dass eine Frau eine Tupperdose mithatte, um es mitzunehmen.




Das Angebot an Bord:

Nun wie üblich Spielen (leider keine Aufnahmen gestattet. Alle Gäste, die das Casino betreten haben, wurden mit Metalldetektoren geprüft!), hier das allegemeine Angebot an Bord:



... und natürlich Shopping:



... und natürlich ein Activity Center, bei dem man sich unter anderem ein Mahjong-Spiel "mieten" konnte, um sich dann in einem ehemaligen Konferenzzimmer zurückzuziehen zu können:



Das Mitbringen eigener Karten- und Mahjongspiele war untersagt. Nur die Anmietung über das Activity Center war erlaubt!

Dafür gab es dort eine ganz tolle Observation Lounge - leider nur zur einen Seite:



... und auch das hier, damit die Eltern ungestört zocken oder sich eine Show ansehen können:



Das innere ist wie bei IKEA mit bunten Bällen aufgefüllt.

Dort konnte man auch zwischendurch Kappenlentnel und Kappenlentnelinnen "parken", die dann an einem Englisch- bzw. Mandarin-Kurs teilgenommen haben. Das ist kein Witz. Als ich eingeschifft habe, haben ca. 20 Kappenlentnellinnen auf den Beginn eines Sprachkurses gewartet...

und natürlich Karaoke in Separées:



oder mit Tinnitusrisiko öffentlich in einer Bar...



Ab 23.00 Uhr durfte man auch mit dem Pianospieler in der Pianobar alle Gäste vergraulen:



Nur hier war ich der einzige, weil der Rest im Casino war...

Und last not least: der Schwarm unserer Kappenlentnelinnen...



Die haben toll gesungen und für einen entsprechenden Adrenalin-Kick bei den älteren Damen gesorgt, die regelrecht schmachtend davor saßen.

Den Spa- und Friseurbereich habe ich nicht besucht.


Fazit:

Ich kann nur hoffen, dass die anderen STAR CRUISE-Angebote nicht so sind. Insgesamt hat es mir auf der WASA QUEEN besser gefallen, weil einfach das Personal viel netter war.

Wer Lust hat es mal zu machen, sollte es sich mal ansehen. Aber man hat auch nichts verpasst, wenn man es nicht gesehen hat.

Gruß auf dem Weg zurück nach Deutschland
HeinBloed

... und natürlich der spezielle Gruß für Raoul... fast vom Winde (besser Taiphoon) verweht...




da Glücksspiel in Hongkong verboten ist, fahren wohl sechs sog. Casino-Schiffe raus, wobei offiziell die Hoheitsgewässer von Hongkong verlassen müssen.

Du fährst also tatsächlich raus.

Und in meinem Pass sieht es so aus:

23.09. Einreise Hongkong am Flughafen
23.09. Ausreise Hongkong mit WASA QUEEN
24.09. Einreise Hongkong mit WASA QUEEN
24.09. Ausreise Hongkong mit STAR PISCES
25.09. Einreise Hongkong mit STAR PISCES
25.09. Ausreise Hongkong mit der S-Bahn

Du bist also echt weg!

Gruß
HeinBloed

Freitag, 22. August 2008

2. WASA QUEEN (heute ARBERIA)



Star Cruises
24. - 25.09.2006
Hongkong - Hongkong ("Cruise to nowhere")



wurde von Douglas Ward nicht bewertet.


Auszüge aus eigenen Beiträgen im cruise-chat.com.
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24.09.2006:

... zunächst noch ein paar News...

CRUISE FERRIES wird es in dieser Form nicht mehr geben.

Die Nachfolgerin für die WASA QUEEN wird ja die NORWEGIAN WIND, die dann vsl. STAR FERRIES heißen wird. D. h. alle Aktivitäten werden dann unter dem Dach von Star Cruises vereinigt. Alle Mitarbeiter von Cruise Ferries sind sowieso Star Cruise Mitarbeiter...


Nun zu den Eindrücken vom Schiff:





Sieht toll aus...

... vor allem beneide ich den finnischen Kapitän Juha Eerik Luukka für diesen Arbeitsplatz mit diesem Anblick:



Wenn man mal im Schiff angekommen ist, erinnert man sich in der Tat an eine europäische Fähre erinnert.

Dafür spricht die Kabinenausstattung:









Der Blick aus der Kabine war toll, auch wenn ich nur wenige Minuten davon etwas hatte.

Im Bad war dann doch Shampoo und Duschgel in einem Wandspender vorhanden. Desweiteren gibt es eine Inventarliste und wenn etwas fehlt, wird des dem Bordkonto belastet. Nur beim Mineralwasser stand ausdrücklich auf dem Zettel, dass das zum freien Verzehr sei.

Im Fernsehen liefen drei zusätzliche Bordprogramme:

über Star Cruises allgemein
über alle Rettungsmaßnahmen
über alle Spiele im Casino inkl. aller Regeln

Die Kabinen waren alle sauber, aber eben halt doch sehr nüchtern.

Danach bin ich regelrecht herumgestreunt und fiel negativ auf, weil ich ständig am Fotografieren war. Irgendwann nahm mich die Maitre zur Hand und fragte nach, ob sie mir helfen könnte. Nach dem ich erklärt hatte, dass ich zum 1. Mal hier sei, hat sie mir alles erklärt. Viele Gäste sind ja ohne Kabine und wollen nur zocken. Deswegen liegen die Tagesprogramme nicht in den Kabinen aus, sondern öffentlich zur Selbstbedienung. Sie gab mir noch einen Tipp bis 21.00 Uhr mit dem Essen zu warten, da dann i. d. R. der Casino- und Showbetrieb anfängt.

So bin ich zunächst einmal zur Musik-Lounge gegangen.

Mit Erstaunen stellte ich fest: ich habe fast alleine verzehrt. Sonst gucken die Leute bloss.

Die Mitarbeiterinnen an Bord gestalten das Programm mit ein paar Liedern und soweit eben auf einer Ebene möglich ein paar kleinen Schrittfolgen. Danach gibt es Programm für unsere Kappenlentnel:



Da die meisten wohl wirklich nur zum Zocken da waren, wurde dann auch nach 21.00 Uhr das weitere Programm annuliert, so dass es dann so aussah:



Ich bin dann erst mal in das Hauptrestaurant gegangen.

Ganz nett waren die Dekorationen:





und noch ein paar andere Eindrücke...





Ungemütlich wurde es jedoch, als der Seegang begann. Die Zirkulation in den Klimaanlagen funktionierte nicht mehr, so dass eimerweise das Wasser aus den Klimageräten an der Decke schossen... Die hätten mich glatt mit einem Rettungsboot von Bord gejagt, wenn ich das fotografiert hätte...

Das ist das Essen, was ich mir genommen habe... waren tolle Sachen dabei, wie Jumbo-Prawns... aber auch Sachen, die ich besser nicht beschreibe, weil sie in Deutschland wohl nicht dem Lebensmittelrecht zugeordnet werden...



Im Zuzahlungsrestaurant sah es so aus:







Es wurde von max. zwei Tischen in Anspruch genommen...

Hier wurden auch Mitternachtsbüffet (wegen sehr hohen Seegangs verzichtet...) und das Frühstück aufgebaut:





Nun Bilder vom Casino durften gar keine gemacht werden. Dafür sorgt schon der Sicherheitsdienst - auch nicht, wenn alle Gäste das Casino verlassen haben.

Daher blieb nur



Karoke - was jedoch mit einem Mindestverzehr verbunden war oder sich ein Spiel INKL. MITSPIELERIN von der Mannschaft im Activity Center gebührenpflichtig auszuleihen:



Mir hat sie angeboten eine Partie Schach zu spielen. Ich habe ihr lieber mein Album gezeigt und als sie die COSTA ALLEGRA gesehen hat, hat sie direkt gesagt, dass sie darauf arbeiten möchte und sich auf das Kommen freut.

Es steht noch ein Internet-Terminal für 3,00 EUR/Stunde zur Verfügung. Darüber habe ich die ersten Eindrücke vermittelt.

Auch gab es einen Spabereich, der folgendes Angebot hat:



Am nächsten Morgen bin ich dann gegen 5.30 Uhr aufgewacht und habe mich auf das Hinterdeck gestellt.

Kurz vor erreichen des Zielhafens, bekommt man dann mit, was die Schlepper/Lotsen an Aufgaben haben und absichern...



Fazit: extra nach Hong Kong zu fliegen, wäre etwas übertrieben. Auch würde ich keine Außenkabine mehr buchen. Aber bei 20 EUR Preisunterschied warum nicht.

Das ganze hat 80 EUR gekostet und es war vor allem deswsegen schön, weil sie wirklich ein tolles Verständnis für mich als KF-Liebhaber hatten.

Vor allem der Shop ist ganz nett: Wahrscheinlich werde ich von den NORWAY-Anhängern gesteinigt: aber ich habe mir eine STAR CRUISES-Mütze gekauft...

In diesem Sinne:
Heute geht es später auf die STAR PISCES.

Bis dann
HeinBloed


Nachtrag:

ein sehr junger KF-Freund aus Hong Kong, den ich auf dem Parkdeck traf, korregierte mich:

Die NORWEGIAN WIND wird dann in SUPER STAR AQUARIUS umbenannt und tritt dann die Nachfolge von WASA QUEEN an.

Und hier noch ein Abschiedsgruß von Kapitän Luukka:



Er hat wirklich einen beneidenswerten Arbeitsplatz:



Eines hat er mir versprochen:

FÜR MICH und ALLE KF-FREUNDE IN DEUTSCHLAND würde er nochmals die WASA QUEEN so positionieren, dass wir sie in guter Erinnerung behalten. Sein Versprechen hat er gehalten:







Auch die liebe WASA QUEEN werden wir nicht vergessen!

Gruß
HeinBloed


25.09.2006:

Hier sieht man ganz gut, dass die WASA QUEEN mal eine ehemalige Fähre war:



Hier sieht man, dass über die alte Laderampe das Schiff ver- und entsorgt wird.

Das war allerdings die letzten Tage wegen der Platzverhältnisse nicht möglich, weil die EXPLORER an dieser Stelle lag.

Auf der BLACK PRINCE wird ja genutzt, um die Boote rein- und rausnehmen zu können und somit ein Wassersportangebot unterbreiten zu können.

Gruß
HeinBloed

Donnerstag, 21. August 2008

1. LILI MARLEEN (heute OCEAN COUNTESS)



Holiday Kreuzfahrten
11. - 18.06.2006
Warnemünde - Visby - Tallinn - St. Petersburg - Helsinki - Saaremaa - Gdingen - Warnemünde



17.593 t
Burmeister & Wein, Dänemark
1976 (OCEAN COUNTESS)
846 Passagiere (UB)
3*, 1.171 Punkte
(Stand 2006)


Auszüge aus eigenen Beiträgen im cruise-chat.com.
Auf das Kopieren fremder Beiträge (= direkte Reaktionen) wurde verzichtet.
Daher bitte um Verständnis, wenn Teile als zusammenhangslos wirken.
Im "Dialog" finden sich alle ursprünglichen Beiträge hier:
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12.06.2006:

Liebe Forum-Mitglieder,

egal was einem auf der Jungfernfahrt oder später passiert ist - Jeder tut mir leid, dem so etwas widerfährt -

aber im Moment haben wir strahlenden Sonnenschein und eine tolle Crew, die einen auf Händen trägt. Und diese Crew hat es verdient, dass sie sich auch "normalen" Umständen, beweisen kann.

Auch wenn ich noch nicht einmal 24 Stunden an Bord bin und mich als First-Time-Kreuzfahrer oute.

Ich bin froh, dass viele Meinungen, dazu beigetragen haben, dass ich mich wirklich auf die Reise freue und genieße.

Diejenigen, die gebucht haben, können sich auch schon freuen.

Wenn es so weitergeht, wird die Reise ein voller Erfolg.

Es gibt so Details, die unschön sind und die 30 Jahre auf dem Buckel schon zeigen. Aber ich kenne auf Land viele Hotels, die mehr Sterne haben, bei denen ich ohne Vollpension mehr zahle und weitaus mieser sind!

Ich muss jetzt auf meiner ersten Station in Visby raus. Sobald wir mal irgendwo UMTS haben, werden wir auch die ersten Bilder einspielen.

Bis dahin genießen wir das Leben an Bord.

Herzliche Grüße aus Visby.
HeinBloed


13.06.2006:

Ich bin doch nicht blöd - Mann!

Lasst mich mal auf meiner Reise die Schiffsratte von Käpt'n Blaubär.

Blöd ist er nämlich nicht - nur er sieht viele Sache aus einem anderen Blickwinkel. Und manchmal ist es schade, dass viele von uns diesen Blickwinkel verloren oder abgelegt haben, weil sonst die Welt bestimmt schöner und besser vielleicht wäre, wenn man nicht alles so verbissen sehen würde.

Vor allem eines: Er bringt mich manchmal mit seinen Reaktionen zum Lachen, auch wenn mir nicht danach ist. Deswegen liebe ich ihn.

Nur so lässt in meinem realen Leben das eine ohne andere besser Ertragen.

In diesem Sinne:

Alles im Lot auf Boot
alles in Butter auf dem Kutter...

Gruss aus Tallinn
HeinBloed


Hallo Diana,

ich glaube nicht, dass die Schilderungen überzogen waren und dass die Vorkommnisse nach der Inbetriebnahme der Lili Marleen es durchaus gab und möglicherweise auch Situationen eskaliert sind. Aber das war wohl eine einmalige Sache, mit der damals die Crew in einer Extremsituation überfordert war. Sie ist sicherlich für heutige Verhältnisse nicht mehr repräsentativ. Und glaube mir: deine Verunsicherung vor Antritt der Fahrt habe ich geteilt. Nur dank der Hilfe vieler Forumsmitglieder überwunden, die mich echt ermuntert haben, trotzdem zu fahren und nicht die Reiserücktrittsversicherung unter einem Vorwand greifen zu lassen. Vor allem Dank der DVD von Gerd (shiplover 2002).

Man geht hier an Bord mit der Kritik hier im Forum von damals sehr offensiv um. Am 1. Abend fand eine Vorstellungsrunde statt und da wurden die Probleme, die es mit Mona Lisa im letzten Jahr gab und dann mit der Jungfernfahrt der Lili Marleen, geschildert. Auch bestätigten mir Reiseleiter in persönlichen Gesprächen, dass es für sie auch eine Qual war und es wird nichts abgestritten oder beschönigt. Nur mache Szenen, die im Internet beschrieben wurden, liefen aber auch nicht so ab – Da gibt es sicherlich mehrere Sichtweisen.

Wenn man die Bilder von QM2 oder aus der ZDF-Serie oder Love Boat sieht und das hier erwartet: hier geht es so nicht zu und das sieht hier auch nicht so aus.

30 Jahre lassen sich nicht verleugnen und das sieht man.

Wenn du Zeit hast, dich lange in der Kabine aufzuhalten, kannst du sicherlich die angerosteten Stellen an den Kleiderbügel nachzählen, du kannst dich im Bad wundern, warum das nicht aussieht, wie in einer GROHE-Bad-Ausstellung, du kannst ja versuchen die Austrittstellen der Klimaanlage der Decke abzuschlecken, um die Decke zu weißen usw. usw. Aber eigentlich sind es wirklich nur Schönheitsfehler – die Klimaanlage läuft wie eine 30 Jahre alte Klimaanlage nun mal läuft – natürlich würde ich mir lieber individuell die Temperatur und den Luftzug einstellen. An den Armaturen hilft auch keine 100%-ige Konzentration von Essigsäure nicht mehr, aber das Wasser läuft – sowohl kalt als auch warm. Es kommt genügend Wasser aus der WC-Spülung und wenn ich den Kleiderschrank zumache, sehe ich die Roststellen auch nicht mehr. Vor 30 Jahren wurde so etwas eben nicht noch heißverzinkt. Auch hast du keinen Massageduschkopf, den du persönlich umstellen kannst, um den Wasserstrahl zu regulieren. Und falls du einen Ein-Hand-Mischer hast: Fahr zu deiner Oma und lerne nochmals, ob man zunächst Kalt oder Heiß andrehen sollte, um seine optimale Temperatur zu erhalten. Und wie in jedem Hotel: wenn alle gleichzeitig duschen gibt es nun einmal Wasserdruck- und Temperaturschwankungen – allerdings in einem sehr tolerierbaren Bereich.

Es war eben eine griechische Reederei vorher, die vorher versucht hat es zu renovieren und das merkt man. Mikis Zemenditis, Janis Komplizis und Retisina waren hier am Werk nachdem sie die Olympischen Spiele in Athen in die Wege gebracht haben und so sieht es auch aus. Aber im Inter-Continental in Athen sah es genauso aus und an manchen Ecken fragt man sich, muss den alles so aussehen, wie auf der Akropolis??? Das Schiff wurde eben nicht bei Blohm + Voss oder bei Meyer in Papenburg renoviert.

Was aber wichtig ist: Die Leute hier an Bord tun hier alles, um dich glücklich zu machen. Vor allem es geht hier sehr familiär zu und das sieht man auch am Umgang untereinander.

Auch mit Tipps, mit denen sie sich selbst „schaden“, wie z. B. keine Bord-Telefonkarte zu kaufen, sondern lieber dein Handy zu nutzen – jedoch nicht in St. Petersburg.

Rezeption: Es wurde alles aufgeschrieben und das funktionsbezogen, so dass jeder der etwas erledigen kann, sofort die Aufgabenstellung erhält. Als wir wenig später von der Rettungsübung gekommen sind, wurde schon vieles erledigt.

Reisebüro: Sie tun alles, dass wir St. Petersburg kurz Gelegenheit haben, mit einer Freundin eine Tasse Kaffee zu trinken, obwohl wir kein Visum haben und mit einer Gruppe unterwegs sind.

Restaurant: Sag denen was du willst – solange du nicht erwartest, dass sie ihren Arm für dich abhacken sollen, erfüllen sie dir jeden Wunsch und holen die dir eine 2. Portion oder was auch immer. Z. B. Grüner Tee. Sie sprechen sich mit Diabetikern und sonstigen Leuten mit Speisevorschriften ab, um Lösungen zu finden.

Das Essen ist im Großen und Ganzen auch in Ordnung. Du bekommst fünf Gänge, in denen du in der Stadt durchaus 20-30 EUR dafür hinblätterst. Die Portionen sind kleiner, aber sie machen als vollständiges Menü satt. Ansonsten kannst du dir ja noch am Salat-, Obst- und Käsebüffet etwas nachholen. Und das mittags und abends!!! Beim Frühstück steht dir nicht nur das Büffet zur Verfügung, du kannst auch darum bitten, dir frisch Eier braten zu lassen oder ein Bircher Müsli. Ganz ehrlich: nur auf die Schnittchen als Snacks könnte ich bequem verzichten. Da vermisse ich eine gewisse Hingabe bei der Kreation. (Allerdings ist die „Show“ der Leute, die extra ihren Wecker stellen um aufzustehen, um sich um ein Mitternachtssnack holen, unbezahlbar gut.) Auch wenn du einen sautierten Loup de Mer gefüllt mit einer Farce aus Neu-England-Hummer und St. Jacques angerichtet auf einer Calvados-Trüffeljus erwartest, bist du hier verkehrt. Der Hauptgang ist hier einen Tick besser als gut-bürgerlich aber eher Stadtniveau als Landgasthaus. Aber auch regional (z. B. Bigos im Hinblick auf Polen) wird hier etwas geboten. Ein Hauptgang ist vegetarisch. Allerdings die Vorspeisen und der Zwischengang sind eindeutig einer Stufe höher anzusiedeln. Pochierte Hechtklößchen kann man sicherlich nicht als gut-bürgerlich bezeichnen. Die sollte man keinesfalls verpassen! Ist sowieso mehr ein Amuse Geule. Convenience wird zwar auch eingesetzt, aber vieles ist doch direkt an Bord frisch zubereitet. Auf jeden Fall weitaus weniger, als ich es von manchen Restaurants auf dem Festland, die z. T. keine Köche mehr ausbilden dürfen, gewohnt bin. Der Chefkoch ist ein Badener und das merkt man auch an der Karte: z. B. Flädle-Suppe: Entweder sie haben eine tolle Maschine, die die Pfannkuchenstreifen perfekt unregelmäßig schneidet, so dass sie handgeschnitten wirken oder ein philippinischer Jungkoch schneidet sie per Hand tatsächlich sehr unregelmäßig. Die fertigen von Bürger sehen anders aus und schmecken künstlich aufgeblasen und aufgeschäumt. Das Non Plus Ultra wäre jetzt natürlich noch Bruchsaler oder Schwetzinger Spargel... (Mal gucken, ob das einer in der Zentrale liest und jetzt nach Helsinki etwas einfliegen lässt. Zutrauen würde ich es denen!).

Gegensätzlich ist auch die Atmosphäre beim Essen drinnen und draußen. Ich habe mir mal einen Picknick-Korb mit Kunststoffgeschirr gekauft, den ich noch nie benutzt habe. Seit dem ich einmal hier an Deck draußen gegessen habe, weiss ich was das für ein Gefühl ist, daraus zu essen – während drinnen auf ganz tollen Rosenthal-Platztellern mit Schiffsmotiven serviert wird, die man am liebsten klauen würde.

Nochmals zurück zum Service. Ich sitze an einem Tisch an dem ich einem Kellner und seinem Hilfskellner von der Nachbarstation beobachten kann: Michal und Gregorius. Es macht einfach Spaß den beiden bei der Arbeit zuzugucken. Die haben ihre Augen überall. Du könntest Wasser und Brot bekommen und ich stelle mir vor, so wie sie dich bedienen, wärst du schon zufrieden, weil du das Gefühl hättest in einem Restaurant mit drei Guide Michelin Sternen zu sein. Unsere Kellner sind sicherlich genauso nett und wir werden alle auch sehr gut bedient – aber bei den beiden ist es einfach die Nuance, die den Unterschied macht.

Und vor allem unsere Perle Maya – unsere Stewardess. Während wir abends essen, sorgt sie nochmals dafür, dass unsere Kabine im Rahmen ihrer Möglichkeiten top in Schuss ist und wir uns wohl fühlen. Es ist alles blitz blank sauber.

Vieles hängt auch von den anderen Passagieren ab. Es gab bislang nur eine, die auffällt und schon zwischen Warnemünde und Visby aussteigen wollte und daraus ein öffentliches griechisches Drama macht. Heute auf der Tour in Visby gab es auch ein paar „Doofe“, denen man es auch nicht Recht machen konnte. Es ist nun einmal 25°C – und da muss man Leuten auch eingestehen, dass sie sich eine Flasche Wasser kaufen wollen und dafür drei Minuten länger brauchen, weil im Supermarkt alle Wasser wollen. Selbst unser Reiseleiter hat sich ein Eis geholt. Aber solchen Leuten muss man eben sofort die Meinung sagen, dass das so nicht geht… es könnte ja sein, dass der Kaffee und Kuchen zwischenzeitlich alle ist… Sollen sie doch einen Kreislaufkollaps kriegen und zusammenbrechen. Ich kann es ja verstehen, wenn es kurz vor Abfahrt ist und die Lage ernst wird, aber 2 ½ Stunden davor???

Mit den Touren werden wir eben nicht mehr mitgehen, weil wir keine Lust mehr haben, ständig auf andere zu warten, um uns die Nörgeleien anzuhören. Aber das kann eben auch jeder selbst gestalten, da nicht mehr getendert wird und du einfach selbst den Landgang gestalten kannst. Auch denen, die nichts buchen, wird ein Stadtplan und Infos mitgegeben. Sie werden nicht diskriminiert, wenn sie keinen Umsatz machen. Das gilt hier an Bord aber auch für jedes Geschlecht, Religion oder ethnische Minderheit. Darauf legt man auch ÖFFENTLICH sehr großen Wert, dass niemand diskriminiert oder herabgesetzt wird.

Die meisten Passagiere sind wohl von der Musikrichtung her Freunde von MDR 1/WDR 4/HR 4/SWR 4. Wenn du MDR Sputnik, MDR Life, SWR 3-Fan bist, solltest du dir mit Hilfe eines MP 3-Players dein eigenes Bordprogramm mitbringen. Dementsprechend geht es auf den Ausflügen und in den Restaurants zu. Uns (38 und 40) hat man von der Reiseleitung gesagt: „Huch – Sie drücken ja den Altersdurchschnitt um 20 Jahre nach unten…“.

Auch ist es jetzt während der Fussball-WM sehr ärgerlich, dass sie ARD und ZDF ausgerechnet vom Hotbird statt Astra anzapfen und so das Programm nicht empfangbar ist. Aber sie improvisieren. Klingt zwar wie „Nix versteh’n in Athen“, aber sie zucken eben nicht einfach die Schultern und lassen nichts unversucht, um die Gäste glücklich zu machen.

Im Kino werden die Sachen gezeigt, die gerade in den DVD-Verkauf und auf Premiere Direkt kommen. Allerdings halt nur von Sony Pictures. D. h. wenn du ausgerechnet Brokeback Mountains an Bord sehen willst, hast du Pech gehabt. Und die Shows: nett – im Rahmen der technischen Möglichkeiten eines Kreuzfahrtschiffes und angepasst an das Publikum. Nun ist La Cage aux Folles ausgerechnet mein Lieblingsmusical, das ich 17 Mal im Theater des Westens in Berlin gesehen habe. Aber die Showbühne auf der Lili Marleen ist eben nicht das Theater des Westens mit der großen Showtreppe, Requisiten, Wechselbühne und den Lichteffekten! Und auch die Interpretation mag sicherlich sehr heterosexuell gestaltet worden sein, damit die alten Leute bei den Transvestiten nicht von den Sesseln kippen und wiederbelebt werden müssen. Sicherlich ist auch die Präsentation des Conferenciers eine sehr persönliche Geschmacksfrage, aber jeder einzelne Künstler, der sich diesem Publikum stellt, hat den höchsten Respekt für seine Leistung verdient. Und wenn der Conferencier nicht ständig erwähnen würde, dass eine Künstlerin aus Rumänien kommt und man würde die Augen schließen: Ich wüsste nicht, ob es die Mutter Judy Garland oder die Tochter Lisa Minelli doch war, die auf der Bühne stand und „Come and sing“ gesungen hatte. Auch sollte man angesichts der Deckenhöhe einfach nicht erwarten, dass im wahrsten Sinne des Wortes Riesenluftsprünge mit rekordverdächtigen Hebefiguren möglich sind. Wer die Celine Dion-Show wie in Las Vegas erwartet ist hier schlicht und einfach auf dem falschen Schiff. Nur der Unterhaltungswert ist genauso vorhanden!

Draußen werden alle Liegestühle abgewischt bevor sie aufgestellt werden. Deswegen bist du es selbst schuld, wenn du früh kommst, um dich über einen dreckigen Liegestuhl aufzuregen. Du kannst in die Pools und in die Sauna – es sind auch Leute tatsächlich drin.

Die Touren sind super organisiert – wenn entsprechend teuer. Wie auch die Dienstleistungen aus dem Wellness- und Beauty-Bereich, der Wäscherei oder Fotografie. Aber dafür sind die Getränke billiger als auf dem Land. Wo bekommst du noch in einem Restaurant noch 1 l Wasser für 2,50 EUR oder alkoholfreie Cocktails für 2,90 EUR? Nervig sind allerdings die Fotografen, zumal du für ein 13x18 Bild 4,90 EUR berappen sollst. Allerdings im Vergleich zu Elvis’ Graceland in Memphis war dieses noch „Schnäppchen“, wo man 25 USD von mir wollte. Und wenn man auf eigene Bilder mit Rettungsweste in einem Rettungsring gerahmt steht, dann ist man hier im richtigen Souvenirshop angekommen.

Was mich im Moment etwas stört: Ich dusche nicht gerne mit Seife sondern habe lieber einen Wandspender mit Duschgel. Aber deswegen mir den Urlaub vermiesen zu lassen? Auch würde ich vielleicht das nächste Mal zu IKEA vorher fahren und für 3,95 EUR einen persönlichen Duschvorhang kaufen, weil er mir besser gefällt und keine Gebrauchsspuren aufweist. Ein Duschvorhang sieht eben im Laufe der Zeit nicht mehr schön aus.

In Tallinn werden wir sicherlich Gelegenheit haben, eine Flasche Duschgel zu kaufen… und schon ist die Sache wieder in meinen Augen wieder in Ordnung.

Ich will jetzt nicht alles schön reden – aber im Moment spielt das Wetter mit, damit wir uns eben nicht so in der Kabine hocken und uns angucken, was nicht schön aussieht.

Auch würde ich mich das nächste auf meine „erste“ Kreuzfahrt mit diesem Schiff wie folgt vorbereiten: ich würde mir in einem berühmt-berüchtigten Flensburger Versandhaus einige Vibratoren bestellen, die ich mir auf meinem Rücken schnalle, um mich an das Gefühl zu gewöhnen, das du immer haben wirst, solange der Schiffsmotor in einem Hafen nicht abgestellt wurde. Und ich würde jetzt die Chance nutzen, in meiner Apotheke mehrere Sorten Ohrstöpseln zu bestellen, um allen durchzutesten, mit welchen man am besten schläft. Sicherheitshalber bringe noch einen Gummihammer mit, um dich ggfls. bei deinen Kabinennachbarn schmerzfrei auf dich aufmerksam zu machen. Unsere stellen wohl, sobald sie im Zimmer sind, ihre Hörgeräte ab, und dann kommen wir uns so vor wie im Komödiantenstadl. Wenn ich es vorher gewusst hätte, hätte ich noch ein paar Mini-Batterien mit, um sie zu bitten, ihre Geräte 24 Stunden am Tag auf Betrieb zu schalten. Aber von der anderen Seite bekommen wir beispielsweise gar nichts mit. Und da ich früher in einem Versandhandel gearbeitet habe und weiss, wie es dort zugeht, würde ich mir ein paar Matratzen zum Pier in Warnemünde bestellen, um die alle mit an Bord zu nehmen, weil ich dann vielleicht auf meiner mir angenehmen Matratze schlafen könnte, um sie nach der Kreuzfahrt wieder zurückzuschicken. Aber letztendlich ist es wie in jedem Hotel: Es schläft sich eben niemals so gut, wie auf der gewohnten zu Hause! Und wenn du es total dunkel magst, dann würde ich mir auf jeden Fall einen Innenkabine bestellen und gucken, dass du vom letzten Winter die „Schlange“, mit denen man Türen gegen Zugluft (oder Schiffsluft in diesem Fall) provisorisch abdichtet, mitnehmen solltest, um sie vor die Kabinentür abzulegen. Oder versuche einfach mit ein wenig Licht einzuschlafen. Etwas ist allerdings von der alten Eignerin CUNARD abgeguckt: Die amerikanischen Sandwich-Decken, d. h. Wolldecken, die nur auf der Unterseite mit einem Laken getrennt werden. Ich habe persönlich einen sehr unruhigen Schlaf und hasse die Dinger. Vielleicht würde ich mir das nächste Mal meinen persönlichen Schlafsack mitbringen. Auch würde ich probehalber die Betten zu Hause gegen die Wandstellen und Einzelbetten daraus machen – So kannst du dich schon mal an das Gefühl gewöhnen, dich im Schlaf umzudrehen und entweder aus dem Bett zu fallen oder eben die Wand zu küssen. Deswegen darf man hier auch nicht ein fahrendes Sanatorium erwarten, wo du mit einer Friedhofsruhe schlafen kannst. Vielleicht gibt es ja andere Schiffe, auf denen dich dein persönliches Matratzen- und Ohrstöpselmenü im Zimmer erwartet – aber ich denke, dass du auch bestimmt einen anderen Preis zahlst als hier.

Dafür hast du eben den Vorteil gegenüber einer Busrundreise: Du musst nicht jeden Tag deinen Koffer neu ein- und wieder auspacken und bist jeden Abend in einem anderen Hotel, in dem du dich neu zurecht finden muss. Das ging mir irgendwann auch auf die Nerven.

Du siehst: ich denke, dass auch die Intensität und die Art der vielen geschilderten Probleme, von jedem anders wahrgenommen wird. Mit Sicherheit wirst du noch Sachen entdecken, die ich gar nicht für mich als Problem wahrgenommen habe. Aber auch deine Tipps in fünf Wochen werden wiederum anderen helfen, sich besser auf die Reise vorzubereiten und einzustellen. Und das macht es für die anderen dann noch perfekter. Es hängt einfach von dir selbst ab, ob du dich anstecken lässt oder ob du nicht sagst: die Kleiderbügel im Kleiderschrank sind eigentlich nur Mittel zum Zweck und was soll es, wie es aussieht, Hauptsache dein Jacket hängt und du hast genug Platz für zwei Koffer!!!

Persönlicher Tipp noch: Fön und Dreifachsteckdose nicht vergessen!!!

Und ich wünsche dir das Wetter, das wir im Moment haben: 24°C bis Samstag in Danzig 19°C ohne Regen hoffentlich und glaube mir: Es wird traumhaft schön, wenn die restlichen sechs Tage so werden, wie die ersten 24 Stunden. Und spätestens dann, wenn dich Landratte die Seeluft, die Landausflüge und die Bordaktivitäten sowieso kaputtgemacht gemacht haben und das Kabinenlicht ausgeschaltet hast, dann siehst du gar nichts mehr und merkst nichts mehr von den Problemen, die über die Jungfernfahrt beschrieben wurden.

Zumindest geht es mir im Moment so!

Grüße aus Visby.
Bis dann in Tallinn
HeinBloed


15.06.2006:

Godmorgen till Göteborg!!!

Herzliche Grüße von der Lili Marleen zwischen St. Petersburg und Helsinki.

Vielen Dank zunächst für die Kommentare. Wir genießen in der Tat unsere Reise.

Die Halbzeit liegt ja schon hinter uns und wir sind ja wieder zurück gen Westen. Im Moment gibt es leider immer noch nichts Beklagenswertes – oder zumindest hätten wir große Schwierigkeiten damit vor einem ordentlichen deutschen Gericht durchzukommen. Nun bin ich enttäuscht. Wozu zahle ich all die Jahre für eine Rechtsschutzversicherung, die ich jetzt schon wieder nicht in Anspruch nehmen kann? Dieses verdammte Personal an Bord – warum muss es so verdammt gut sein?

Gut gehen wir im Gedanken zunächst zurück nach Visby auf Gotland.

Jeder, der die Absicht hat, sich umzubringen ist hier bestens auf der Tour durch Visby aufgehoben. Nur mit der Tour kommt man nämlich zum Galgenberg, der einen schönen Ausblick auf die Gegend bietet. Allerdings nur für Männer, wie wir gelernt haben. Frauen hatten wohl im Mittelalter nicht so schöne Ausblicke auf die Landschaft. Die Touren sind sehr professionell gestaltet. Jeder der gotländischen Tourguides schleppt einen Mini-Lautsprecher mit, damit die besser verstanden werden. Unverständlich wie bereits beschrieben: manche Reaktionen innerhalb der Gruppe, wenn eben bei 25°C jemand schnell eine Flasche Wasser holen möchte. Aber verständlich bei deutschen Vollpensions-Pauschalreisenden: Kaffee und Kuchen gibt es eben nur bis zu einer bestimmten Zeit und wenn man jetzt drei Minuten später kommt, dann sind eben schon ein paar Schnittchen weniger da, über die man sich stürzen kann.

Da nur ein Ausflug angeboten wird: der Galgenberg liegt etwas außerhalb – ansonsten wäre alles fußläufig erreichbar. Entgegen des Programms: getendert wurde nicht und in 10 Minuten war man in der Stadt. Lohnt sich auf jeden Fall – egal ob geführt oder selbst entdeckt.

Der nächste Tag führte uns (persönlich) zum ersten Mal ins Baltikum – nach Tallinn. Hier hatten wir uns nicht einer Gruppe angeschlossen, sondern eine persönliche Fremdenführerin gebucht. Es war sehr angenehm zwischendurch Kaffee zu trinken und keine Rücksicht auf die anderen nehmen zu müssen. Interessant war die Stimmung an diesem Tag in der Stadt: Es fand das einzige nordeuropäische METALLICA-Konzert statt, deswegen war die Stadt entsprechend „schwarz“. Überall nur junge Menschen, die aber auch ihrem Kulturtrieb nachgingen, bevor das Konzert losging. Die Altstadt ist wirklich sehenswert. Vor allem der Umgang mit einander. Wenn man vor das Parlamentsgebäude in Washington DC geht, um von der gegenüberliegenden russisch-orthodoxen Kathedrale ein Bild zu machen, wäre man als potentieller Terrorist verhaftet worden. Hier sitzt ein gelangweilter Polizist im Streifenwagen und liest weiter die Zeitung. Auch alle Botschaften in wunderschönen Hanse- oder Gildenhäuser waren ziemlich unbewacht. Wenn man auf schönes Handwerk steht, z. B. Norwegerpullis usw. ist man hier ziemlich richtig in dieser Stadt. Allerdings sollte man sich auf jeden Fall vielleicht mit dem Schuhwerk aufpassen, da alles eben historisch wirkt, inkl. Kopfsteinpflaster, allerdings nicht unbedingt DIN-genormt!!! Ein Tipp für die älteren und leidenden von uns: Ein Paradies für alle Medikamentenfans. Abgesehen von der ältesten Apotheke in Europa – ein Preisparadies für Selbstmedikation: z. B. Ibuprofen 400 10 Stück für weniger als 1,50 EUR aus russischer Produktion. Der Giraffe aus dem Film „Madagaskar“ kann ich nur empfehlen nach Estland statt nach Kanada auszuwandern: Das hier ist das Paradies für Hipochondras (?) und solche, die es preisgünstig werden wollen. Wer auf KIK oder ähnliche Läden steht, sollte auf jeden mit leeren Koffern anreisen. Bereits innerhalb der ersten 20 m nach Ankunft am Terminal kann man gegenüber am Fährterminal sich für die nächsten Wochen spottgünstig eindecken. Auch für Tallinn gilt: selbst oder geführt – auf jeden Fall nicht an Bord bleiben.

Am Abend gab es dann die Musical-Show. Man merkt auf jeden Fall die tollen Bemühungen der Künstler ein deutschsprachiges Programm zu gestalten und es sind absolute Akustikkünstler: Beispiel: die deutschsprachige Fassung von „Das Phantom der Oper“ wird von der Deutsch-Kanadierin Anne-Katrin (???) Kauffmann gesungen und dementsprechend singt die Sängerin an Bord es akzentfrei nach. Nun wird aber die deutschsprachige Fassung von „Les Miserables“ von einer Engländerin gesungen, wenn ich es richtig in Erinnerung hat – und daher wird das Stück in Deutsch mit englischem Akzent gesungen. Ich habe innerlich darüber schmunzeln müssen. Eben nicht Broadway, Westend oder Neue Flora – aber auf jeden Fall Wert sich die Zeit zu nehmen und zuzuhören. Falls jemand von Euch „Ödipussi“ zu Hause auf DVD hat: Bringt sie mit auf die Reise und übergebt sie Andrej, dem Kreuzfahrtdirektor: Er sucht deutschsprachige Texte und Auftritte zu englischsprachigen Liedern. „Le Jazz hot“ aus Victor/Victoria von Julie Andrews wird ja im Film „Ödipussi“ in Deutsch von Evelyn Hamann gesungen.

Gestern St. Petersburg: Wegen Visabestimmungen blieb uns ja nur die organisierten Touren. Aufgrund eines Missverständnisses mussten wir ein einem Platz warten. Während andere Tourmitglieder wieder dabei waren, mit ihren Rechtsanwälten zu kommunizieren, wieso jetzt die Peter und Paul Festung nicht mit einer gewissen Intensität besichtigt wurde, erfreuten wir uns an der Disziplin der koreanischen Reisegruppen auf dem Platz. Wir kamen uns vor, wie im Glacier-Express, wenn die Lok aus dem Kehrtunnel bereits rausguckt und während der letzte Waggon noch draußen vor dem Tunnel fährt. In die Peter und Paul Kathedrale lief das der Anfang der fahnengeführten koreanischen Tourgruppe raus, während das Ende noch reinlief. Unglaublich! Und alle schauten strahlend und glücklich raus, dass sie es sehen durften. Nur unsere mussten wie üblich meckern. Oder die Amerikaner, die sich weigerten aus dem Bus auszusteigen, weil der Kleinbus nicht durch den Eingang der Kathedrale passt. Der Motor lief, damit die Klimaanlage weiterläuft. Und unsere Gruppe? Nur weil wir im Zeitplan aufgrund der chaotischen Verkehrsverhältnisse, für die ja nun die Reiseleitung auch nichts kann, hinterherhinkten, uns dann noch durch die Kathedrale zu führen statt die Festung – man kann St. Petersburg mit seinen tausenden von Kulturschätzen nicht in 3 Stunden auf einer Halbtagestour für 59 EUR inkl. Visum besichtigen! Unser St. Petersburg-Führer hat über 100 Seiten und die Stadt ist eben nicht Tallinn! St. Petersburg hakt man nicht an einem Tag ab, sondern man muss hier schon mehrere Tage bleiben. Wir werden die Chance nutzen, vielleicht doch mal eine Flusskreuzfahrt von Moskau nach St. Petersburg zu machen (umgekehrt wäre es ein Kulturschock!!!).

Man muss auch noch zwei Sachen der Reiseleitung positiv zu Gute halten:

1. Putin ist in der Stadt und dementsprechend ist es chaotisch hier! Nun musste deswegen der Tourplan geändert werden, weil das Bernsteinzimmer durch Putin und seinen Empfang blockiert war. Sie haben mit Improvisationsgeschick, Flexibilität und Professionalität auf solche Ereignisse reagiert. Schon in Warnemünde wurden wir darüber informiert. Und auch jedem, der sich den Zettel bei der Einschiffung nicht durchgelesen hat oder beim Vorgänger in der Schlange nicht zugehört hat, wurden nicht Gingko-Tabletten in die Hand gedrückt, sondern man hat alles nochmals freundlich und sachlich erklärt.

2. Die Touren sind für meinen Geschmack teurer. Aber es ist so wie mit ARD und ZDF: Man zahlt Rundfunkgebühren, damit man im Film keine Werbeunterbrechung hat. D. h. keine Besuche von westlichen Toiletten in einer Matrjoschka-, Pelzmützen-, Bernstein-, Kaviar- oder Wodkafabrik, um eine Cross-Selling-Veranstaltung daraus zu machen, die von solchen Firmen gesponsort werden. In St. Petersburg muss man allerdings von den Touren immer MINDESTENS 40 EUR für ein Einzelvisum abziehen, die sonst auf einen als Kosten für die Beschaffung zugekommen wären.

Der Abend war dann sehr russisch geprägt: das russische Menü – die russischen Lieder (nichts für Selbstmordgefährdete) und der russische Mitternachtssnack. Und bevor überhaupt der erste Bissen gegessen wurde, kamen schon die ersten Kommentare der Schlafwandler: „Warum müssen da so viele Kartoffeln darin sein – die haben doch gar nichts darin verloren!“ Egal ob da nun viele oder wenig Kartoffeln darin waren: Trotzdem essen: ist echt lecker!!! Was ich allerdings witzig finde: Trotz der Zeitumstellung zwischen MESZ, OESZ und Moskauer Sommerzeit: Die Schlafwandler kommen immer pünktlich zum Mitternachtssnack – egal in welcher Zeitzone. Das scheint wohl genetisch zu sein… Vor allem was sehr schön war, weil wir ein Traumwetter gestern hatten (heute meldet mir eine Freundin aus St. Petersburg: strömender Regen!): ein wunderschöner Sonnenuntergang.

Wir hatten gestern Gelegenheit noch mit Andrej ein paar Worte zu wechseln. Er bot uns an, dass wir uns evtl. zwei andere verfügbare Kabinen ansehen, um umzuziehen, falls es uns zu unruhig sei. Angesehen haben wir sie uns und sind zur folgenden Erkenntnis gekommen: Preis ist kein Kriterium für eine ruhige Kabine. Wir hätten also für 100 EUR pro Person einen Deck höher buchen können, aber sie wäre unruhiger gewesen. Dafür hätten wir auch eine Innenkabine haben können, die fast eine Friedhofsstille geboten hätte. Wir haben aber die Chance genutzt uns näher die Badezimmer anzusehen. Es gibt also auch schon GROHE-Massageduschköpfe an Bord. Wir verzichten auf den Umzug, weil wir uns daran gewöhnt haben. Im Gegenteil: wir haben in Flensburg uns die Vibratoren schon bestellt, damit wir zu Hause wieder „gewohnt“ schlafen können… Und für alle nachfolgenden Reisenden: Wenn ein GROHE-massageduschkopf in der Kabine des Venus-Deck fehlen sollte: Das waren wir!!! Und ansonsten: man kann Glück und man kann Pech mit den Kabinen haben – egal wie viel man zahlt oder wie früh man bucht.

Fazit: Meckert bitte, wenn es sein muss, am Anfang. Sie tun wirklich ALLES, was irgendwie möglich ist. Auch die Show der Umzügler ist fantastisch und unbezahlbar. Man braucht sich nur im Gang hinzustellen. Ist ja auch interessant zu sehen, welchen Hausrat andere für eine Kreuzfahrt mitschleppen… Und wenn man denen die Hilfe beim Umzug mit anbietet, kann ich gar nicht verstehen, warum die so böse reagieren…

„Enttäuscht“ bin ich zwischenzeitlich von Michal und Gregorius – eigentlich meinem Lieblingskellnerteam… Stellt euch vor: die Frühstücksgäste müssen noch ihre eigenen Tüten aus den Kabinen mitbringen, um die Sachen vom Büffet zum Zimmer mitzunehmen… Ich habe Michal heute morgen gesagt, dass er doch bitte den Leuten künftig Tupperdosen vorbereiten soll – das hätte mehr Stil als die selbst-mitgebrachten Lidl-Tüten. Dieser Anblick ist für uns anderen eine Zumutung. Übrigens: auf Wunsch werden in der Tat Lunchpakete hergerichtet, ohne dass man sich heimlich mit einem Beutel davonschleichen muss…

In diesem Sinne: Wir kommen langsam in Helsinki an. Bis demnächst mal wieder!!!

Schöne Grüße
Hein Bloed

N. B. Hier kann man sich ¾ volle Gläser leisten… Ist ja ziemlich billig! Allerdings bei Suppen sieht es anders aus: Bring einen Messbecher mit, dann kannst du nachmessen, ob du auch immer ½ volle Suppentassen bekommst. Aber für den Geschmack reicht es. Sie machen das bewusst, damit auf jeden Fall um Mitternacht kommst, um die Show der Schlafwandler nicht zu verpassen!!! Du würdest ja sonst durchschlafen, falls du vollkommen satt wärst…


Hallo zusammen aus Helsinki,

freut mich, wenn ihr darüber schmunzeln könnt.

Eines ist noch wichtig. Der Unterschied zwischen dem Kreuzfahrtschiff und dem Hotel besteht darin, dass ich im Extremfall aus dem Hotel ausziehen kann und mir ein anderes Etablissement zu suchen.

Deswegen habe ich am Anfang meine Wünsche geäußert, um hier glücklich zu werden.

Bei einer Nacht in einem Hotel ist es mir egal und komme das nächste Mal nicht wieder. Bei mehr als drei Nächten sage ich es bereits, weil ich mich spätestens in der 2. Nacht nicht mehr über etwas ärgern will. Hier auf dem Schiff gibt es keine Alternativen. Deswegen: Einen Tipp nochmals nicht ärgern - sondern sagen und das möglichst schnell und an den richtigen Mann/Frau! Sonst können sie es nicht so machen, wie du es selbst willst.

Meine einzigen zwei Chancen wären auszusteigen und zurückzufliegen oder mit der SAGA ROSE weiter, die hier nebenan liegt.

Aber ganz ehrlich:

Gestern Nacht hatten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang genossen... ein Bild, dass sich in mir eingeprägt hat. - Wenn dann noch Zeit hätte um mich über den Weißrost der Kleiderbügel aufzuregen, kann ich direkt das Geld für die Reise verbrennen und mir wünschen, dass ich zu Hause geblieben wäre.

Nun muss ich mich erst etwas von Helsiki erholen...

In diesem Sinne:

Bis demnächst in diesem Theater!

HeinBloed


16.06.2006:

Der Tag der Gegensätze…

Ich melde mich zwischen Helsinki und Saaremaa…

Der Tag hat toll angefangen. Strahlender Sonnenschein und ein frühzeitiges Anlaufen ermöglichten uns Individuallandgänger ein frühes Verlassen des Schiffes. Endlich konnten wir zunächst unsere Stadtrundfahrt auf dem Wasser fortsetzen, bei der wir vor fünf Jahren nicht alles mitbekommen haben, weil auf einmal von jetzt auf gleich die gesamte Route im Nebel war. Wir haben es endlich geschafft schön frisch ausgebackene Meeresfrüchte auf dem Marktplatz zu essen und shoppen zu gehen, da ja St. Petersburg ohne Visum keine Zeit und keine Freiheit für so etwas war.

Der Tag hätte so schön weitergehen können, wie er angefangen hat… wenn nicht der Piratenabend und die Mannschaftsshow gewesen wären. Nun ich bin im Rheinland groß geworden und eigentlich lernt man dort pünktlich am 11.11. jeweils um 11.11 Uhr auf Kommando fröhlich zu sein. Meine karnevalslose Berliner Zeit hat wohl meine gute rheinische Vorbildung versaut. Sollte meine Grundschullehrerin aus Mönchengladbach das lesen – Sie möge mir das bitte verzeihen. Gut – die Späßchen sind ganz nett und wer es mag, hatte sicherlich viel Freude daran, wenn er bei den Nachbartischen sieht, dass statt einer Schweinehaxe einen abgenagten Knochen oder eine Gurke in Form des Bundesstaates „Florida“ (der einem bestimmten Körperteil sehr ähnlich sieht… Zeit im Speicher die alten Biologie-Bücher zu suchen oder sich eine USA-Karte genauer anzusehen und seine Phantasie walten lassen…) serviert wird. Aber gut - so lange die Mehrheit im Saal Spaß daran hat, ist es in Ordnung – auch mir darf mal etwas nicht gefallen. Sollte ich es nächste Jahr schaffen auf die Nordland-Fahrt zu gehen, dann wird das sicherlich mein Fastentag! Wobei - es gab ja auch witzige Sachen: Georgius aus Rumänien versucht Deutsch zu lernen. Im Hintergrund läuft in einer extremen Lautstärke Shantie-Musik und sonstiges deutsches Liedgut. Dagegen empfinde ich den Musikantenstadl als reinste Erholung für meine Gehörgänge. Aber warum muss Georgius ausgerechnet sein Deutsch aufgrund der Shantie-Lieder lernen??? „Wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest an Bord!“ - Also alle Nachkommenden: Wenn solche Sprüche von Euren Kellnern kommen, dann wisst Ihr woher sie sie haben. Ich habe noch mein Bestes gegeben und Gregorius erklärt, dass das nicht unbedingt alltagstauglich sei… Nun muss ich doch mal Kritik an der Restaurantleitung üben: Wenn Sie wollen, dass Ihre Kellner besser Deutsch beherrschen: spielen Sie denen Heinrich Heines Lied der Loreley vor! Jeder japanische Tourist auf einem KD-Ausflugsdampfer singt das Stück besser und lernt auf diese Weise Deutsch ohne das die teuren Kurse der Goethe-Institute besucht werden. Vor allem: Mit den Shanties lernen sie ja nur die norddeutsche Aussprache. Kein Wunder, dass sie Schwierigkeiten haben, die Wünsche der Schwaben, Barzis und Oschis zu erfüllen… und kein Wunder, dass Deutschland bei der PISA-Studie so schlecht abschneidet, wenn Ihr Euren Kellnern mit solchen Liedern versucht Deutsch beizubringen. Das auf einem Schiff, das für den Veranstalter fährt aus dem Land der Dichter und Denker!!! Und wenn dann später noch „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ gespielt wird, haben die überhaupt keine Chancen mehr die guten deutschen Tugenden zu übernehmen… Die Fotografen sind deswegen schon ein hoffnungslos verlorener Fall: „Kleine – sei die meine – SAG NICHT NEIN!“. Die verstehen das NEIN schon nicht mehr…

Und wenn ihr nicht auf Kommando lachen könnt und im Tagesprogramm „Piratenabend“ lest: Den Landausflug für die persönliche Proviantbeschaffung nutzen oder fasten oder Ohrstöpsel mitnehmen. Trotz der Atmosphäre: selten so gut gegessen, wie heute Abend. Man sollte es schon selbst gesehen haben. Vielleicht liegt es euch mehr als mir!

Am späteren Abend begann dann die Mannschaftsshow.

Auch hier ein persönlicher Tipp: wenn man schon das Piratenessen nicht mitmachen mochte und sich selbst versorgt, dann sollte man seine Chance nutzen, um die Leute von der 1. Tischzeit zu ärgern und im Musiksalon ein Picknick zu veranstalten, um sich die besten Plätze vor der Bühne zu sichern. Das ist eine gute Maßnahme, um zu lernen, dass man nicht immer von allen geliebt werden muss und zu seinem Handeln stehen sollte. Für solche Kurse zahlt ihr sonst bei professionellen Trainern mehrere Tausend Euros!!!

Und an dieser Stelle möchte ich versuchen das Problem sachlich zu beschreiben.

Der Mannschaftsabend findet statt, damit Geld in den Crewfond gespült wird. Das ist sehr ehrenhaft und lobenswert und angesichts der tollen Leistung möchte man das auch sehr gerne unterstützen. Deswegen gibt es eine Tombola, bei der wir fünf Lose haben, aber bislang noch gar nicht wissen, was es überhaupt zu gewinnen gibt… Da sieht man: die sind so gut, dass man sogar die „Katze im Sack“ für 12 EUR kauft…

Als Quasi-Gegenleistung und Dank wird eine Show mit einigen Mannschaftsmitgliedern geboten, die normalerweise nicht im Publikumsbereich arbeiten und künstlerisch aber durchaus mit den „Profis“ aufnehmen können.

Das Problem ist eher technisch – organisatorisch und das möchte ich ausnahmsweise mal doch versuchen konstruktiv auseinander nehmen.

Es ist die einzige Veranstaltung, die nur in einer Sitzung durchgeführt wird. Hintergrund: jeder Darsteller muss ja zunächst mit seiner „normalen“ Arbeit fertig werden, bevor er/sie auftreten kann.

Und daher kann man den Ablauf eigentlich nicht genau planen, was die Sache sehr schwierig macht.

An diesem Abend ist eben der Saal voller als normal. Das führt zunächst dazu, dass zwischen den Polstersesseln auch Gartenstühle aufgestellt werden. Die Meckerei geht dann los, weil diejenigen, die sich und anderen frühzeitig Plätze sichern, nicht damit einverstanden sind, wenn andere, die ja viel später kommen, sich auf einem Gartenstuhl vor sie setzen. Und die sind ja extra früh gekommen, um sich und ihren Freunden die besten Plätze zu sichern. So schließt sich der Kreis.

Weil ein Teil der Tisch zu Gunsten der Gartenstühle entfernt wurde, meckern natürlich alle ohne Tisch, weil sie wiederum keinen Platz für die Getränke und es dann auch keine kostenlose Chips gibt.

Da aber mehr Menschen als sonst sich im Saal aufhalten, wird darum gebeten, dass nicht geraucht wird. Als Nichtraucher kommt es mir entgegen, aber es gab dann wieder ein Raunen der Raucher.

Gleichzeitig wird die Akustik beeinflusst, d. h. hinten hört man alles zu leise und vorne zu laut. Daher wäre eigentlich eine Einteilung mit und ohne Hörgerät besser als Raucher und Nichtraucher.

Für diejenigen, die hinten sitzen, wird das ganze ein Hörspiel, da man die Ereignisse auf der Bühne nicht sehen kann.

D. h. jetzt kommt das Dilemma – wenn ich als Veranstalter eigentlich will, dass das Publikum im Saal gehalten wird, müssen zunächst alle akustisch animierende Stücke nach vorne gepackt werden, um die Stimmung auch ohne Bild, was vorne passiert, bis zur letzten Reihe anzuheizen - während die optischen und leisen Stücke nach hinten müssten. Dann sind die älteren in den hinteren Reihen sowieso schon eingeschlafen! Und mit einem „Time to say Good Bye“ ganz laut kann man sie wieder wecken und an den Spendenboxen am Ausgang vorbeiführen.

Nur das klappt ja leider nicht, weil ja die Soll-Reihenfolge des Ablaufes durch die Ist-Reihenfolge der Beendigung der regulären Arbeit bestimmt wird. Ich bin jetzt nach vielen anderen, die hinten saßen und nichts gesehen und gehört haben, vorzeitig gegangen, weil ich jetzt ein wenig die Nase voll hatte, ständig zwischendurch aufspringen zu müssen, um, bei der niedrigen Deckenhöhe, diejenigen überspringen zu müssen, die aufgesprungen sind, weil die wiederum nichts sehen konnten. Ich kann ja auch die verstehen, dass die für ihre Spende auch etwas sehen und hören möchten. Bloß ich auch!!! Sollte der Reeder je die Absicht haben, umzubauen: Holt euch die Architekten der Arena auf Schalke…

In der Haut von Andrej möchte ich nicht stecken, weil das Ziel ja sehr ehrenhaft ist – aber der Weg dorthin sehr holprig – vielleicht sollte man es neu konzipieren, damit alle mehr davon haben und auch mehr geben. Aber er ist ein Vollprofi und merkt, wenn die Stimmung zu kippen droht. Eigentlich wollte er sich zurückhalten und die Moderation anderen überlassen. Aber er hatte es wohl gemerkt, dass jetzt nur noch eine Offensive nach vorne hilft, um den Abend noch zu retten. Wir werden, auch ohne dass wir das Ende der Show mitbekommen haben, etwas in die gemeinsame Kasse tun – aber nicht mehr heute Abend, sondern morgen.

Fazit für mich: neben Dreifachsteckdose und Fön – Fußbänkchen, um besser die Show zu sehen und Mikrowelle oder Campingkocher für das Aufwärmen des Eigenproviantes am Piratenabend mitbringen und kurz vor der Kreuzfahrt einen Theaterbesuch machen. Dort gibt es diese Hörhilfen, die man sich ausleihen kann und heute Abend sicherlich nützlich gewesen wären. Es lohnt sich auf jeden Fall, die philippinischen Beiträge (soweit wir sie heute Abend noch gehört haben), reinzuhören. Da kann man getrost die Augen verschließen oder nichts sehen – schon alleine die Gesangsvorträge waren ein Genuss. Die optischen Beiträge, die man verpasst hat, kennt man sowieso von jeder Hochzeitsfeier (z. B. „Die Glocken von Rom“ – „Ich trage Sachen von Otto!“).

Und wenn man solche Shows nicht mag: es gibt immer noch fantastische Alternativen wie Kino, Bibliothek, Fußball und natürlich meine unbezahlbare Show der Schlafwandler auf dem Weg zum Mitternachtssnack… Deswegen ein bisschen Ruhe tut gut, da es morgen bereits um 08.15 Uhr von Bord auf Saaremaa geht. D. h. 06.00 Uhr aufstehen und 07.00 Uhr frühstücken. Jetzt wo wir wieder auf dem Weg zurück sind, sollten wir uns wohl langsam wieder an die Aufstehzeiten zu Hause gewöhnen… Die kümmern sich wirklich um alles – sogar darum, dass wir wieder pünktlich nächste Woche im Büro erscheinen…

In diesem Sinne:

Ahoi aus Saaremaa!!!

Schrecklich - bisher konnten wir NOCH nicht schlafen, weil wir westwärts fuhren und abends die Sonne so lange bei uns in der Kabine stand... und jetzt können wir nicht MEHR schlafen, weil wir jetzt ostwärts fahren und morgens schon so früh die Sonne bei uns drin steht... Zum ersten Mal verstehe sogar ich, warum es Fans von Innenkabinen gibt, die das alles gar nicht mitbekommen...

Herzliche Grüße
HeinBloed


Kleiner Denkfehler um 05.35 Uhr OESZ (04.35 Uhr MESZ)...

Natürlich umgekehrt. Wir sind zuerst Richtung Osten gefahren und jetzt Richtung Westen...

Bloss ich merke gerade, dass mein Handy und der Estnische Mobilfunkanbieter sich sehr gut verstehen und immer die Zeit abgleichen. Weil aber wohl der Estnische Mobilfunkanbieter nicht zwischen OEZ und OESZ unterscheidet - sondern das Signal als OEZ und MZ sendet und mein Handy im Moment MZ mit Moskauer Sommerzeit programmiert ist, stellt er sich wieder automatisch zwischen falsch um. Und deswegen bin ich ein Stunde zu früh wach... Klingt plausibel - oder??? In der frühen Stunde zwischen Ost und West zu unterscheiden, fiel mir wohl schwer...

Man bin ich gut - es gibt schon Mitarbeiter von mir, die sind daran gestorben, weil denen keine Ausrede mehr eingefallen ist...



Bekommt einer von euch Estnisches Fernsehen???

Wir sind gerade Saaremaa – und gleich kommt der estnische Präsident, um die Pier einzuweihen, an der wir liegen.

Falls jemand zufällig estnisches Fernsehen bekommt: kann es bitte jemand aufnehmen?

Herzliche Grüße aus Saaremaa!

Bis später – Ich muss jetzt gucken gehen!!!
Ach ist das alles aufregend…

HeinBloed


Lili Marleen im Fernsehen am 16.06.2006:
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Hallo aus Saarema, Estland.

Weil wir heute das erste Kreuzfahrtschiff waren, dass am neuen Pier in Saarema angekommen sind, wurden wir vom estnischen Präsidenten besucht.

Falls einer von Ihnen zufällig über Astra ETV empfängt und zwischen 17.00 Uhr und 17.45 Uhr (deutscher Zeit = 18.00 - 18.45 Uhr in Estland) die laufenden Sendungen aufzeichnen kann, wäre ich Ihnen dankbar.

Wir haben ETV zu Hause nur sind wir leider selbst an Bord. Estnisch ist eine Sprache, die Finnisch und Ungarisch ähnelt. Wenn Sie also gar nichts verstehen, dann haben Sie vermutlich den richtigen Kanal erwischt.

Falls Sie über eine Anzeige verfügen, was gerade läuft: So heißen die Sendungen:

15:00
Meie salajane elu, 78
15:45
Jalgpalli MM: Argentina - Serbia ja Montenegro
17:58
Keno Loto
17:59
Õhtune kava
18:00
Aktuaalne kaamera
18:15
Vana aja asjad
18:30
Aktuaalne kaamera (vene keeles)

Es wäre schon möglich, dass ich durchs Bild laufe.

Danke, falls es möglich ist.

Gruß aus dem sonnigen Estland.

Ich melde mich später, da wir etwa 45 Minuten zu spät sind...

Bis dann!

HeinBloed


17.06.2006:

Alle Highlights kompakt als Wiedergutmachung für den Tag davor… und die Wunderheilung...


Guten Morgen irgendwo zwischen Saaremaa und Gdingen!

Um auf die letzte Frage einzugehen, die ich noch auf Saaremaa lesen konnte:

Ich kommuniziere mit meinem Notebook und einem UMTS-fähigen Mobilitelefon.

Besonders gut ist die Qualität in Helsinki und Tallinn, da dort im Hafenbecken UMTS in einer sehr guten Qualität verfügbar ist. In vielen Ländern ist ja der Küstenfunk für Kleinboote abgeschafft bzw. in den Osteuropa gar nicht angeschafft worden, so dass in Küstennähe etwas weiter gefasst werden muss und daher in GPRS Qualität verfügbar ist. Das Forum hat zum Glück wenig Spielereien, so dass der Zugang recht gut verläuft…

Und diese Mobiltelefone haben eben ihre Tücken, weswegen die Nacht zuvor bei mir nur sehr wenige Stunden dauerte:

Insgesamt haben wir in unserer Kabine vier intelligente Mobiltelefone mit – zwei privat und zwei, damit uns unsere Firmen ggfls. erreichen können. Damit Ihr auch zu eurem Schlaf kommt, will ich den Sachverhalt auch mal schildern, damit ihr ggfls. nicht unnötig geweckt werdet:

An meinem Mobiltelefon kann man die Zeitzone ändern und den Status Sommerzeit/Winterzeit ändern.

D. h. folgendes war quasi einprogrammiert:

Warnemünde UTC +1 / Sommerzeit = UTC +2 = MESZ
Helsinki UTC +2 / Sommerzeit = UTC +3 = OESZ
St. Petersburg UTC +3 / Sommerzeit = UTC +4 = MSZ

In St. Petersburg haben wir also das Mobiltelefon auf Moskauer Sommerzeit umgestellt. Dann ging es nach Helsinki weiter und so wurden die Mobiltelefone wieder auf OESZ umgestellt. In der Nacht von Helsinki auf Saaremaa wurden ja die Wecker der Mobiltelefone verwendet, weil wir am nächsten Morgen ja um 06.00 Uhr morgens aufstehen mussten.
Zwischen Finnland und Estland ist die Versorgung sehr gut, da ja die Finnen das estnische Mobilfunknetz beherrschen und dementsprechend herrscht hier eine fast lückenlose GSM-Verbindung. Zu diesem Zeitpunkt wurde ich vom EMT-Netz aus Estland bereits versorgt. Vor dem Zubettgehen wollte ich also den Wecker stellen und wunderte mich, dass wir erst so spät mit der Show fertig waren. Aber mein Notebook zeigte mir die deutsche Zeit, so dass ich dachte: hast du wohl doch vergessen nach St. Petersburg die Zeit umzustellen:

Also vor Zubettgehen auf OESZ gestellt mit dem Weckauftrag für 05.55 Uhr. Um 05.55 Uhr wurde ich auch wieder geweckt. Tatsächlich war es jedoch erst 04.55 Uhr OESZ. Ich habe darauf hin mein Mobiltelefon wieder umgestellt und an einen Fehler des Telefones geglaubt. Da ich nicht mehr schlafen konnte, fing ich dann mit meinem Reisebericht an: Auf einmal gab mein Mobiltelefon ein Warnsignal, dass er sich automatisch wieder gerne auf die MSZ stellen würde und dass ich jetzt manuell reagieren soll, wenn ich es nicht will. D. h. in diesem Augenblick empfing wohl mein Mobiltelefon von EMT ein Zeitsignal mit der Aufforderung auf Moskauer Zeit umzustellen, die bei mir ja als MSZ einprogrammiert war. Damit ihr nicht ausgerechnet vor dem Saaremaa-Ausflug auch unnötig eine Stunde schlaft verliert: noch ein Mitnehmtipp: ein klassischer Wecker zum Aufziehen mitnehmen, der „blöd“ genug ist, um keine Funkzeitsignale zu verarbeiten…

Auf Saaremaa kamen wir in neuem Hafen Sadam an. Lt. Erzählungen war wohl die Fahrt zuvor noch mehr oder minder an einem einem Provisorium inkl. provisorischer Zufahrten gelandet worden. Man muss sich das jetzt nicht, wie in Häfen zuvor vorstellen. Es handelt sich hierbei eher um eine kleine Marina, bei der man noch einen Betonsteg rangebaut hat, damit ein Kreuzfahrtschiff und ein Fährschiff mit landseitiger Rampe anlegen kann. Das Terminalgebäude erinnert mehr an eine zu groß geratene Sauna.

Zu diesem Ort wurde zum Zeitpunkt der Buchung nur eine einzige Tour angeboten: eine Bustour durch die Natur und ein Besuch einer Folklore-Gruppe. Nun bin ich Allergiker und wollte nichts natürliches außer Beton, Steine und Klimaanlagen mit Pollenfilter. Und bezüglich Folkore-Gruppen sollte man mich besser nochmals nach meinem Vorruhestand fragen, wenn ich vielleicht Zeit habe, meine CD-Sammlung diesbezüglich zu erweitern und mich reinzuhören.

Deswegen haben wir uns eigentlich im Vorfeld bei den Hafen- und Fremdenverkehrsbehörden erkundigt, ob wir tatsächlich wie im Prospekt beschrieben, getendert werden, oder wir eine Chance haben von Bord zu gehen und wenn ja, ob sie uns bei der Beschaffung eines Fremdenführers behilflich sein können. Für 65 EUR wurde uns dann ein Führer vermittelt, nachdem auch feststand, dass wir von Bord kommen. Da wohl alle Fremdenführer unter der Fuchtel des estnischen Reisebüros stehen, wurden witzigerweisen unsere direkten Anfragen an die Fremdenführer an das Reisebüro weitergeleitet. Zunächst habe ich ja darüber geärgert, dass jetzt noch jemand mitverdienen wollte, nachdem wir in Tallinn nur 50 EUR für drei Stunden zahlen mussten. Aber jetzt hatten wir auf einmal Glück: Die Dame vom Reisebüro erklärte uns nämlich, dass wir ca. 31 km in der Pampa ankommen würden und dass wir dann bitte keine New Yorker Verhältnisse erwarten sollten, um eben am Straßenrand ein Taxi rufen zu können. Sie sagte jedoch, dass sie sowieso für die Lili Marleen eine zweite Tour anbietet: einen Bustransfer vom Hafen nach Kuraalsee, dem Hauptort auf Saaremaa. Wenige Tage später bestätigte sie nochmals, dass dieser Vorschlag von der Reiseleitung wohl aufgegriffen wurde und diese Tour nachträglich ins Programm aufgenommen wird und dass sie es geschafft hat, in einen Transferpreis von 23 EUR noch ein Ticket für DIE Attraktion des Ortes, dem Bischofspalast in den Preis integriert hat. Letztendlich hatte man eigentlich so sogar einen Teil der anderen Tour: die Fahrt vom Pier zum City Terminal dauerte nämlich ca. 40 Minuten quer durch die Natur. Dann kamen wir an einer alten Steinbrücke aus der Römerzeit vorbei (meine „vorlaute“ Anmerkung im Bus, die dann direkt von anderen nachgeplappert wurde – wobei der Limes ja in Germanien endete…). Und dann kamen wir zum City Terminal (einem großen Busparkplatz mit Toiletten). Hier wurde dann jeder seinem Schicksal überlassen, was allerdings in diesem Ort mit 15.000 Einwohnern, nicht problematisch war. Sicherlich hätte man sich auch kaputtlachen können, warum wir für einen Ort, der sich in 10 Minuten zu Fuß erschließen ließ, ausgerechnet einen Fremdenführer brauchen.

Zurück nochmals zur Pier am Sadam International Cruise Terminal:

Bis auf St. Petersburg hat sich kein Mensch für unsere Ausweise interessiert. Hier konnten wir das Schiff nicht ohne Ausweiskontrolle verlassen. Es hatte extra ein Boot des Grenzschutzes angelegt und jeder wurde kontrolliert. Nur eines kann man sich schenken: Wer seinen Reisepass im Safe hat, braucht nicht nochmals rein, da wir aus einem EU-Land (Finnland) kamen, aus einem EU-Land (Deutschland) sind und in ein EU-Land (Estland) reisen: Daher reichte mein Personalausweis vollkommen aus! Übrigens die Kontrollen hinterher wieder für den Gang an Bord und auch kurz wieder von Bord anlässlich des Präsidenten-Besuches waren genauso streng! D. h. der Standard in Sadam war höher als in den ISPS-geschützten Häfen von Visby (mit Gepäckdurchsuchung), Tallinn oder Helsinki.

Ich kann schon einige Fremdsprachen und Estnisch zählt nicht dazu und ich wollte mehr aus direkter Hand nicht nur über die Gebäude etwas erfahren, sondern auch über das Leben und die Leute und die Frage beantwortet haben: warum Glasnost und Perestrojka sich so unterschiedlich auf die einzelnen ehemaligen Sowjetrepubliken ausgewirkt haben. Nun hatten wir diesbezüglich total Glück: unser Fremdenführer Jaan war Deutschlehrer und hat sich seinen Traum ein kleines Hotel zu eröffnen nach der Wendezeit in Estland erfüllt. Wir haben daher sehr viel über die singende Revolution, die Währungsreformen und alles Mögliche erfahren. Normalerweise hake ich jedes Objekt in einem Burgmuseum in wenigen Millisekunden ab. Aber Jaans Art die Objekte näher zu bringen, war schon faszinierend, so dass wir Lust haben, auch mal privat für einige Tage nach Saarema wieder zu fahren.

Auf Saaremaa bedeutet der Aufenthalt der Lili Marleen den Leuten sehr viel. So war man auch sehr enttäuscht, dass wohl beim allerersten Mal, bei dem ja noch getendert werden sollte, das Tendern ausgefallen ist. Er wird auf den Marktplätzen ständig von Souvernirverkäufern gefragt, wie die Worte auf Deutsch heißen, so dass wir jetzt wissen, wir das Wort „Wacholder“ auf dem Marktplatz wohl erläutert hat. Unser Fremdenführer erzählte, dass man sich auf die offizielle Einweihung nächste Woche freute und der Präsident dann extra kommen wird. Mit der Einweihung war die Hoffnung auf regelmäßigere Verbindungen nach Westen und nach Schweden verbunden.

Auf dem Parkplatz zurück hatten wir auch dort ein wenig Folklore. D. h. mit der Tour gab es Natur, Folklore, Kunst(handwerk), Kultur, Stadt und Shopping (wir haben seit der Erfahrung in Tallinn nochmals Medikamente nachgebunkert…).

Zurück erinnerte ich mich an den ersten Tag: „Wir ziehen unsere Uniformen nur am 1. Tag an, damit Sie fotografieren können, sonst laufen wir zivil herum“. Und nun: Andrej in Festtagsuniform und stolz erhobenen Hauptes am Pier??? Ein Militärboot, Feuerwerks- und Tontechniker. Dann kam die Auflösung: die Einweihung wurde um eine Woche vorgelegt, weil ja die Lili Marleen in der kommenden Woche in Norwegen ist. Mit Andrejs Aufruf, dass es am Pier Schnittchen gibt, wurden dann wieder alle Passagiere vom Bord gelockt.

Folkloregruppen singen und irgendwann kommt ein dunkler Campingbus. Keine Flaggen am Fahrzeug und keine Polizeieskorte mit Motorrad und vorausfahrende Security. Der „kleine Dicke“ (da ich selbst so aussehe, darf ich es respektlos sagen) im schwarzen Anzug, der jedem die Hand drückt, soll ein Staatsoberhaupt sein? In Deutschland undenkbar. Aber hier sind eben das Volk und seine Präsidenten eins. Auf eine sehr schöne naive Art, die man sicherlich in Berlin vermisst.

Wir fahren mit 1 ¾ Stunden Verspätung ab. Bis zum Abendessen ist wieder alles im Plan.

Und jetzt muss ich leider einen Widerruf bezüglich des Essens schreiben:

Es gab Lachszopf mit Hummersauce!

Also ist also genügend Variation da, auch für die Gourmets. Allerdings geht es mir bei meinen Geschäftsessen so: Nach zwei drei Tagen Schickmick-Essen, bin ich froh, wenn ich mal eine Stino-Erbsensuppe bekomme. Und meine Wünsche wurden wohl erhört: Es gab tatsächlich Spargel – wenn auch kein nordbadischer, sondern grüner.

Und passend zum Alter und Herkunft des Publikums: Der Einmarsch der Eistorten erfolgt nicht mit der schönen Traumschiffmusik von James Last sondern mit einem Militätmarsch!!! Einige sind sofort in den Gang aufgesprungen und haben mit ihren Kameras salutiert und einen Stau verursacht, der sogar auf Bayern 3 im Verkehrsfunk gemeldet werden können. Allerdings habe ich seit dem Piratenabend einen Schlag abbekommen. Istvan und Gabor (unsere ungarischen Kellner) mussten mich zurückhalten, dass ich nicht wieder anfange mir selbst aufzutragen, wie am Abend zuvor. Am Schluss gab es den Toast mit den Kapitän, der zur zweiten Tischzeit kam. Vor der 1. Tischzeit hatten wir eine ältere Mitreisende, die uns vor einigen Tagen aufgefallen ist und mit der schon ein paar Worte gewechselt haben, ganz aufgeregt erzählt, dass sie schnell umziehen müsse, weil sie am Kapitäns Tisch erwartet wird. Wir haben sie im Gang zwischen der 1. und 2. Tischzeit getroffen und gefragt, wie es war: „Ich habe jetzt gar keine Zeit zum Erzählen“ und versuchte schnell wegzukommen. Hinterher haben wir erfahren, dass der Kapitän wohl zur 1. Tischzeit nicht gekommen ist.

Der Rest des Abends ist schnell erzählt. Am Nachmittag ging mir eine ältere Dame auf die Nerven. Ich hatte mich gerade mal mit Andrej ein paar Minuten unterhalten und sie selbst hatte zwischendurch gefunkt, um ihre Lebensgeschichte erzählt. Jeder dritte Satz: „Nun will ich Sie nicht länger stören“. Andrej ist nun mal Profi und hat natürlich erwidert „Sie stören nicht!“. Wie das endete, brauche ich wohl nicht zu beschreiben. Am Nachmittag zu Andrej: „Ich kann Ihnen nicht meine Hand geben und festzudrücken, aber es kommt von Herzen.“ Sie hatte einen festeren Verband mit einer entsprechenden Manschette am Handgelenk.

Am Abend hatte ihr die Anordnung der Sessel und Tische im Musiksalon nicht gepasst. Wir müssen echt einen Superdoktor an Bord haben, der Wunderheiler ist. Und auf einmal hat sie sich alle Sessel und die Bartische so durch die Gegend gewuchtet, dass sie prima sehen konnte und… sie im Gang saß und unsere Kellner sie im wahrsten Sinne des Wortes umschiffen oder zurückdrängen mussten. Aber Hauptsache sie hat gut gesehen – auch wenn alle anderen genervt und wir dadurch in einen Abschnitt saßen, der von der Getränkeversorgung abgeschnitten wurde. Aber genauso sind Inseln entstanden, wie wir heute auf Saaremaa gelernt haben. Also vor einigen tausend Jahren muss wohl eine kreuzfahrtfahrende Wikingerfrau im Stile von Häger’s Helga die Möbel umgestellt haben. Und seit dieser Zeit gibt es Billy, Knut und IKEA. Und so ist die Insel Saaremaa entstanden. Wie heißt es so schön: Entdecke deine Möglichkeiten!!!

Die Show war dann wirklich schön, weil ich „Hello Dolly“ liebe und eine der Sängerin tatsächlich wie die junge Barbra Streisand singt. Noch schöner wäre es allerdings gewesen, wenn die Wunderheilung auch bewirkt hätte, dass der Aus-Knopf wieder in Betrieb genommen worden wäre, um die Schwergewichtsheberin zum Schweigen zu bringen, die während des Gesangs unbedingt anderen lautstark aus ihrem Leben erzählen musste.

Nun ist es 07.10 Uhr und wir müssen uns für unseren Landgang in Gdingen fertigmachen: Duschen – Frühstücken usw.

Ich habe jetzt hier an Deck 1½ Stunden gesessen und mein Reisetagebuch geschrieben. Danke für eure Ermunterung weiterzuschreiben. Ich wollte eigentlich nach dem 1. Bericht wieder aufhören, weil ich eigentlich nur klarstellen wollte, dass die Lili Marleen eine Reise wert ist.

Euch wünsche ich ein tolles Treffen in Koblenz und wir werden jetzt den letzten sonnigen Tag auf dieser Reise genießen. Wenn Engel reisen. Dieses Mal hatten wir Glück gehabt und waren die Engel. Strahlender Sonnenschein, schöne Plätze und ein tolles Team. Euch, die noch die Reise mit der Lili Marleen noch vor euch haben: Ich wünsche euch vom ganzen Herzen, dass ihr es genauso gut habt, wie wir. Deswegen immer noch: Alles im Lot auf dem Boot – alles in Butter auf dem Kutter…

Das nächste Mal dann wieder aus Deutschland.

Herzliche Grüße und bis bald!!!
HeinBloed


18.06.2006:

Solidarität und am Tag als der Regen kam


Nun der letzte Tag unserer Reise war dann auch die Zeit, bei der es anfangen durfte zu regnen, um uns den Abschied zu erleichtern.

Nach dem alle Tourmitfahrer von Bord waren, gingen wir auch in Gdingen von Bord, wo uns unsere private Führerin Jolanta erwartete und uns mit ihrem Wagen abgeholt hat. Auf dem Weg nach Danzig hat Jolanta sehr schnell herausbekommen, dass wir uns für die jüngere polnische Geschichte interessieren und schlug vor, dass wir zur Danziger Werft fahren, in dem ein Museum über die Solidarnocz untergebracht ist. Es war schon beeindruckend dort zu stehen, wo Menschen dafür gekämpft haben, dass wir heute die Freiheiten in Europa genießen können, von denen wir alle profitieren. Das kleine Museum ist erstklassig! Die Museumspädagogen haben sich hier besonders viel Mühe gegeben und in der Tat hat man eine Gänsehaut, wenn man durchläuft und sie von den damaligen Ereignissen erzählt, als ob sie selbst dabei gewesen wäre.

Später ging es dann in Danziger Altstadt, in der wir in einem Café erst mal etwas getrunken haben und die letzten Sonnenstrahlen genossen haben. Langsam ging es dann durch die Gässchen über einen polnischen Supermarkt zurück. Irgendwie ist es komisch: Obwohl ich kein Polnisch verstehe, aber „Kollegin kommt gleich“ klingt im Polnischen von der Melodie her genauso vertraut, wie damals in Ost-Berlin.

Es ging dann zurück nach Gedingen zum Hafen, der etwas außerhalb liegt und an denen tüchtige Straßenhändler ihren Bernstein-Schmuck aufgebaut haben. Wir wurden vor Verlassen des Schiffes gebeten, unsere Reisepässe mitzubringen, allerdings wurden sie nicht kontrolliert. Die Reiseleitung hat mit ein paar Schnittchen und Kaffee schon dafür gesorgt, dass die Grenzkontrollen beschäftigt waren und sich für uns nicht interessierten.

Das letzte Mittagessen an Bord – und eine freundliche Einladung des Maître mit in die Küche zu kommen, um sich den Betrieb anzusehen. Für mich als Hobby-Kochlehrer war das schon interessant, alles mir mal anzusehen. Übrigens nochmals ein Hinweis aus der Küche: man bekommt auch doppelte Portionen, nur doppelt Fleisch, Zwischengang als Hauptgang. Wenn man nichts sagt, dann darf man sich nicht über zu kleine Portionen aufregen.

Heute gab es Szegediner Gulasch. Unsere ungarische Fraktion (Lazlo, unser Getränkekellner, Gabor und Istvan) habe ich gefragt, ob sie selbst es auch essen würden. Bei einer Mindestquote von 2 von 3 Ja-Stimmen, würde ich es dann bestellen. Die Quote wurde sogar 3 von 3 erfüllt. Wenn sogar die Ungarn das ungarische Essen eines badischen Koches, dann muss es ja gut sein. Welche bessere Referenz kann man bekommen, als von denen die es mit der Muttermilch schon aufgenommen haben? Von den 1 ¾ Stunden Verspätung haben einen Teil wieder aufgeholt. Im ursprünglichen Reiseplan stand 08.00 Uhr als Ankunftszeit drin. Nun im Tagesprogramm 09.00 Uhr. Tatsächlich war es gegen 08.20 Uhr. Die letzten Gäste sollten um 14.30 Uhr wieder eintreffen, damit wir um 15.00 Uhr abfahren können. Tatsächlich kam der letzte Bus erst um 14.50 Uhr an und die Maschinen liefen schon für die Abfahrt… Aber auch diese Late-Arrivals wurden noch abgefüttert. Übrigens: Die Wunderheilung von gestern hat noch weitere Fortschritte gemacht. Jetzt ist sogar schon der Verband ab. Ich bin mal gespannt, ob ich heute Abend den Musiksalon wieder erkenne, falls sie wieder mit den Umbauarbeiten beginnt. Da sie noch die Anschlussreise nach Norwegen mitmacht, wird sie bestimmt noch viele Gelegenheiten haben, andere Leute damit zu nerven. Und wenn ich das nächste Mal wiederkomme, dann erkenne ich die Lili Marleen bestimmt nicht wieder…

Unsere Tischnachbarn sind erfahrene Kreuzfahrer – so erfahren wir in den Gesprächen. Mit über 20 Kreuzfahrten sind sie tüchtig dabei. Sie haben auch nochmals bestätigt: Es gibt kein Schiff auf dem alles perfekt ist. Wir haben sie mal ausgefragt, um mal ihre Meinung zu hören: Lili Marleen bietet ein akzeptables Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn man den richtigen Zeitpunkt der Buchung und die richtige Reise erwischt. Sie haben uns das versucht so erklären: bei dieser Route ist es nicht schlimm, wenn man mal schlechtes Wetter hätte, da man jeden Tag einen Landgang hat und so nicht die Größe (in dem Fall eher die begrenzte Größe) stört, weil dann noch genügend Abwechslung ist. Wenn man jedoch durchgehend beschäftigt werden muss, kann es schon problematisch werden, z. B. bei mehreren Tagen auf See. Wir haben uns darauf hin mal einen Prospekt der Mona Lisa an der Rezeption geben lassen – in der Tat: die Bilder und die Touren und die Preise sind eine andere Welt und eine andere Klasse. Da sind sicherlich die Erwartungen höher als bei der Lili Marleen. Da es meine erste Kreuzfahrt ist und ich bislang noch nie in der Lage war bei schlechtem Wetter mich min. 24 Stunden an einem Stück unter Deck aufzuhalten, kann ich die Situation bislang noch nicht nachvollziehen. Deswegen eine Straftat an Land zu begehen, eine Strafe nicht zu zahlen und dafür mal im Gefängnis ein paar Tage probesitzen, liegt mir ebenfalls fern. Aber jetzt, wo ich es weiss, dass die Situation auf mich zukommen kann, muss ich selbst entscheiden, ob ich sehendes Auge das Risiko auf mich nehmen möchte – oder lieber auf 100%-ige Sicherheit gehe und ein anderes Schiff buche, dass mich auch bei schlechtem Wetter wie in Las Vegas beschäftigen kann. D. h. wenn man sich für die Silvester-Reise mit einer Transatlantiküberquerung entscheidet, dann muss man auch in der Lage sein, sich ggfls. fünf Tage zu beschäftigen, statt fünf Tage alles schwarz zu malen. Also Vergleichsangebote suchen und auch die Preise und Leistungen vergleichen. Wenn man nicht mehr ausgeben will, dann sollte man hinterher auch nicht das fehlende Casino beklagen. Sie haben uns auch erklärt, wie man professionell Preise und Leistung vergleicht, da sie nun wahre Schnäppchenjäger sind: Budget je Tag setzen und Leistungen bei einem Angebot beispielsweise 100 EUR/Tag vergleichen und dann eben sehen, wo bekomme ich das meiste für dieses Budget. So haben sie sich bisher vor großen Enttäuschungen bewahrt und waren dann eher immer positiv überrascht, wenn auf einmal das Preis-Leistungs-Verhältnis sich zu Gunsten einer besseren Leistung verschoben hat. Die anderen beiden Tischnachbarn waren ein älteres sächsisches Ehepaar, das schon Kreuzfahrten aus der Zeit als noch die DSR über eine Kreuzfahrtflotte verfügte, solche mitgemacht hat. Komisch: wir sind der Empfehlung des Büros in Hannover gefolgt und haben einen 6-er-Tisch angemeldet. Falls das andere Paar einem nicht liegt, dass es noch ein anderes Paar vielleicht gibt, mit dem man sich besser versteht. Nur hier war es witzig: zu sechst haben wir nie ein gemeinsames Gesprächsthema gefunden. Waren wir jedoch dann nur noch zu viert, wurde es meistens sehr interessant, so dass uns die Kellner immer dann rauswarfen, in dem sie demonstrativ das Geschirr für die nächste Mahlzeit herrichten. Dass wir erfahrene Kreuzfahrer mithatten, war schon äußerst praktisch. So haben die uns beigebracht, alles was geöffnet, muss bezahlt werden. Ich hielt das Wasser als Standard zu Mittag. Unser älteres Sachsenpaar hat am ersten Tag darauf bestanden, dass sie zu zweit ebenfalls eine eigene Flasche erhalten und einen Aufstand gemacht. Da ich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht wusste, dass es nicht kostenlos war, hatte ich denen angeboten, dass wir etwas von unserem Wasser denen einschenken können. Das lehnten sie jedoch ab, weil sie darauf bestanden, dass sie unbedingt ihre eigene Flasche wollten. Peinlich wurde es erst dann, als dann der Beleg zum Abzeichnen vorgelegt wurde. Unsere Kreuzfahrtprofis haben auch lobend erwähnt, dass es nicht selbstverständlich ist, dass Anbruch für die nächste Mahlzeit behalten wird. Unser Getränkekellner Lazlo hat zwar auch immer unsere Tischzeit, -nummer und Kabinennummer auf der Flasche vermerkt, obwohl wir diesen Service nie in Anspruch genommen haben und lieber den Rest mit auf das Zimmer nahmen, da dort ja kein Minikühlschrank vorhanden war und wir zumindest noch eine Zeitlang das kalte Wasser genießen konnten. Nachdem ja auch die Fahrtrichtung geändert wurde, saß auf einmal aufgrund einer Essenszeitverschiebung meine gegenüberliegende Tischseite voll in der Sonne. Er hatte sich zunächst an unseren Gabor gewandt, und ihn gebeten die Vorhänge zu schließen. Das führte zu dem natürlichen Protest der Gäste direkt am Fenster, die natürlich sich nicht ans Fenster gesetzt haben, um geschlossene Vorhänge zu sehen. Gabor war natürlich im Konflikt, da sowohl unser Tisch und der Tisch am Fenster in seinen Bezirk reinfielen. Er hat sich kaufmännisch-logisch für die höheren Deckungsbeiträge entschieden, was dazu führte, dass der Maître Oliver am Schluss der Sitzung richtig runtergeputzt und angeschrieen wurde. Man muss dazu wissen, dass der ältere Sachse Tierarzt war. Und dementsprechend hat er einem Restaurantleiter für alle im Saal verständlich erklärt, wie sich ein Gockel anfühlt, der in einem Grill zum Grillhähnchen wird… Die Art der Präsentation der Kritik in der lautstarken Form hätte auch von mir kommen können. Und ich gebe zu: In den ersten drei Stunden an Bord hatte ich mich über etwas aufgeregt und es doch zugegebenermaßen überzogen reagiert. Doch wie gesagt: Liebe Menschen, wie z. B. Andras, der einen beim Abräumen auf eine sehr charmante, höfliche und ungarische Art fragt, ob der Gang geschmeckt hat, konnte man einfach nicht nein sagen und man hätte vermutlich die Reste von gestern akzeptiert. Mit seiner Stimme und Art: er würde es sogar schaffen, einem dem gerade sein Haus abgebrannt ist, eine Wohngebäudeversicherung zu verkaufen. Sollte Dr. Stoffel gerade diese Zeilen lesen: Ich will mein Geld zurück! Sie schulden mir den Erfolg. Mit Andras haben Sie nicht gerechnet – bei dem würden sogar Sie „nein“ sagen, obwohl Sie uns ja eigentlich beibringen sollten, wie wir „nein“ sagen.

Deswegen tat mir auch meine Reaktion am 1. Tag Leid und als ich am 2. Tag die Trinkgeldkasse der Rezeption entdeckte, waren Yvonne von der Rezeption und ich auch wieder versöhnt. Ich denke, dass ich eben mit einer anderen Schreckenshaltung an Bord gekommen und meinte, sofort loslegen zu müssen.

Gegen 16.00 Uhr sollte der Abschiedsgottesdienst beginnen. Bis 15.50 Uhr haben noch die Künstler geprobt, als der Pastor ankam und erstmal entsetzt feststellte, dass die Hausdame noch gar nichts von den Sachen ausgeführt, die er angeordnet hätte. Das Schöne ist, dass er sehr konstruktive Vorschläge hatte, wie man diesen Gottesdienst attraktiver gestalten kann. Das weniger Schöne: er diskutierte es natürlich mit anderen Passagieren aus, die es natürlich noch besser wussten, statt es mit denen zu diskutieren, die daran hätten etwas machen können. Nun gebe ich zu, dass ich sicherlich mit 40 etwas aus dem Rahmen falle. Auch gebe ich zu, dass wir ja noch die letzten Szenen der Künstlerprobe uns angeguckt haben und einfach nahtlos sitzen geblieben sind. Daher sahen wir vielleicht so aus, dass wir darauf warten, dass die Show weitergeht. Aber die Frage, ob wir auch zum Gottesdienst wollen, kam für mich doch etwas überraschend. Wir merken schon, als Jüngere sind wir auf dem Schiff unbeliebt… nicht mal zum Gottesdienst dürfen wir ungefragt… Ich gebe zu, dass mein Einwand, weil der Tisch von der Hausdame noch nicht aufgebaut wurde, dass es Gott egal sei, ob ein Tisch da sei oder nicht, Hauptsache Gott selbst sei da, sicherlich zu meinem sicheren Ausschluss aus der Kirche führt. Hat einen Vorteil, dann spare ich mir die Kirchensteuer und kann mir künftig eine höhere Kabinen-Kategorie leisten.

Kurz vor dem Gottesdienst wurden wir dann ausgerufen, dass wir zur Brückenbesichtigung erwartet werden. Daher haben wir uns verabschiedet und leider nicht mehr mitbekommen, ob noch mehr Jüngere im Gottesdienst erschienen sind. Wir haben die Wartezeit dann genutzt um an Deck doch mal die Kaffeestunde zu nutzen, die wir bislang erst einmal am Ankunftstag genutzt haben.

In der Schlange eine Dame, die zu mir meint „Plaste und Elaste“. Sie hielt mich wohl für einen Matrosen, weil ich immer meine Bordkarte um den Hals trage (Damit ich mich wie in meiner Firma fühle, wo ich nicht ohne Karte auf die Toilette kann, da ich sonst nicht wieder in mein Büro komme). Ich meinte darauf hin: „Wieso? Geht doch nicht kaputt!“. Sie: „Schmeckt aber daraus nicht!“. Ich: „Dann gehen Sie doch runter und holen sich einen Rosenthal-Platzteller“. Sie: „Stimmt“. Ich: „Wie wäre es mit KPM oder Meißen?“. Sie: „Das würde mir dann noch besser schmecken!“ – Mit der Berliner Schnauze könnte es sogar die Dame gewesen sein, die ich mal als Student im KaDeWe bedient habe und damals eine Wasserschale von Meißen für ihren Hund wollte.

Mit meinen Schnittchen auf „Plaste und Elaste“ gehe ich zur Kaffeeausgabe. Ich versuche mir Süßstoff in den Kaffee hineinzutun. Der Herr kommentiert: „Süßstoff ist ungesund!“ – Ich: „Solange nur ich ihn benutze, bleiben Sie doch gesund!“. Was kann ich mehr für die Gesundheit meiner Mitmenschen tun? Eigentlich müsste ich von Ulla Schmidt einen Ordnen bekommen – und von meinem Arbeitgeber (Pharmakonzern) einen auf den Deckel…

Wir sind noch ein wenig früh daran, um für die Brückenbesichtigung abgeholt zu werden und bekommen den Streit von zwei Ehepaaren mit der Reiseleitung mit. Ich bin der Meinung, dass die ABG von Holiday Kreuzfahrten geändert werden sollten: Alle sollten vorher zu einer Jugendverkehrsschule und einen Orientierungskurs mitmachen. In Warnemünde wurde über Venus- und Poseidondeck eingestiegen. In Visby und St. Petersburg über das Venus- und in Tallinn, auf Saarema und in Gdingen über das Poseidondeck. Nun muss man ja mal klar sagen, dass Andrej Ansagen zur Show manchmal zum Abschalten der Hörgeräte neigen, weil sie extrem lang sein können, wenn er und das Schiff mal in Fahrt sind… aber ausgerechnet wenn angesagt wird, welche Busse zum Einsteigen bereit sind und über welche Decks ausgestiegen wird: Leute, da schaltet man seine Hörgeräte wieder ein. D. h. ein Ehepaar wartet artig am Ausgang auf dem Poseidondeck und das andere vor der Rezeption… und diesem fällt nicht auf, dass gar keine Tür an der Seite des Venusdeckes offen ist und auch sonst keiner über das Deck das Schiff verlässt und wartet und wartet und wartet… und gibt natürlich der Reiseleitung die Schuld, dass sie vergessen wurden, persönlich hinausgebeten zu werden und deswegen Danzig nicht sehen konnten. Andererseits, wenn die Reiseleitung schlau war, hat sie es hoffentlich nur gemacht, damit sie Danzig nochmals sehen können, in dem sie eine neue Reise buchen… Auch so macht man Umsatz. In meinen Augen waren die Ansagen klar und verständlich. Nur Regel der Kommunikation heißt ja, dass es nicht wichtig ist, was man sagt, sondern was ankommt. Ich würde eigentlich in die AGB reinschreiben, dass jeder Reisende ein Mobiltelefon mitführen muss. Dann kann man ja eine Gruppen SMS rausschicken, in dem man schwarz auf weiss lesen kann, dass der Bus abfährt und an welchem Ausgang man erscheinen muss. Wenn man ein Modell mit Vibrationsalarm hat, kann man es dann auch nach der Reise zu Hause nutzen, um die Vibrationen der Lili Marleen zu Hause zu simulieren. Oder einem Hörgeräteakustiker einen der Shops verpachten. Könnte auch noch Geld in die Kasse von Holiday Kreuzfahrten spülen.

Die Brücke dann war für mich eher unscheinbar, da ich früher mal bei einer Reederei gearbeitet habe, und daher schon auf Brücken von großen Containerschiffen gewesen bin. Aber für jeden Neuling ist dieses sicherlich ein aufregendes Ereignis.

Beim Abendessen hieß es Abschied nehmen von Gabor, unserem Hauptkellner. Budapest ist für seine traditionelle Kaffeehaus-Kultur bekannt. Und deswegen ist er morgens für den Kaffee verantwortlich. Da zum Frühstück freie Tischwahl ist, verabschieden wir uns auch von unseren Tischnachbarn.

Auch hieß es Abschied nehmen von Maya, unserer ukrainischen Perle, die das Schiff am 28.06. zur Heimreise verlassen wird. D. h. dass unsere Nachfolger nicht mehr in den Genuss ihrer picobello Arbeit kommen.

Im übrigen: Wer auch zu dem Personal besonders nett sein will: ein paar Brocken in Tschechisch, Slowakisch, Rumänisch, Ungarisch, Ukrainisch, Russisch, Griechisch, Türkisch lernen. Über Danke, Bitte und Guten Morgen und die Ansprache mit ihrem Namen freuen sie sich, weil es denen zeigt, dass ihr sie wahrgenommen habt (Trickkiste aus den Führungsseminaren…).

Später am Abend gab es noch eine Show mit den Sängern, die ihre Lieblingssong vorstellten. Zuvor wurden wir jedoch in die Steinzeit versetzt: Die Pre-Show auf dem roten Teppich vor der Oscar-Nacht. Ist schon dumm, wenn man als einzelner versucht 10 Sessel in der 1. Reihe zu blocken und man nicht zählen kann und nicht genügend Sessel in der 1. Reihe blockiert, und sich dann den Zorn der Leute zuzieht, die langsam reinkommen und die Blockadepolitik missbilligen, sondern auch derjenigen für die ja ursprünglich geblockt werden soll. Die Gruppe wollte unbedingt zusammen in der 1. Reihe sitzen. Ich dachte an die Höhlenmalereien, die die Jäger zeigen, die ihre Beute mangels Sackkarren oder Bollerwagen hinter sich her ziehen. So sah das auch aus, als die eine Frau den Sessel hinter sich herzog, um dann die Lücke in der 1. Reihe zu schließen, die eigentlich die Kellner brauchen, um die Gäste in der 1. Reihe zu versorgen. Weil aber nicht richtig gezählt wurde, sah das schon goldig aus, als dann der Ehemann saß und die Frau quer darüber gelegt wurde. Wenn sie schon Rundfunkgebühren zahlen, dann bestehen sie eben darauf auch in der 1. Reihe zu sitzen. Auch wenn das hier an Bord nicht ARD und ZDF sind.

Mein lieber Schwan: bisher war ich ja höflich-sarkastisch, weil ich die bisherigen Shows nicht als Seniorenheim-Standard abtun wollte. Aber was gestern Abend geboten wurde, hatte internationales Format!!!

Es gab nur ein einziges deutschsprachiges Lied. Dass es den Leuten (inkl. der non-english-speaking generation) sehr gut gefallen merkte man, am Klatschen: diejenigen, die aus der Zeit von Preußens Gloria klatschten, taten dieses auf 1 (Marschmusik-Takt), während die erfahrenen sich den Musikern anschlossen auf 2 klatschten.

Ich meine es jetzt nicht böse: Aber lieber Andrej: sie tun sich, den Künstlern und uns Gästen keinen Gefallen, wenn Sie die Künstler dazu zwingen sich auf ein Kaffeefahrt-Niveau zu begeben, um deutsche Texte zu lernen.

„All that Jazz“ aus Chicago und „Don’t Cry for me Argentina“ aus Evita sind kein Beispiel für leichte Unterhaltung, sondern stehen für Mord, Korruption, Tod und Politik. Aber so wie Lacra das brachte, waren alle hellauf begeistert. Ich habe beide Musicals in New York in der Original-Fassung in Englisch gesehen und kenne auch beide Musicals in Deutsch. Aber Lacra mit „All dem Jazz“ und „Wein nicht um mich Argentinien“ ist bestimmt nicht das gleiche!!!

Bei den ersten Shows haben Sie Auszüge aus Musicals gebracht, wie

Hair – aber „Let the sunshine“ fehlte,
La Cage aux Folles – aber „Ich bin was ich bin“ / “I am what I am” fehlte,
Der König der Löwen – aber “Circle of Life” fehlte,
Elisabeth – aber „Ich gehöre nur mir“ fehlte,
Les Miserables – aber „Nur für mich“ / “Only me“ fehlte.

D. h. oft fehlten einfach die absoluten Highlights der Musicals, aus denen Sie Auszüge brachten, deswegen schwappte vielleicht die Stimmung nicht so über, weil man doch enttäuscht war, dass das „Beste“ vorenthalten wurde.

Für mich kamen daher die ersten Shows sehr halbherzig rüber, während die letzte Show sämtliche Künstler mit Passion rüberkamen, weil man merkte, dass es Musik war, die ihnen lag.

Sie spielen Auszüge aus „Cabaret“ – Lassen Sie Lacra „Maybe this time“ singen und für ihre deutschsprachigen Freunde „Der morgige Tag ist mein“ („Tomorrow belongs to me“) und sie machen ALLE glücklich.

Wenn Sie ein deutschsprachiges Programm machen wollen, dann stelle ich mir das mit meiner Erfahrung als „DJ“ für 70. Geburtstage usw. im folgenden Stil mit folgendem Repetoire vor:

Lale Andersen: Lili Marleen
Marika Rökk: In der Nacht ist der Mensch nicht gerne alleine
Lilian Harvey: Das gibt’s nur einmal
Marlene Dietrich: Sag mir wo die Blumen sind
Joseph Schmidt: Heut ist der schönste Tag
Cornelia Froebess: Zwei kleine Italiener
Hazy Osterwald Quartett: Kriminal Tango
Bill Remsey: Pigalle
Freddy Quinn: Brennend heißer Wüstensand
Connie Francis: Die Liebe ist ein seltsames Spiel
Dalida: Am Tag als der Regen kam
Melina Mercouri: Ein Schiff wird kommen
Zarah Leander: Kann denn Liebe Sünde sein

Lachen Sie bitte nicht, lieber Andrej: aber damit habe ich geschafft, dass 80-jährige mitgesungen haben (ich selbst halb so alt!). Ich versuche nur konstruktiv Kritik zu üben. Andere sagen bloß das Sch…-Wort und polemisieren. Nur wenn man eigene Vorschläge hat, wie und warum man es evtl. besser gestalten kann, dann sollte man seine Kritik auch anbringen.

Denn alles andere wird der Versuch des Quadratur des Kreises und dafür sind Ihre Künstler zu gut, um nur zweitklassig deutsch, statt erstklassig englisch zu singen!

Some words to Lacra (and all other singing artists) – if you ever have the chance to read these lines:
I know it’s hard for you to live here on board separated from your families who need your money in your home countries and to perform for a German cruise audience.
But all of you are wonderful artists and your performance on stage is great.
You can be a true artist and die - or to adapt to the audience and make some money.
But never give up your own style!!! Everyone of you are the greatest: If I would have become blind and I might not see you on stage: I would have the impression that Barbra Streisand, Liza Minelli are live on stage and all of your voices are unforgettable. You should produce together a CD of the last night show and sell it to the guests. This would become bestseller as souvenir!!!

Andrej: sollten Sie der Idee mit der CD folgen: Für die Idee bekomme ich Prozente vom Verkaufserlös und lassen Sie es mich wissen, wenn es soweit ist – ich würde die Kreuzfahrt nur buchen, um die CD zu kaufen! Das ist billiger als ein Las Vegas-Aufenthalt.

Sorry, aber die Show hat mich emotional doch sehr mitgenommen.

Bis 02.00 Uhr mussten die Koffer raus. Ich bin extra früh aufgestanden, weil man mich auf das Ballett der „Wo sind meine Klamotten?“-Suchenden aufmerksam gemacht hat, deren Ehefrauen schon die Klamotten für den Abreisetag mit eingepackt haben. Unsere Nachbarn sind schon wegen eines Krankheitsfalles in Gedingen von Bord gegangen. Das heißt die erste Nacht ohne Kömidiantenstadl. Schade, ich konnte schon gar nicht mehr einschlafen. Nur hatte wohl die Crew angenommen, dass wir ebenfalls mit abgereist seinen, worauf unser Eingang auch zugebaut wurde. So habe ich leider diesen Kulturbeitrag verpasst.

Zur letzten Mahlzeit hieß es dann Abschied nehmen – von Istvan, Georgius und Michal. Wer serviert uns eigentlich morgen früh Frühstück? Helga Beimer aus der Lindenstraße müsste man jetzt zu Hause haben, die einem gerne Spiegeleier brät. Leider war die Atmosphäre heute morgen etwas angespannt, da ja das Wetter ein ausgiebiges Frühstücken draußen auf Deck nicht mehr zuließ. Wir hätten gerne nochmals bei Georgi und Michal gefrühstückt um deren Service ein letztes Mal erleben zu dürfen. An einem 8-er Tisch sitzt einer. Wir fragen nach, ob wir uns daran setzen können. Er meinte „Eigentlich ist alles besetzt!“ Ich hatte keine Lust zur Diskussion und habe mich woanders hingesetzt. Nach dem wir zu Ende gefrühstückt haben, sitzen er und seine Mutter immer noch alleine an dem 8-er Tisch. Ihn sollte man wirklich als Verteidigungsminister in Betracht ziehen und eine vollständige Abrüstung im Sinne der Friedensbewegung wäre sicherlich möglich. Mit Michal tausche meine E-Mail-Adresse aus und fordere ihn mir zu schreiben, wo ihn seine nächste Station hinführt. Wer weiss, ob ich ihn nicht mal eines Tages in Prag oder auf einem anderen Kreuzfahrtschiff wieder sehe. Da wo er arbeitet, da hätte ich die Gewissheit, dass einer da wäre, der in der Lage wäre, mir ein Highlight am Tag zu verschaffen. Wenn sein Jahresvertrag ausläuft, wird mit ihm eine Persönlichkeit von Bord gehen. Aber eigentlich ist jeder der Mitarbeiter, der endgültig von Bord geht, eine Persönlichkeit, die das Schiff verliert. Wenn ich die anderen nicht erwähnt habe, dann aus dem Grund, weil ich nicht die Gelegenheit hatte, alle mit der gleichen Intensität von meinem Stammplatz aus, zu beobachten, wie Michal und Georgi. Ich war abends nicht SEIN Gast, aber ihm war es unangenehm, dass ich Einblick auf die Essensreste der anderen Gäste hatte und im Rahmen seiner Möglichkeiten, hat er dafür gesorgt, dass ich den Anblick nicht ertragen muss. Er sieht im wahrsten Sinne des Wortes über seine Tellerränder hinaus! Und das zeichnet wohl einen sehr guten Kellner aus, dass ihm nicht nur das Wohl seiner eigenen Gäste am Herzen liegt, sondern aller – auch denjenigen, von dem vielleicht kein Trinkgeld zu erwarten ist! Deswegen fiel es mir vielleicht mehr auf, als bei anderen. Und mir fällt sein Hilfskellner Georgi auf, der die einmalige Chance hat, als Partner von Michal in seine Fußstapfen zu treten und ein erstklassiger Kellner zu werden. Denn während andere ihre Hilfskellner nur in Ausnahmefällen mit servieren lassen, fordert Michal Georgi ausdrücklich mit zu servieren. An einem runden 2-er Tisch. Beide zeitgleich von rechts – was fehlt ist die silberne Abdeckung. Ich würde mich freuen, wenn ich eines Tages von nachfolgenden Reisenden mit gleicher Begeisterung von deren Reise lese: Wir werden von einem rumänischen Kellner namens Georgius bedient, der eine rote Jacke anhat und er bedient uns wie Könige. Dann wüsste ich sicher, dass Michals Einsatz damals auf der Lili Marleen für Georgi sich ausgezahlt haben. Wenn der Dank am Schluss dann bei Michal mit „Dakujem“, Georgi mit „Multumesc“ und Istvan, Gabor, Lazlo und Andras mit „Kösönom“ kommt, dann wissen vielleicht sogar noch, von wem diese Initiative gekommen ist und erinnern sich an die Verrückten, die entweder bloß Chateau Coca-Cola Light oder Eau minerale naturelle getrunken haben, vom Tisch 19, 2. Tischzeit damals auf der Fahrt S65. Grüßt sie von mir!!!

Mittlerweile halluziniere ich ein wenig. Eine ältere Dame sitzt immer zur gleichen Tischzeit an der Wand. Sie sieht aus, wie die Schauspielerin Edda Seipelt. Ich traue mich nicht mehr zu fragen, nachdem ich das letzte Mal im ICE den Kellner gebeten habe, das Getränk einer anderen Dame zu übernehmen, weil ich annahm, dass es Tante Rosi aus der Lindenstraße sei.

Eine Tageskabine für 15 EUR konnten wir nicht mehr ergattern. Es wäre ja sowieso nicht die eigene gewesen. So sitzen wir im Musiksalon und warten. Hier herrscht die Atmosphäre eines Fährschiffes, weil jeder sein Handgepäck dabei hat. Alle die ein Lunchpaket gekauft haben, machen erst einmal Inventur, um den Gegenwert für 5 EUR zu überprüfen.

Nochmals ein paar Tipps für An- und Abreise / Landausflüge der Bernstein-Tour:

Wenn ihr das erste Mal dabei seid: macht vielleicht mal den 1. Ausflug auf jeden Fall mit. Dann seht ihr ja selbst, ob euch die Art liegt. Es hängt aber auch sehr von den einzelnen lokalen Führern, von der Schiffsbegleitung, vom Wetter und vor allem von den anderen Teilnehmern ab. Es ist hier so organisiert, dass ihr nicht das ganze Package für die gesamte Reise am 1. Tag durchbuchen müsst. Einzelne haben immer morgens noch angefragt. Und wenn noch Platz war und kein Bus zusätzlich bestellt werden musste: Die Reiseleitung hat dann immer irgendwie es geschafft, dass keiner zurückgelassen wurde und doch auch die Spätanfrager mitkamen. Ausnahme: St. Petersburg wegen der Meldungen an die Behörden wegen der Gruppenvisa.

Wenn euch das Herdenleben nicht so liegt, dann hier ein paar private Tipps:
(Alle Angaben gelten nur für die Terminals an denen wir angekommen sind. Kann das nächste Mal wieder anders sein).

Warnemünde – leider wird in den Prospekten nicht erwähnt, dass der Bahnhof Warnemünde direkt am Kreuzfahrtterminal liegt (ca. fünf Minuten Fußweg – leider mit Tunnel und Treppen). Warnemünde wird im 15-Minuten-Takt in etwa 30 Minuten an den Bahnhof Rostock Hbf angebunden. Von diesem fahren IC-Verbindungen Richtung Hamburg, Frankfurt, Karlsruhe, Köln und Stralsund ab. Vom Bahnhof Leipzig fährt über Magdeburg und Stendal einmal am Tag ein IC direkt nach Warnemünde ab. An- und Abfahrtszeiten passen EXAKT in die Abfahrts- und Ankunftszeiten der Lili Marleen. Nachtzüge nach Rostock fahren leider nur am Wochenende und nur im Sommer und sind daher immer sehr frühzeitig ausgebucht. Wenn man daher übernachten muss: Ab Rostock Stadthafen fahren pünktlich zum Einchecken auch Boote nach Warnemünde in ca. 60-75 Minuten. Der Anleger der Hafenrundfahrtslinie liegt fünf Minuten zu Fuß vom Kreuzfahrtterminal entfernt. Vorteil: man kann vor der Abfahrt die Lili Marleen in voller Pracht schon von der Seeseite sehen und sich auf die Reise freuen. Unsere Kreuzfahrtprofis haben uns auch von den Busanreisen erzählt. Hier ist der Vorteil eindeutig, dass man sein Gepäck zwischendurch bis zum Ausstieg nicht mehr sieht. Allerdings liegen nicht alle Abfahrtspunkte immer sehr zentral. Snacks und Getränke werden an Bord gegen Bezahlung angeboten. Für die Rückfahrt gibt es aber auch die Möglichkeit für 5 EUR Lunchpakete zu erwerben. Alternativ für 39 EUR/Gepäckstück den Gepäckservice zu nutzen. Gegenüber Kuriergepäck der Bahn/Hermes, der günstiger ist: auch hier sieht man den Koffer vom Schiff aus bis nach Hause nicht mehr und man braucht keine Anschrift in Warnemünde. Parken wird hier als Valet-Parking für 130 EUR angeboten. Ein Autovermieter ist direkt im Nachbargebäude des Kreuzfahrtsterminals untergebracht, so dass evtl. zwei One-Ways eine gute Alternative darstellen können.

Visby – 50/50 für die Tour. Wäre schade gewesen, wenn man den Blick auf dem Galgenberg verpasst – ansonsten kann man es gut alleine machen. Taxi wird nicht gebraucht, da das Zentrum nur ca. 10 Minuten zu Fuß erreichbar ist. Allerdings viele Treppen und Steigungen.

Tallinn – Wir haben da eine persönliche Führerin gehabt, die uns am Terminal abgeholt hat. Geht aber auch ständig rauf und runter. Taxi wird nicht gebraucht, da das Zentrum nur ca. 10 Minuten zu Fuß erreichbar ist. Allerdings viele Treppen und Steigungen.

St. Petersburg – Aufgrund der Visabeschaffung (je früher desto billiger – jedoch mit hohem Aufwand für die Beschaffung von Zusatzunterlagen, wie Einladungen oder Krankenversicherung) auf jeden Fall eine Tour buchen. Duty Free Shop (nach der Zollkontrolle bei der Abreise) und andere Shops (vor der Kontrolle) im Terminal. Wenn man ein eigenes Visum besitzt: Um Taxis günstig zu nutzen, sollte man perfekt und akzentfrei Russisch sprechen. Es gibt keine Taximeter. Sie handeln die Preise frei aus. Taxen, die vor Terminals oder Hotel warten sind mehrfach teurer, als Wagen, die man mit Handzeichen am Straßenrand anhält. In diesen Taxis (ohne Schilder) hat man allerdings auch die Chance im Taxi überfahren zu werden. Das Terminal liegt ziemlich weit zum Zentrum entfernt. Nichts für Bus- oder Straßenbahnfans, da schlecht angebunden. Es werden jedoch in den Geschäften Rubels benötigt, auch wenn Preise in Euro oder US-Dollar ausgezeichnet sind.

Helsinki – Unser Hafen lag ca. 3 Minuten vom Marktplatz entfernt. Dort gibt es von Suntours (die anderen Anbieter haben zu große Boote) Stadtrundfahrten auf dem Wasser, die sehr schön sind (90 Minuten = 16 EUR). Für 6 EUR (= 60 Minuten) gibt es in der Straßenbahn Tageskarten. Mit der 3B oder 3T einmal die große „8“ als Stadtrundfahrtslinie fahren. Dort kommt man auch durch die Shopping-Distrikte vorbei und kann zwischendurch aussteigen. Das Edelkaufhaus (vergleichbar KaDeWe) heisst Stockmann und das günstigere SOKOS. Viele Angebote, so dass gute Schnäppchen machbar sind. Suomenlinna ist auch sehr sehenswert, wenn man vorher die Peter- und Paulfestung in St. Petersburg verpasst hat. Allerdings muss man mit der Fähre rüber. Daher genügend Zeit mitnehmen.

Saarema / Kuressaare: Sadam (Anlegestelle) liegt 31 km entfernt. Taxis stehen am Pier. Allerdings wird ein Transfer angeboten. Anschließend hatten wir eigenen Fremdenführer gehabt. Lohnt sich auf jeden Fall.

Gdingen: Taxen stehen vor dem Pier und fahren für 25 EUR nach Danzig (ca. 25 Minuten). Wir hatten wieder eine persönliche Führerin, die uns mit dem Wagen abgeholt hat.

Wie erfolgreich eine Tour wird, hängt in erster Linie von den persönlichen Vorbereitungen und Interessen ab.


Ich würde auch noch gerne etwas über das Essen schreiben. Nur habe ich meine Speisekarten im Koffer, so dass noch ein separater Bericht folgt. Wir beginnen bald mit der Ausschiffung. Neben uns liegt die Norwegian Dream und wir müssen daher zum kleinen Terminal. Mal gucken, wie wir jetzt von Bord kommen, da alle Gänge voll mit Koffern herumstehen.

In diesem Sinne:

Leider ist diese Reise vorbei.
Aber ich habe nicht bereut, diese Reise angetreten zu haben.

Herzliche Grüße
HeinBloed


Last not least...


Hallo Forum-Freunde,

zunächst einmal danke an Luigi und Gerd, die mich unterwegs nicht „enttarnt“ hatten. Aufgrund meines Aussehens und weil ich immer meine Bordkarte mit einem Band um den Hals trug, kam es immer zur Annahme, dass ich von der Crew sei. Ich wurde nach dem Weg gefragt usw. usf.

Nun bin ich zurück im Odenwald und möchte meinen Bericht abschließen.

Für uns war eine Erkenntnis wichtig: Nicht alles zum Maßstab nehmen, was im Forum steht. Das gilt auch für alle, die sich an meinem Bericht erfreut haben und demnächst selbst die Reise antreten. Es kann euch passieren, dass beispielsweise Michal am Weißheitszahn operiert wird und Lacra vielleicht eine Halsentzündung hat und nichts mehr so, wie ich es beschrieben habe. Es sind sehr persönliche Eindrücke und was ich an dem Service mag, kann euch vielleicht total nerven, weil es euch zu aufdringlich ist. Ihr dürft daher den Leuten, die ich beschrieben habe nicht böse sein, wenn ich in positiver Hinsicht eure Erwartungen zu hoch geschraubt habe: Seid bitte auf mich böse! Mir ging es so ähnlich – dass ich meine Erwartungen nach unten geschraubt habe, um mich zu erfreuen. Was aber für euch wichtig ist: Freut euch auf eure Reise und entdecke eure eigenen Möglichkeiten. Grüßt mir die Leute, die es wirklich alle gibt.


Was noch klarzustellen galt: Gut bürgerlich vs. Nouvelle Cuisine.

Dino Schwager hat so gut gekocht, dass ich in dieser einen Woche keinen Gramm zugelegt habe. Bezüglich der Menge, habe ich schon mehrfach geschrieben: wer mehr will, soll es sagen.

Den letzten Tag empfand ich als „ordinär“ (im Sinne von einfacher als die anderen Tage):

Kalte Vorspeise
Salat „Hotel Negresco“ grüne Bohnen, Artischocken, Thunfisch, Oliven, Eier, Tomaten, französisches Dressing
Vs.
Frischer Mangococktail mit Campari

Suppen
Waldpilzcremesuppe mit Sahne
Vs.
Gemüsebouillon mit Leberspätzle

Warme Vorspeise
Fusilli Nudeln geschwenkt in Gorgonzola mit Parmesankäse

Auswahl an frischen Saisonsalaten von unserem Büffet
Dressing: Chillisalsa, Amerikanisch, Italienisch

Hauptgerichte
Schwertfisch in Knoblauch-Rosmarinöl gebraten mit Lauchgemüse à la Crème und Butterkartoffeln
Vs.
Rinderleber „Berliner Art“ mit Röstzwiebeln, Apfel, Speck, Kartoffelpüree und grünen Bohnen
Vs.
Züricher Kalbsgeschnetzeltes in Champignonrahm serviert mit Romanesco und Schweizer Rösti

Unser vegetarisches Angebot
Baskisches Gemüsepfanne mit Auberginen, Tomaten und Oliven

Dessert
Dukatenbuchteln mit Vanillesauce
Vs.
Fruchteisbecher mit Schlagsahne

Käse & Früchte
Genießen Sie frische Früchte und Käse vom Büffet


Die kalte Vorspeise war immer klasse! Das ist schon mal etwa 2/3 großer Teller (26 cm). Und alles immer liebevoll garniert, weil das Auge mitisst.

Die Suppen schmecken richtig lecker. Alle Grundlagen stammen mit Sicherheit nicht aus dem Hause Knorr, Zamek oder Maggi und man schmeckt heraus, dass sie selbstgemacht sind. Was mich stört: Diese Suppenschalen erinnern mich persönlich eher an meine Zeit als Porzellanverkäufers während meines Studiums und ich würde sie eher als henkellose Müsli-Keramik-Schalen bezeichnen. Was mich stört: sie unterstreichen gar nicht die hohe Qualität und den tollen Geschmack des Inhaltes, weil sie eher an Mensa und Krankenhaus erinnern und widersprechen komplett den schönen Rosenthal Platztellern.

Die warme Vorspeise ist ein Amuse Geulle. D. h. mehr als drei Bissen hat man nicht. Aber keinesfalls darauf verzichten. Es ist wirklich ein Highlight. Und Amuse Geulle bedeutet den Gaumen zu erfreuen – und um mehr geht es hierbei nicht!

Es gab nie einen Tag, an dem die drei gleiche Dressings angeboten wurden. Ich bin auch verwundert, was Dino und seine Mannschaft noch für Kreationen im Ärmel versteckt hat. Wer kennt schon eine Rote-Beete-Dressing? Auf jeden Fall nichts, was man im Supermarkt unter Knorr Salatkrönung oder Kühne Salatdressing in Flaschen findet.

Rinderleber ist sicherlich gut-bürgerlich. Züricher Kalbsgeschnetzeltes ist in meinen Augen nicht mehr gut-bürgerlich, sondern eine Stufe höher. Vor allem der Rösti war handgemacht und keinesfalls TK-Ware in Form von Rösti-Talern. Und jeder Fisch, wie den Schwertfisch, den ich nicht in einem Nordsee-Restaurant finde, würde ich auch nicht als gut-bürgerlich bezeichnen. Und das geht aber jeden Tag so: wer nicht jeden Tag gut-bürgerlich essen wollte, musste es auch nicht tun. Wobei hier beschreibe ich die Abendessen und mittags war es einen Tick einfacher aber keinesfalls schlechter. Lieber Dino und lieber Oliver – ich weiß, dass Sie diese Zeilen mitlesen werden. Obwohl ich jetzt nicht zugenommen habe: vielleicht sollten Sie sich einfach mal überlegen, statt abends drei Gängen warm einen alternativen Kaltgang, z. B. italienische Wurst- und Käseplatte, so dass man nicht zwingend zwei Mal am Tag fünf Gänge warm essen musste. Sie haben wirklich so gut gekocht, dass ich es nur bedauert hätte, es nicht probiert zu haben. Deswegen kam ich nie in die Verlegenheit, nach einer 2. Portion zu fragen. Lieber habe ich auf Kuchen und Mitternachtssnack verzichtet. Auch habe ich zweimal den vegetarischen Gang genommen, der auch sehr lecker war. Allerdings mit einer kleinen Kritik: Blätterteig ist eindeutig nicht die Domäne der Philippinen!!! Das sollten Sie besser Patisseuren aus Frankreich, Österreich, Tschechien, Ungarn, Kroatien, Griechenland, Türkei und Dänemark überlassen, die tolle Blätterteigkreationen haben. Nicht böse sein: bei Ihnen habe ich immer den Eindruck, dass jemand vergessen hat, die Teigplatten hauchdünn auszurollen, bevor er in den Backofen kam. Dabei heißt das Ding doch im Französischen Mille Feuilles, um zu sagen, dass er aus mindestens 1.000 Blättern bestehen sollte. Es war keinesfalls der Geschmack oder die Kreation, die mir dabei auffiel, sondern lediglich die Konsistenz, weil ich ihn persönlich als sehr kompakt empfinde. Das war wirklich das einzige, was ich schade fand!!! Aber vielleicht ist das ja auch Absicht und hat mit der Pflege von dritten Zähnen ihrer Gäste zu tun, von denen ich noch nichts weiss.

Die Desserts sind immer als Amuse Guelle angelegt. Bei Eis bitte nicht mehr als eine Kugel erwarten. Es geht um die Abrundung des Gesamtbildes – nicht um Völlerei.

Beim Käse wäre es Perlen vor die Säue zu werfen, wenn extrem exotische Käsesorten (Ziegen-, Schafkäse) angeboten werden würde. I. d. R. waren es drei Sorten, die auch jeden Tag wechselten. Dazu Trauben, Cracker, Knäckebrot und verschiedenes aufgeschnittenes frisches Obst.


Als Beispiel mal das Kapitäns Abschieds Gala Abendessen.

Buntes Salatbukett mit Nussdressing mit gegrillten Hühnerbruststreifen
Vs.
Parmaschinken mit Melonenschiffchen und geriebenem Parmesan
(Das erste Mal, dass ständig Kameras klickten, weil die Optik viele Esser begeistert hat!)

Klare Tomatenbrühe mit Quarkklößchen (hielt ich irrtümlich für eine Fingerschale)
Vs.
Kalbfleischcremesuppe mit Räucherlachsstreifen und Schlagsahne

Goldbraune Kartoffelblinis an Kräutersauce mit Lachskaviar

Zitronensorbet mit Wodka und Schaumwein (Lazlo und Co. haben uns beobachtet, ob wir überhaupt Alkohol vertragen, weil wir bislang nur Coca Cola light und Mineralwasser bestellt haben... Hicks...)

Pochierter Fischzopf von Heilbutt und Lachs auf Hummer-Buttersauce gereicht mit Brokkoli-Blumenkohlröschen und Tomatenreis
Vs.
Gebratenes Kalbsmedaillon „Marcelle“ in Eimantel mit Champignons à la Crème präsentiert an Gnocchi und glasierten Cherrytomaten
Vs.
Rinderfilet „Wellington“ im Blätterteigmantel serviert mit Gemüsebukett mit Herzoginkartoffel
Vs.
Grüner Stangenspargel mit Sauce Hollandaise und gebutterten Kartoffeln (ich hatte nie den Eindruck, dass es die Convenience-Ware der Kantinen ist, die tagelang in Wasser steht und nur nach Stärke schmeckt – sondern handgeschält!)

„Baked Alaska“

Käse & Früchte


Wenn ich das jeden Tag bekommen hätte, wäre es mir persönlich zu viel geworden. Bei den tollen Suppengrundlagen hätte ich mich auch über eine Linsensuppe gefreut.

Und wer eben jeden Abend nicht gut-bürgerlich essen wollte, konnte sich das wie folgt zusammenstellen:

So: Gebratene Schnitte von Flunder auf Paprikaschaum arrangiert mit Karottengemüse und Petersilienkartoffel
Mo: Pochiertes Hühnchen in Chablisrahmsauce mit Croutons und Champignons arrangiert an gefüllter Tomate und grünen Nudeln
Di: Roastbeef am Stück auf Schalottensauce serviert mit frischen Bohnenbündchen und Kartoffelgratin
Mi: „Ryba“ Gegrilltes Lachskotelett mit Zitronenbutter, Gurken-Dillgemüse und Naturkartoffeln
Do: „Meerhähnchen im Drachenöl gegrillt mit Planktongras“ Gegrillter Hühnerschenkel mit Avocadokruste arrangiert an Blumenkohl und Paprikareis
Fr: Schwertfisch in Knoblauch-Rosmarinöl gebraten mit Lauchgemüse à la Crème und Butterkartoffeln
Sa: Rinderfilet „Wellington“ im Blätterteigmantel serviert mit Gemüsebukett mit Herzoginkartoffel

Worüber ich mich auch sehr gefreut habe: Die Kellner haben die Speisekarten jeden Abend eingesammelt und uns über die Dauer der Reise zusammengestellt am letzten Tag überreicht. So werden wir Gabor und Istvan niemals vergessen.


Dieses Jahr werden wir sicherlich nicht mehr schaffen, nochmals auf große Reise zu gehen.

Aber mal sehen, ob wir es im nächsten Jahr schaffen.

Ich würde mich freuen, wenn ich von den nächsten Reisenden auf der Lili Marleen deren Erfahrungen mitlesen könnte. Erzählt mir, was aus meinen Freunden auf der Lili Marleen geworden ist, wenn ihr mit ihr unterwegs seid.

Und wenn ich erreicht habe, dass nur einer, der schon die Reise gebucht hat, und zunächst genauso skeptisch war und sich jetzt auf seine Reise freut, dann ist schon das Ziel erreicht.

Viel Spaß auf der Lili Marleen – ein Schiff, das eine neue Chance verdient hat.


Bis zum nächsten Mal in diesem Theater und vielen Dank für euren Zuspruch, über den ich mich sehr gefreut habe.

Herzliche Grüße aus dem Odenwald!
Und mit der Traurigkeit, dass die Lili Marleen sich auf dem Weg nach Oslo befindet und ich nicht mit der 2. Tischzeit in der Willkommensshow sitzen kann.

HeinBloed
alias Tien
in der Rolle von Peter Scholl-Latour aus den Krisenregionen dieser Welt



P. S. Vielen Dank für den Vorschlag als Krisenreporter zu fungieren. Ist Alter ein Kriterium für Probleme? Ich habe auf der Rückfahrt von Warnemünde schon ein paar Seiten im Internet wieder besucht, weil uns wohl das Kreuzfahrtvirus infiziert hat. Darunter auch die Seite von Kreuzfahrten Sonne. Dort wurde für die ALBATROS das Baujahr 1957 genannt, d. h sie könnte fast Mutter der 30 Jahren jungen LILI MARLEEN sein... Wurde denn im Jahre 2004 es geschafft aus einem alten Rind einen zarten Kalbsbraten zu machen? Wäre das eine Herausforderung für mich – oder gibt es bessere.

Danke nochmals – Mir hat es auch sehr viel Spaß gemacht für euch zu schreiben.

Und vielleicht schaffe ich es noch ein paar Bilder ins Netz zu stellen. Das braucht aber noch ein paar Tage.


Ein allerletztes mal HeinBloed live vom PC...


Wie versprochen noch ein paar Bilder von unserer



Als besonderen Service für alle diejenigen, die nur auf die Lili Marleen fahren, um zu nörgeln und zu klagen, folgender Bilderservice, damit ihr schneller beim Suchen der Mängel durchkommt und keine eigene Kamera mitnehmen müsst:

Direkt an der Tür sieht es so aus:



Wie beschrieben: es sieht hier überall so aus, wie auf der Akropolis! Nur ganz ehrlich: ich sitze entweder auf meinem Bett und bin so weit weg, dass ich es sowieso nicht sehe oder ich schlafe und es ist dunkel und ich sehe es auch nicht!

Dann der Kleiderschrank:



Allerdings hatte ich mich nicht selbst aufgehangen, sondern nur meine Klamotten. Sie haben sogar extra Licht im Kleiderschrank, damit ich es noch besser sehe. Und soooooo wenig Platz:



Neben unserem Koffer und dem ARAL-Reisetrolley hätten wir nur noch Platz für zwei Koffer gehabt. Wir hätten keinesfalls gewusst, wohin wir unsere Hutschachteln packen können...

Weiter geht es in das Bad:



Wer jetzt genau hinguckt wird feststellen, dass die Scharnieren des WC-Sitz grünlich angelaufen sind. Nur, wer die Scharnieren beim im Stehen Pinkeln sieht, hat offensichtlich vergessen die Brille aufzuklappen! Und darf sich dann nicht wundern, dass es ständig nass im Bad ist! Das liegt aber nicht an den Leitungen. Ansonsten ist der Knopf für die WC-Spülung schief eingesetzt, aber dass dürfte nur ein Problem für diejenigen sein, die versuchen in diesem Fall den Knopf gerade hineindrücken. Wer schlau ist, drückt in diesem Fall schief rein und schon läuft es!!!

In der Dusche sieht es so aus:



Sieht auch aus wie auf der Akropolis. Aber es ist sauber und ich habe mich selten länger als fünf Minuten pro Tag darin aufgehalten. Und davon hatte mindestens zwei Minuten Shampoo in den Augen und konnte sowieso nichts sehen. In anderen Duschen gab es schon z. T. GROHE Ausstattung. Das erinnert mehr an VEB Menschenreinigungsgeräte. ABER auch hier: voll funktionstüchtig. Es gab kaltes und sogar heißes Wasser, und sogar warmes Wasser, wenn man in der Lage war beide in einem bestimmten Verhältnis auf- und wieder zuzudrehen. Wer jedoch Freunde hat bei HENKEL Reinigungsmittel GmbH: deren Labor freut sich über jede Herausforderung. Früher habe ich alle Hemden denen geschickt, die ich mit Persil nicht sauberbekommen habe. Und dann kam sie tip top wieder inkl. Lösungsvorschläge und Proben.

Und so sieht es in einer 2 Mann Außenkabine mit Bullaugen aus:



Von dort aus gibt es einen herrlichen Blick auf die Minibar, sogar mit einer Kühlmöglichkeit (siehe Eisbehälter). Julia Roberts' "Tod durch Minibar" wie aus dem Film "Die Hochzeit meines besten Freundes" ist leider nicht möglich:



und auf den Giga-Flatscreen-16:9-HDTV-Fernseher der neuesten Generation, wenn man einigermaßen Fantasie hat:



Sinnvoll wäre es von einem Seizmologischen Institut sich ein Messgerät auszuleihen, um die Vibrationen messen zu können. Für Klage-Anfänger kann ich euch auch auf Anfrage Erschütterungsindikatoren schicken, mit denen wir bei Transporten feststellen, wie sorgfältig eine Spedition mit unseren Waren umgegangen ist.

Auch sollte man in einem guten Tonstudio sich ggfls. ein geeichtes Meßgerät besorgen, um die Lautstärke in den Kabinen zu messen.

Diese Angaben konnte ich leider auf den Bildern nicht übertragen.

Beim Verlassen haben wir auch andere Kabinen mal auf unserem Deck gesehen. Manche sind schon aufgewertet worden. Ich denke, dass wir eine Kabine erwischt haben, die es noch vor sich hat. Deswegen trotz dieser Bilder: Es wirkt zwar immer wie auf der Akropolis, aber es ist blitzblank sauber und zählt für mich alleine!!!

Draußen sieht es so aus:



Und wenn du früh genug aufstehst, um die Reservierungsschilder aufzustellen, solltest du vorher auch noch einen Putzlappen besorgen. Wenn du später kommst, hast du Pech gehabt: Die Crew hat alle Liegestühle bereits aufgestellt und abgewischt und wenn du wach genug bist, wirst du dich auch noch an das große blaue Badehandtuch erinnern, das im Zimmer liegt und zum darauf legen auf die Liegestühle gedacht ist, um die schwarzen Flecken zu überdecken.

Und spätestens bei einem solchen Anblick:



Wäre dann es nicht höchste Zeit, die Bilder für die Klage, die von meiner Homepage runtergeladen wurden, wieder zu löschen und endlich die Kreuzfahrt zu genießen???

Wer es bei diesem Anblick nicht schafft umzuschalten, dem möchte ich folgenden Tipp geben: Zu Hause bleiben und das Geld für die Kreuzfahrt sparen. Dann muss man sich nicht über die LILI MARLEEN ärgern und kann sich ggfls. selbst verklagen, wenn der Urlaub auf Balkonien schief läuft.

Daher die letzten Eindrücke und Tipps für einen schönen Urlaub auf der Lili Marleen:

Anreise auf der Wasserseite in Warnemünde:



und so sieht der allererste Blick auf die Lili aus der Ferne aus:



und so wenn man zum ersten Mal langsam an ihr vorbeigefahren ist und sich eine gewisse Spannung aufbaut



wird es höchste Zeit, dass man an Bord kommt!!!

Und noch ein paar Eindrücke aus den Stationen unterwegs in alphabetischer Reihenfolge:













und weitere Bilder zwischen den Stationen solltet ihr schon selbst machen. Das sollte ja nur zur Vorbereitung für euch und zu eurer Vorfreude als Amuse Geulle sein.

Liebe Grüße aus dem Odenwald
HeinBloed

Mittwoch, 20. August 2008

HeinBloeds Cruise-Blogs

Ahoi,

willkommen in meinem Blog-Portal.





Hier geht es weiter zu meinen Reisegeschichten auf den nachfolgenden Schiffen:

1. LILI MARLEEN
(heute: OCEAN COUNTESS)

Holiday Kreuzfahrten
Warnemünde - Visby - Tallinn - St. Petersburg - Helsinki - Saaremaa - Gdingen - Warnemünde
Link zu Auszügen aus dem damaligen Reisebericht

2. WASA QUEEN
(heute: ARBERIA)

Cruise Ferries
Hongkong - Hongkong
Link zu Auszügen aus dem damaligen Reisebericht

3. STAR PISCES

Star Cruises
Hongkong - Hongkong
Link zu Auszügen aus dem damaligen Reisebericht

4. NORWEGIAN PEARL

Norwegian Cruise Line
Rotterdam - Southampton
Link zu Auszügen aus dem damaligen Reisebericht

5. MSC MUSICA

MSC Crociere
Genua - Neapel - Piräus - Rhodos - Alexandria - Tripolis - Civitavecchia - Genua
Link zum eigenständigen Blog

6. NORWEGIAN DREAM

Norwegian Cruise Line
Dover - St. Peter-Port - Dover
Link zum Reisebericht

7. COSTA CLASSICA

Costa Crociere
Hamburg - Esbjerg - Hamburg
Link zu Auszügen aus dem damaligen Reisebericht

8. JEWEL OF THE SEAS

Royal Caribbean International
Hamburg - Amsterdam - Hamburg
Link zu Auszügen aus dem damaligen Reisebericht

9. BLACK PRINCE

Fred Olsen Cruise Lines
Greenock - Belfast - Liverpool
Link zur Blog-Wiedergabe des ursprünglichen Reiseberichts

10. GOLDEN PRINCESS

Princess Cruises
Seattle - Vancouver
Link zur Blog-Wiedergabe des ursprünglichen Reiseberichts

11. NORWEGIAN PEARL

Norwegian Cruise Line
Seattle - Vancouver
Link zur Blog-Wiedergabe des ursprünglichen Reiseberichts

12. NORWEGIAN SPIRIT

Norwegian Cruise Line
New York - New York
Link zur Blog-Wiedergabe des ursprünglichen Reiseberichts

13. QUEEN ELIZABETH 2

Cunard Line
Southampton - Zeebrugge - Southampton
Link zur Blog-Wiedergabe des ursprünglichen Reiseberichts

14. NORWEGIAN GEM

Norwegian Cruise Line
Barcelona - Villefranche - Barcelona
Link zur Blog-Wiedergabe des ursprünglichen Reiseberichts

15. QUEEN VICTORIA

Cunard Line
Southampton - New York
Link zum 1. Tag an Bord

16. CARNIVAL FASCINATION

Carnival Cruise Lines
Miami - Key West - Calica - Miami
Link zum 1. Tag an Bord

17. CENTURY
(heute: CELEBRITY CENTURY)

Celebrity Cruises
Miami - Nassau - Miami
Link zum 1. Tag an Bord

18. BLACK PRINCE

Fred Olsen Cruise Lines
Liverpool - Belfast (Ersatz für Douglas) - Dublin - Greenock
Link zum 1. Tag an Bord

19. NORWEGIAN SUN

Norwegian Cruise Line
Miami - Miami
Link zum 1. Tag an Bord

20. DELPHIN

Hansa Kreuzfahrten
Hamburg - Kiel
Link zum 1. Tag an Bord

21. EURODAM

Holland America Line
Rotterdam - Hamburg - Kopenhagen
Link zum 1. Tag an Bord

22. NORWEGIAN JEWEL

Norwegian Cruise Line
Dover - Amsterdam - Dover
Link zum 1. Tag an Bord

23. NORWEGIAN JADE

Norwegian Cruise Line
Barcelona - Cannes - Barcelona
Link zum 1. Tag an Bord

24. VENTURA

P&O Cruises
Southampton - Zeebrugge - Southampton
Link zum 1. Tag an Bord

25. NORWEGIAN SPIRIT

Norwegian Cruise Line
New York - New York
Link zum 1. Tag an Bord

26. NORWEGIAN DREAM